Sonntag, 3. Dezember 2017

Türchen 1: Let my light shine bright

Hallo ihr Lieben,


heute startet der Adventskalender auf diesem Blog und deswegen läuft die nächsten Wochen alles ein wenig anders hier als sonst. Es haben sich bisher genau 8 Leute für den Adventskalender angemeldet und sind daher im Lostopf um die Postkarten im nächsten Jahr. Da sich 24 so wunderbar durch 8 Teilen lässt, habe ich mir daher vorgenommen, bis Weihnachten aller drei Tage hier etwas zu posten. Das wird sicher nicht immer sonderlich lang sein, aber ich hoffe, es finden sich trotzdem Leser und in jedem Beitrag wird dann auch eine Postkarte verlost. Dafür lasse ich im Dezember die Tagebuch-Rückblicke weg (es sei denn, es bietet sich mal etwas total an). Auch die Titel sind anders. Jedes Türchen trägt einen Liedtitel, um sie schon formal von den übrigen Beiträgen abzugrenzen. Die Lieder versuche ich euch dann natürlich auch zu verlinken, falls ihr sie euch mal anhören wollt. Das Lied zum heutigen Titel hat uns beim Probenwochenende viel Spaß gemacht und passt gut zur Adventszeit. Hier könnt ihr es euch anhören. (Nicht irritieren lassen vom Anfang. Der muss so sein.)

Für den Adventskalender habe ich zwei Losbeutelchen angelegt. In einem sind 12 Lose mit den Monatsnamen, in dem anderen Beutelchen sind die 8 Namen der Leute, die sich bisher bei mir gemeldet haben. Sollte sich spontan noch jemand entscheiden, auch noch mitmachen zu wollen, gebt mir Bescheid. Dann überlege ich mir etwas. Sind ja noch Monate übrig. 😉 Außerdem habe ich mir schon eine Liste angelegt, die ich dann, wenn sie gefüllt ist, an meine Schranktür hängen werde, dann habe ich sie immer im Auge und vergesse hoffentlich keine Karte.

Die heutigen beiden Lose waren... *trommelwirbel*:

Mama, du bekommst also im April nächsten Jahres eine Postkarte von mir. Mal sehen, von wo. 😊

Wer meine Wochenrückblicke mag, der soll natürlich auch im Dezember nicht enttäuscht werden. Die werden dann immer je nach Zeit in die Türchen mit eingebunden. So zum Beispiel heute.
Meine letzte Woche war anstrengend, weil ich Mittwoch krank geworden bin. Ich war in der Uni schon total müde und zuhause habe ich mich dann erst mal hingelegt. Daher habe ich Mittwoch und Donnerstag entsprechend wenig geschafft. Ich war zwar in der Uni und auf Arbeit, aber alle anderen Termine habe ich ausfallen lassen. Ich habe mich dann dafür etwas ausgeruht und ein richtig schönes Buch gelesen. "Dein perfektes Jahr" heißt das, von Charlotte Lucas und es handelt von dem Leben von zwei Personen und wie sich das zufällig (oder schicksalhaft) kreuzt und vermischt. Es ist eine Liebesgeschichte, aber die steht finde ich gar nicht so im Vordergrund. Einfach ein schönes Buch. Bewegend, schön geschrieben, spannend. Ich hab es innerhalb von wenigen Tagen verschlungen. Freitag war ich dann zum Glück wieder gesund und konnte noch mal in die Unibib gehen, um ein Referat vorzubereiten und da hab ich jetzt auch schon ein ganz gutes Gefühl (auch wenn das Referat erst in 2 Wochen ist). Abends ging es dann los zum Probenwochenende. Mir ist aufgefallen, dass ich länger nicht mehr auf so einem Wochenendausflug mit jungen Leuten war. Aber es hat total Spaß gemacht und mich immer wieder an ehemalige Rüstzeiten erinnert. Ich wollte sogar einige Leute dazu überreden, mit mir Topfdeckeldrehen zu spielen, aber die konnten sich irgendwie nicht so dafür begeistern (obwohl ich glaube, dass sie das Spiel gemocht hätten. Wir haben nämlich gestern Abend noch Jungle Speed gespielt und da ging es auch ganz schön wild zu beim Kampf um das Totem. Einige hätten daher also sicher große Freude daran gehabt, ihren Nebenmann mit sanfter Gewalt vom Topfdeckel fernzuhalten. 😁)
Wir haben ziemlich viel geprobt, aber da wir so viele unterschiedliche Lieder haben, war es relativ kurzweilig. Und wir singen so schöne Sachen. Da möchte ich aber nicht zu viel verraten, falls jemand von euch zum Konzert im Februar kommen möchte. Heute bei den letzten Proben musste ich aber doch feststellen, dass meine Stimme nach 3 Tagen Probenwochenende nicht mehr so ganz auf der Höhe war. Ist aber vermutlich auch normal. Zwischendurch haben wir immer wieder lustige Spiele gespielt. Zum Beispiel Freitag Abend ein Kennlernbingo und "Werwölfe" (wir haben drei Runden gespielt - na ja, vier, aber in der vierten war ich Spielleiter - und ich war immer Jäger. Ich hab in 2 von 3 Fällen sogar einen der Wölfe erlegt. Und generell war ich auch gar nicht so schlecht.) Samstag gab es dann ein Tischkickertunier, bei dem meine Mitspielerin und ich aber leider schon in der ersten Runde rausgeflogen sind.

Hat trotzdem Spaß gemacht und Abends haben wir noch ein lustiges Gruppenspiel gemacht und ein Spiel namens Kettenreaktion, bei dem jeder ein Los zieht, auf dem in etwa steht "Wenn ... passiert, mache ..." und dadurch ergibt sich dann so eine Art Geschichte als Kettenreaktion, weil das alles aufeinander aufbaut. Das war auch richtig lustig. Ich musste mich zum Beispiel in die Schusslinie eines Jägers werfen und rufen "Connie darf nicht sterben!". 😁
Außerdem sind in meinem Chor alle totale Massage-Fans (und die Hälfte sind Mediziner, die wissen also ungefähr, was man bei einer guten Massage machen muss) und daher wurde vor dem Einsingen immer massiert. Das war schon schön. Ich hatte nur immer ein schlechter Gewissen, wenn dann getauscht wurde und ich jemanden massieren muss. Ich hoffe, sie haben es trotzdem ein wenig genossen.
Die Leute aus meinem Chor sind echt cool. Ich habe viele jetzt erst auf dem Probenwochenende besser kennen gelernt und dadurch fühle ich mich jetzt sogar beim Singen irgendwie sicherer, weil ich weiß, wer die Leute neben mir so sind und dass man mich auch wahrnimmt im Chor. Heute Mittag haben wir vor dem Mittagessen dann ein paar Adventslieder gesungen (nur so aus Spaß, weil wir ja das Wochenende sonst noch nicht genug gesungen hatten 😄) und es klang so schön und mir wurde gesagt, ich wäre ja so textsicher bei den Adventslieder. Das hat mich gefreut.
Ach ja, eigentlich schade, dass das Wochenende schon wieder vorbei ist und jetzt der Ernst des Lebens wieder losgeht. Ich hab morgen so einen vollen Tag und muss diese Woche generell recht viel erledigen, denn das Referat rückt ja immer näher und auf Arbeit haben wir demnächst eine Winckelmann-Feier und dafür müssen wir noch eine Vitrine etwas umbauen. Ich durfte dafür letzten Donnerstag die Objektschildchen basteln. Das war mal was anderes und war gar nicht so einfach, weil man so viel abmessen musste. Ich bin aber sehr stolz auf das fertige Ergebnis. Am Mittwoch legen wir sie dann vermutlich in die Vitrine. Davon kann ich euch ja dann im nächsten Türchen berichten. Ich hab sogar per Hauspost eine Einladung zu dieser Feier bekommen. Dafür muss ich zwar Zumba ausfallen lassen, aber wenn man mir sogar eine Einladung über die Hauspost in der Arbeit schickt, heißt das wohl, dass ich unbedingt kommen muss.
Ich freue mich aber, dass wir dieses Jahr jetzt schon so viel Schnee in Bayern haben. So pünktlich zum Dezemberanfang. Nachdem ich letztes Jahr ja gar keinen Schnee hatte, freue ich mich darüber dieses Jahr umso mehr.


Auf dem KHG-Auto ist gleich jemand kreativ geworden. ;)
Und ich glaube, sobald der Montag überstanden ist, wird die Woche gar nicht mehr so schlimm. Im Moment bin ich eigentlich ganz zuversichtlich, dass ich alles schaffen werde, was so ansteht.
Ich hoffe, ihr habt auch eine schöne Woche und euch hat dieser Beitrag gefallen. Im Prinzip war er ja gar nicht so unterschiedlich zu den sonstigen Blogeinträgen. Ich bin selber etwas gespannt, was die nächsten Einträge so bringen. Der nächste ist dann am Mittwoch, also zu Nikolaus geplant. Über Feedback würde ich mich wie immer sehr freuen.
Bleibt gesund und zieht euch warm an.
Allerbeste Grüße von eurer
Hannah

Dienstag, 28. November 2017

Hochdeutsch lernen mit Hannah

Hi ihr Lieben,

das ist schon der 30. Post auf diesem Blog - fast ein kleines Jubiläum. 😊 Den letzten Beitrag haben allerdings gar nicht so viele von euch gelesen, deswegen habe ich den Beitrag diese Woche mal auf Dienstag am späten Nachmittag verschoben, in der Hoffnung, dass ihn dann vielleicht noch ein paar mehr Leute lesen als Montag am späten Abend. Außerdem hatte ich gestern einen langen Tag und hatte Abends dann etwas Entspannung nötig.
Es freut mich, dass schon einige von euch bei meiner Adventskalender-Aktion mitmachen (nachdem ich gestern noch mal Werbung gemacht habe), aber es sind immer noch relativ wenige. Ihr müsst wirklich nichts dafür tun, außer mir zu schreiben, dass ihr gerne dabei wärt und dann kommt ihr in den Lostopf und bekommt irgendwann im nächsten Jahr eine Karte von mir. Bitte, macht mit. Vor allem du, Leni. Wo bist du? Ich hab schon so lange nichts mehr von dir auf diesem Blog gehört. 😢 Ich bin auch fest entschlossen, die Karten nicht zu vergessen, sondern auf jeden Fall zu verschicken.
Bestimmt habt ihr es mitbekommen: Gestern war ein schwarzer Tag für alle jungen Single-Frauen auf der Welt. Die Hoffnung, ins Britische Königshaus einzuheiraten sind dramatisch gesunken. Bestimmt gibt es schon noch irgendwo einen entfernten Cousin, aber Prinz Harry wäre mir schon lieber gewesen. Den fand ich schon immer ganz schnuckelig (auch wenn ich bei einem Blick auf die Verlobungsbilder von Harry und Meghan leider feststellen musste, dass auch er langsam kahl wird. Die Royals haben bei ihren Haaren irgendwie kein Glück.) So langsam schwinden sie alle dahin, die ehemals begehrtesten Junggesellen: George Clooney, William und Harry. Was kommt denn als nächstes? Justin Bieber heiratet Selina Gomez? Haha, nur ein kleiner Scherz. Justin ist so gar nicht mein Typ. 😉
Tja, kommen wir mal nicht vom Hundertsten ins Tausendste, sondern fangen mit meiner letzten Woche an. Das Referat am Mittwoch war ok, aber so ganz zufrieden war ich nicht. Ich fand, ich kam so unsouverän rüber. Ich weiß nicht, woran es liegt, aber die Referate in der Archäologie machen mich immer viel nervöser als in der Museologie. Vielleicht habe ich da das Gefühl, ich würde mich zu wenig auskennen, obwohl ich mich doch an sich nicht besser in der Museologie auskenne, als in der Archäologie. Wahrscheinlich liegt es daran, dass die anderen zum Großteil im Hauptfach Archäologie studieren und ich da das Gefühl habe, dass ich ihnen als Zweitfächlerin nicht das Wasser reichen kann. Na ja, vielleicht war es auch gar nicht so schlimm und ich gehe viel härter mit mir ins Gericht als es wirklich war. Das Thema war halt auch nicht so dankbar. Aber ich schreibe auch noch eine Hausarbeit dazu, dann werde ich hoffentlich schon keine zu schlechte Note bekommen.
Das Wochenende war so toll. Ich habe es total genossen, so entspannt zu sein und alles, worüber ich mir Sorgen gemacht habe, erledigt zu haben. Außerdem war ich ganz viel im Theater.
Das Mainfrankentheater Würzburg startet zur Zeit eine Petition, bei der sie ein Semesterticket fürs Theater einführen wollen. Das läuft dann so ab, dass jeder Student einmalig im Semester 2 € einzahlt und dann alle Stücke kostenlos ansehen darf (es gibt dann natürlich nur ein begrenztes Kontingent, aber wenn man schnell ist und Glück hat, kommt man kostenlos in alle Stücke).
Wer die Idee gut findet, kann das gerne unterstützen und hier unterschreiben. Das ganze richtet sich aber natürlich an Würzburger Studierende, deswegen weiß ich gar nicht, ob man auch unterschreiben darf, wenn man nicht hier wohnt. Auf jeden Fall gab es zu dieser Unterschriftensammlung die Aktion, dass sich Studierende den November über kostenlos "Was ihr wollt" anschauen können und das habe ich Freitag getan.

Kunst? Oder einfach Lampen...

"Was ihr wollt" ist schon irgendwie ein komisches Stück. Es ist eine Komödie und an vielen Stellen auch irgendwie (oft sehr derbe) lustig, aber gleichzeitig ist diese Verwechslungssache mit Viola und Orsino und Olivia und Sebastian irgendwie ziemlich seltsam und nicht wirklich romantisch. Die kriegen sich zwar am Ende, aber es bleibt doch dieser schale Beigeschmack, dass das irgendwie nur die Notlösung ist und kaum einer wirklich das bekommen hat, was er wollte. Zumindest kam es mir gerade in dieser Inszenierung so vor, aber vermutlich war das ja gewollt. Trotzdem hat mir der Theaterabend sehr gut gefallen.
Samstag war ich gleich nochmal im  Theater. Diesmal in der Aufführung, die ich mir schon letzte Woche anschauen wollte: Krabat. Es war echt cool. Ich mag ja die Geschichte von Krabat sowieso sehr, aber auch wie sie es gespielt haben, hat mir gut gefallen. Richtig cool war das Bühnenbild mit verschiebbaren Bäumen und einem riesigen Mühlrad an der Seite. Auch die Kostüme waren echt schön. Und es kam viel Musik vor. Wirklich eine schöne Aufführung.



Und ich musste ab und an daran denken, dass ich Krabat schon einmal im Theater gesehen habe, mit dem schönen Julian als Lyschko. Dann nutze ich das doch gleich für den heutigen Tagebuch-Rückblick. Ich habe zwei Stellen gefunden:

Mo, 23.03.2015:
"Julian hat uns dann noch zu 'Krabat' eingeladen bzw. hat er gesagt, dass sie da alle mitspielen, dass es fast ein reines Männerstück ist (Kommentar Leni: 'Na da müssen wir ja kommen.') und dass er Lyschko spielt. Und dann meinte er 'Ich würde mich freuen, wenn ihr kommt.'"

So, 12.04.2015:
"Wir waren ja zu 'Krabat' im tjg. (...) Danach haben wir noch eine Weile im tjg rumgestanden, weil wir Julian sehen wollten. Er kam dann auch und hat fröhlich gewunken, als er uns gesehen hat, kam dann zu uns und wir haben ihn umarmt und er hat uns jeweils so ein Luft-Wangen-Küsschen gegeben. Schon ein Süßer, der Julian."

Am Sonntag war ich dann im Gottesdienst, habe gelesen, Hausaufgaben gemacht und geputzt. Abends habe ich dann endlich mal den Dresdner Tatort nachgeholt, den ich schon seit Ewigkeiten anschauen wollte. Die sind immer so düster und traurig am Ende, aber was will man von einem Mordfall auch erwarten.
Gestern war (wie gesagt) ein langer Uni-Tag. Mein Italienischlehrer wirkte etwas gestresst und hatte daher nicht so gute Laune. Ich sollte aber vermutlich auch anfangen, mehr zu üben, dann wird die Prüfung am Ende leichter, aber woher soll ich die ganze Zeit nehmen? Ich fahre übers Wochenende weg und weiß jetzt schon nicht mehr, wie ich alles unter bekommen soll. Es kann daher sein, dass ich den Adventskalender erst Sonntag Abend oder Montag beginnen kann, da ich am Wochenende zum Chor-Probenwochenende bin. Aber dann habt ihr mehr Zeit, euch doch noch dafür zu entscheiden, mitzumachen. 😊
Heute war ich auch schon in der Bib, um das nächste Referat vorzubereiten und danach hatte ich ein Seminar, in dem zwei Referate gehalten wurden, die mich total genervt haben. Es war ja nicht mal so, dass das Thema uninteressant war, aber ich kann Referate nicht ab, bei denen ich das Referat quasi auf der PowerPointPräsentation oder dem Handout mitlesen kann. Dann habe ich immer das Gefühl, ich könnte mich genauso gut vorne hinstellen, die Stichpunkte zu Sätzen formulieren und ab und an mal ein "äh" oder "eben" einfügen, damit es authentischer wirkt. Leute, so macht man doch im Master keine Referate mehr. Bist du nicht mal in der Lage, das, was du in Büchern gelesen hast, in eigene Sätze zu formulieren? Oder warst du einfach zu faul dazu? Und ich brauche keinen Haufen Text auf einer PowerPointPräsentation. Da muss nicht alles stehen, was du mir erzählst. Viel lieber wären mir Bilder, oder meinetwegen mal eine Definition, wenn es nötig ist, aber nicht alle deine Stichpunkte.
Und noch was: Ich habe es gegooglet, weil es mich schon lange stört und meine Version ist laut Internet definitiv richtig (https://www.studienkreis.de/deutsch/vergleiche-wie-als-unterschied/):
Das Wort "wie" in Vergleichen benutzt man nur, wenn das Vergleichsstück gleich ist. Spricht man über einen Unterschied, benutzt man das Wort "als". Ich habe langsam das Bedürfnis, dazu Merkzettel bei uns im Seminarraum auszuhängen, quasi als Hilfestellung für jedes Referat. Es ist mir egal, ob das euer Dialekt ist. Wenn ich noch einmal "größer wie" oder ähnliches auf einem Handout lesen muss, muss ich vermutlich schreien. Sorry, dass ihr das jetzt hier im Blog lesen müsst (wo es vermutlich gar nichts bringt, weil meine LeserInnen den korrekten Gebrauch von als und wie beherrschen), aber manchmal muss ich wichtige Dinge einfach loswerden. 😏
Wenn euch dieser Beitrag trotz meiner Geschimpfes am Ende gefallen hat, dann schreibt mir gerne eure Meinung dazu. Vergesst auch den Adventskalender nicht.
Ich wünsche euch eine schöne Woche und mache mich gleich auf zum Zumba.
Bleibt gesund und behütet.
Liebste Grüße
eure Hannah

Montag, 20. November 2017

Meine Adventskalender-Verlosung

Hey ihr Lieben,

ich bin total knülle, weil ich einen richtig langen Uni-Tag hatte, deswegen kommt heute nur ein kurzer Beitrag. Ich wollte es schon auf morgen oder übermorgen verschieben, aber dann hab ich die hohen View-Zahlen gesehen und musste einfach schreiben. Ihr seid wirklich toll. 😊 Ich war heute von 9 bis 20 Uhr in der Uni und morgen muss ich dringend noch mein Referat für Mittwoch weiter vorbereiten. Ich bin irgendwie total nervös, weil ich noch nicht so richtig weiß, wie ich das Gelesene alles unter einen Hut bekommen soll. Aber irgendwie muss es ja klappen.
Ich habe mir außerdem einen Adventskalender ausgedacht, den ich euch noch vorstellen wollte, denn das klappt nur mit eurer Hilfe. Aber dazu mehr am Ende des Beitrags.
Da habe ich letztes Mal noch geschrieben, dass hoffentlich noch mehr letzte Woche passiert außer der Nacht der Lichter und gleich wurde ich belohnt: Der "Sexiest Man alive 2017" wurde Anfang der Woche gewählt: Blake Shelton wurde von People Magazine gekürt und keiner weiß so wirklich, warum (er selbst wohl am allerwenigsten). Ich finde, er sieht schon ganz nett aus und er kann scheinbar singen. Vielleicht macht ihn auch einfach seine Ausstrahlung sexy. Ich fand auch mal Sascha von The BossHoss total attraktiv 😄. Auf jeden Fall habe ich mich ein bisschen mit den vergangenen Sexiest Men alive beschäftigt und habe mir überlegt, wen ich wohl auf die Liste der SMAs setzen würde. Ja, ich weiß, ich habe mal geschrieben, dass ich Hannes Hermann für einen der Sexiest Men alive halten würde und klar, ich finde ihn super attraktiv und es gibt auch noch mehr Typen, die ich sehr attraktiv finde, aber eigentlich denke ich selten in der Kategorie "Sexy". Für meinen Zumba-Lehrer wäre es wohl das richtige Wort. Er sieht schon echt gut aus. Trotzdem sind die meisten Männer, die ich als sexy bezeichnen würde, für mich nicht wirklich interessant, also in dem Sinne, dass ich mit ihnen ausgehen würde. Klar, sie sind nett anzusehen, aber im Grunde genommen sind es dann doch ganz andere Dinge, die einen Mann für mich interessant machen. Kleine Dinge. Das kann schon der Klang sein, wie er meinen Namen sagt oder wenn jemand meine Bücher zum Kopierer trägt, oder der Moment, bei dem er mir einfach die Hand gibt, um mir beim Klettern über eine Absperrung zu helfen (nicht, dass ich irgendwo unerlaubt rein klettern würde. Die Absperrung stand plötzlich im Weg.). Trotzdem musste ich beim Blick in mein Tagebuch feststellen, dass ich tatsächlich einmal ziemlich verknallt war in einen Typen, den ich mit den Worten "so sexy, dass es mich regelmäßig beinahe aus den Socken haut" beschreibe. Ich hab schon manchmal einen Sinn für Drama in meinem Tagebuch 😉. Na ja, das waren auf jeden Fall meine Gedanken zu dem Thema und weil ich wirklich eine Weile darüber nachgedacht habe, wollte ich sie einfach mal hier mit aufschreiben.
Ansonsten war ich Dienstag beim Zahnarzt und habe mich erfolgreich gegen eine professionelle Zahnreinigung gewehrt. Danach hatte ich zwar ein bisschen das Gefühl, die Ärzte wären weniger freundlich zu mir, aber ich war trotzdem stolz auf mich, dass ich nicht einfach die Zahnreinigung habe machen lassen und mich danach geärgert hätte über die Kosten.
Der Rest der Woche war ziemlich arbeitsreich, denn ich hab ja dieses Referat am Mittwoch. Freitag war ich bis fast 18 Uhr in der Bib. Danach wollte ich eigentlich zu einem Theaterstück gehen, aber es war ausverkauft. Da sie es aber nächstes Wochenende noch einmal spielen, und ich vor habe, da hin zu gehen, will ich noch nicht zu viel verraten.
Samstag war Nacht der Lichter im Würzburger Dom und ich habe im Chor gesungen und es war echt schön. Nach der stressigen Woche tat das gut, mal ein bisschen Ruhe zu haben.


 


Trotzdem war ich leider etwas unzufrieden, weil ich am Wochenende nicht so viel geschafft hatte, wie ich wollte. Dafür hab ich nächstes Wochenende wirklich frei - ohne schlechtes Gewissen (obwohl nach dem Referat ja bekanntlich vor dem nächsten Referat ist). Beim Stöbern in meinen alten Tagebüchern stoße ich immer auch mal wieder auf Einträge über meine Abizeit, in denen ich total überarbeitet und fertig bin. Einmal habe ich tatsächlich ein Gedicht geschrieben, als ich mich über eine schlechte Note geärgert habe (ja, ich weiß, zu viel Drama, aber ich kann nichts dafür 😏). Die letzte Strophe passt wohl im Moment auch ganz gut:

"Und deswegen sag ich mir, dass alles gut geht,
solange in Köln noch immer der Dom steht.
Und denke fest daran:
Es gibt kein Problem, das man nicht mit einem Kamel lösen kann."

So, und jetzt erzähle ich euch noch ganz schnell von meiner Adventskalenderidee und dann gehe ich schlafen. Ich habe viel zu lange für diesen Eintrag gebraucht. Es sollte doch schnell gehen. Ich hab mir gedacht, ich freue mich immer so, wenn ich eure Kommentare, Nachrichten und Views sehe, dass ich euch gerne etwas zurück geben will und habe mir gedacht, dass ich als Adventskalender auf diesem Blog eine kleine Verlosung mache. Da ich aber nur eine arme Studentin bin und keine teuren Dinge verlosen kann, verlose ich etwas viel cooleres: Postkarten (im nächsten Jahr). Ich hab mir überlegt, wenn ich pro Monat zwei Leuten eine Karte schicke, käme ich genau auf 24 und ein Adventskalender hat ja 24 Türchen. Ich würde dann also jeden Tag eine Person und einen Monat ziehen und dann bekommt ihr irgendwann im Laufe des nächsten Jahres hoffentlich Post von mir. Nach Ägypten verschicke ich aber leider keine Karten, da muss ich passen. Wenn ihr da Lust darauf hättet, teilt mir doch auf welchem Wege auch immer mit, dass ihr dabei sein wollt und ihr kommt in den Lostopf. Erstmal müsst ihr mir nur euren Namen sagen. Adressen erfrage ich dann später eventuell. Sollten sich nur zwei Leute melden, habe ich weniger zu tun und werde mir überlegen, wie ich die restlichen Adventskalendertürchen füllen kann. Auf jeden Fall habe ich überlegt, das mit dem Blog zu verbinden und dann vielleicht auch regelmäßiger was kleines zu posten während der Adventszeit, natürlich je nachdem, wie ich es zeitlich schaffe. Sollten sich weitaus mehr als 24 Leute melden, schreibe ich halt mehr Karten 😉. Ich würde mich freuen, wenn ihr mitmacht, auch wenn ihr vielleicht immer nur stumm hier mitgelesen habt.
Was diese Woche alles noch so bei mir geplant ist, verrate ich mal noch nicht, dann wird es spannender. Ich wünsche euch allen eine wunderschöne Woche, hoffe, sie wird nicht so stressig wie meine und melde mich dann vermutlich nächste Woche wieder. Feedback ist natürlich wie immer gerne gesehen (und eine rege Beteiligung am Adventskalender erwünscht. Ich wäre echt traurig, wenn sich nur 2 Leute melden würden).
Bis dahin alles Liebe
eure Hannah

Montag, 13. November 2017

Ich komme ins Fernsehen!

Hey ihr Lieben,

na, alles gut bei euch? Ich bin ein bisschen spät dran, aber Leni und Luki warten sicher schon ganz gespannt auf den Gag, den ich ihnen extra am Wochenende vorenthalten habe, damit sie ihn nicht schon kennen, wenn ich ihn im Blog benutze und morgen hätte ich auch nicht wirklich Zeit zu schreiben. Ja, so weit ist es schon mit mir gekommen, dass ich die Woche über Gags sammle, die ich dann Montag niederschreiben kann. 😉 Wer weiß, wer meinen Blog alles unerkannter Weise liest. Da muss ich ja einen guten Eindruck machen. Ich warne euch aber schon mal vor: Der Witz ist recht flach, aber ich fand ihn trotzdem witzig.
Ich habe euch auch letzte Woche schon etwas verschwiegen, was ich Montag schon wusste, aber im Zuge der Spannung wirkt es jetzt wesentlich besser: Ich komme ins Fernsehen. Am Dienstag war das Bayrische Fernsehen bei unserem Zumba-Kurs dabei und hat uns gefilmt. Anna und ich haben Montag schon rumgescherzt, wo wir denn jetzt auf die schnelle noch farblich passende Klamotten herbekommen sollen (bei der ersten Zumba-Stunde waren nämlich so vier Mädels dabei, die alle das gleiche pinke Oberteil an hatten). Als wir dann Dienstag Abend in der Halle ankamen, fiel sofort auf, dass ganz ungewohnt viele Männer da waren. Wir meinten dann, die wurden vermutlich extra fürs Fernsehen eingeladen, damit es nicht aussieht, als wäre Zumba ein reiner Frauensport (dabei haben wir sogar einen männlichen Instructor im Team). Einer der Männer war der Moderator, der mit uns mittanzen musste. Gleich am Anfang hat er die Begrüßung direkt aus der Menge gemacht und wer stand natürlich direkt hinter ihm? Ich. 😊 Viele der Mädels wollten nicht im Bild sein und mir war es egal (bin ja ein alter Hase im Fernsehgeschäft 😉) und außerdem stand er halt einfach bei uns in der Nähe. Wird sicher witzig aussehen, wie ich konzentriert nicht in die Kamera schaue. Ich fand es spaßig mit dem Filmteam und mittlerweile komme ich auch echt ganz gut mit bei den Tänzen. Der Moderator hat sich hingegen sehr zurückgenommen und nur wenn die Kamera an war, mitgemacht. Wollte vermutlich nicht total fertig aussehen am Ende. Im Januar kommt es im Fernsehen und dann kann man es auch in der Mediathek ansehen. Natürlich halte ich euch auf dem Laufenden und poste den Mediathek-Link hier im Blog, wenn ich ihn habe.
Mittwoch und Donnerstag war ich in der Uni und arbeiten. Einer der Aufseher vom Museum fragt mich jetzt immer, wenn ich nach Hause gehe "Gehst du schon?". Das stresst mich ein wenig. Ich hab nicht so viele Stunden, ich darf nach Hause gehen. Donnerstag meinte er aber auch am Anfang, wie lange ich bleiben würde und dann meinte ich bis ca. um 2. Und als ich dann 20 nach 2 an ihm vorbei kam, meinte er "Du hast doch gesagt, bis um 2 und jetzt ist es schon halb 3." Seht ihr, was für einem Rechtfertigungs-Druck ich ausgesetzt bin? 😉 Eigentlich sind die Leute von der Kasse aber alle ziemlich lustig.
Donnerstag Abend war Herbstfest in der Museologie und wer wollte, konnte sich Halloween-mäßig verkleiden. Eigentlich bin ich ja kein Fan von Halloween, aber da wir Organisatoren des Festes ja mit gutem Beispiel voran gehen sollen, habe ich doch noch überlegt, als was ich mich verkleiden könnte.
Nachdem mir ein Luther-Kostüm doch etwas zu aufwändig war, kam mir Donnerstag früh dann der Geistesblitz: Ich gehe einfach als klassisches Gespenst.


Obwohl ich ziemlich begeistern von der Idee war und das Laken auch ziemlich bequem war, habe ich es dann doch gelassen, weil Glühwein ja so fiese Flecken macht. Ich bin stattdessen dann einfach als Süßes gegangen - also so wie immer 😊 (versteht ihr, wegen Süßes oder Saures? Hihi, ich finds irgendwie witzig.) Das Fest war nicht so gut besucht, aber der Glühwein und die Waffeln waren lecker und es war ein netter Abend.

Freitag bin ich dann mit dem Zug nach Dresden gefahren... in der ersten Klasse. Ich hatte einen Gutschein, der mich zu einer sehr günstigen Fahrt in der ersten Klasse berechtigte und den habe ich für die Fahrt eingesetzt. So richtig mit Sitzplatzreservierung und Essen, das einem an den Platz gebracht wurde. (Ich habe vorher glaube ich noch nie etwas zu Essen im Zug bestellt, aber ich hatte so Hunger auf etwas Herzhaftes und nur süße Waffeln dabei. Es hat auch echt gut geschmeckt, auch wenn es jetzt nichts so besonderes war, nur so ein warmes Käse-Schinken Baguette. Und dafür war es recht teuer, aber ich hab es trotzdem nicht bereut.) Freitag Abend war ich bei der Krippenspielprobe und freue mich jetzt schon sehr auf Weihnachten. In Reichenberg wird dieses Jahr das Krippenspiel aufgeführt, das Leni geschrieben hat und das ist einfach richtig gut.
Samstag habe ich vormittags geholfen, den Park hinter der Kirche fürs Martinsfest vorzubereiten. Da mussten wir das ganze Laub wegräumen, das der Sturm vor zwei Wochen herunter geweht hat. Das hat richtig Spaß gemacht. Es hat mich daran erinnert, dass wir, als ich noch kleiner war und wir noch in Falkenstein gewohnt haben, immer mal beim Friedhofs-Einsatz mitgeholfen haben, bei dem man auch immer Laub wegfegen musste. Und manchmal durften wir auf dem Auto mitfahren, das die ganzen Laubhaufen dann eingesammelt hat. Das war besonders spaßig. Und dazwischen in der Pause gab es immer belegte Brötchen, aber die waren meistens mit Butter und das mochte ich nicht. Trotzdem war ich immer gerne beim Friedhofseinsatz dabei.
Samstag Nachmittag kamen Leni und Luki und wir sind dann zusammen in die Stadt zum Theater gefahren.


Ich habe mich echt sehr auf der Stück gefreut und war danach ein bisschen enttäuscht. Nicht so ein "Warum habe ich überhaupt Geld dafür ausgegeben"-Enttäuscht, sondern eher ein "Schade, da hatte ich mir mehr erhofft"-Enttäuscht, aber trotzdem enttäuscht. Und das ist echt super selten, dass ich ein Stück vom Staatsschauspiel so negativ bewerte. Mir war es irgendwie zu schnell und zu flach und die Figuren, die ich eigentlich so mag, kamen gar nicht richtig bei mir an. Dabei haben ja sogar die Schauspielstudenten gespielt. Die Party danach war auch ziemlich lahm und wir sind nicht so lange geblieben. Die Sächsische Zeitung schreibt heute auch nicht so positiv über das Stück. Der eine Satz aus der Kritik hat mich dann aber doch sehr amüsiert: "Selbst, wer regelmäßig ins Staatsschauspiel geht, dem sagen die Namen Wilms und Eckardt nichts." Bitte??? Wer behauptet denn so was? Natürlich kenne ich die Namen aller Schauspielstudenten. Immer diese Lügenpresse. 😁Also Herr Thiele hätte so was nicht geschrieben.
Sonntag ging es für mich dann wieder zurück nach Würzburg. Ich hatte erst Angst, nicht anzukommen, weil mein Zug Verspätung hatte und mein Anschluss gefährdet war, aber der andere Zug hatte auch Verspätung und so bin ich doch noch angekommen. Heute hatte ich wieder nur Italienisch. Es fordert mich schon ganz schön, weil man auf so viel Gleichzeitig achten muss. Vor allem so Hörtext-Aufgaben finde ich schwierig. Daran bin ich nach Jahren voller Latein und Altgriechisch doch gar nicht mehr gewöhnt. Aber zugleich bin ich total ungeduldig und würde am liebsten jetzt schon so viel mehr sagen können. Es macht trotzdem Spaß und die Anfangsphase beim Sprachen lernen ist ja immer so ein bisschen nervig, aber wenn man es dann kann, freut man sich doch darüber. Ich habe heute schon "Wir sind Zwillinge" auf Italienisch gesagt. 😊
Den Rest des Tages habe ich ganz entspannt verbracht, denn morgen geht der Ernst des Lebens wieder los. Mein Seminar fällt zwar aus, weil mein Prof gerade in Kairo ist, aber ich habe morgens einen Zahnarzttermin und muss dann weiter ein Referat für nächste Woche vorbereiten. Abends ist dann wieder Zumba (diesmal wieder ohne Filmteam). Nächstes Wochenende verbringe ich dann tatsächlich mal wieder in Würzburg. Ich war ja echt viel unterwegs in der letzten Zeit. Samstag ist Nacht der Lichter. Da freue ich mich schon darauf. Ich hoffe, sonst passiert auch noch irgendwas anderes halbwegs interessantes in der Woche, sonst könnte der nächste Eintrag ziemlich eintönig werden. Wir werden sehen. Mir fällt schon was ein. Den Tagebucheintrag lasse ich heute weg. Ich hab ja schon ein wenig vom Friedhofseinsatz erzählt. Das muss reichen. 😉 Eure Postkarten sind noch nicht bei mir angekommen, aber im Zweifelsfall reicht mir auch ein netter Kommentar darüber, wie euch dieser Beitrag gefallen hat. Ich freue mich wirklich sehr über Feedback.
Passt auf euch auf und lasst euch nicht einschneien (gestern hat es tatsächlich in Würzburg geschneit. Da war ich aber noch in Dresden) und allen, die diese Woche heiraten wünsche ich eine wunderschöne Hochzeit und die besten Wünsche für die gemeinsame Zukunft. 💝
Alles Liebe aus Würzburg
eure Hannah

Montag, 6. November 2017

Eine Zukunft für den Käfersong?

Hey ihr Lieben,

das ist doch nicht zu glauben, oder? Diese malebox-Jungs sind ja wie die Trüffelschweine kaum schreibt man mal was über sie. Na ja, ich hätte es nicht geschrieben, wenn ich mich nicht insgeheim freuen würde, dass sie (ohne dass ich irgendeinen Hinweis gegeben habe) auf den Eintrag gestoßen sind. Und die Reaktionen waren ja auch echt witzig. Was ich mich dann natürlich trotzdem frage: Lesen sie echt regelmäßig meinen Blog oder war es Zufall? Vielleicht schauen sie nur immer mal so drüber und sind am Wort malebox hängen geblieben. Oder das Bild mit dem Weinglas hat sie angezogen. 😉 Ich meine, so spannend ist es doch eigentlich gar nicht, über meinen Alltag zu lesen. Vor allem der letzte Beitrag war meiner Meinung nach relativ langweilig. Aber ich freue mich natürlich trotzdem sehr, dass mein Blog gelesen wird. Und es gab keine Witze auf meine Kosten beim letzten Konzert (leider auch kein erneutes „sexy anzwinkern“ , obwohl ich mir bei dem einen Lied fast sicher war, dass Alex mich angesungen hat, aber das hatte in diesem Moment wohl jede Frau im Raum. Da muss es irgendeinen Trick geben, alle anzuschauen und jede fühlt sich angesprochen. Nennt sich glaube ich Mona-Lisa-Effekt.)
Ich hatte ein super schönes Wochenende in Berlin. Die Woche davor war wenig los, denn Dienstag und Mittwoch waren ja frei und da ich krank war, bin ich einfach zuhause geblieben und habe mich ausgeruht. Ich hatte auch extra Süßigkeiten gekauft, falls Dienstag Abend jemand bei mir klingelt, aber es kam keiner (insgeheim habe ich das schon erwartet, aber ich dachte mir, ich könne das Zeug ja immer noch selber essen, wenn keiner kommt.😊 ) Freitag bin ich mit dem Fernbus nach Berlin gefahren. Wir haben in einer air-bnb Wohnung in Charlottenburg übernachtet, die direkt neben dem Schloss liegt und auch echt günstig war. Der Gastgeber war ein netter älterer Mann, der mir zur Begrüßung erst Mal ein Päckchen Saft und eine Flasche Wasser geschenkt hat. Das fand ich sehr nett. 
Der Blick aus dem Fenster bei Tag...
... und abends.

Abends war ich ja beim Escape-Game und davor bin ich einfach ein wenig durch die Stadt gelaufen. Das war witzig. Ich wollte eigentlich nur von der U-Bahn in die S-Bahn umsteigen, aber dann bin ich in die falsche Richtung gelaufen und habe den Eingang zur S-Bahn nicht gefunden und da ich eh so viel Zeit und etwas Lust auf Bewegung hatte, bin ich einfach losgelaufen und habe mich durch die Stadt treiben lassen.

Ich genieße es immer sehr, mal wieder in Berlin zu sein. Und so bin ich 2 Stunden einfach nur hin und her gelaufen, den Kudamm entlang und dann mal abgebogen und wo anders lang gelaufen. Irgendwann war mir dann sehr kalt und dann bin ich einfach in einen Bus eingestiegen, der mich in die Innenstadt gefahren hat. Ich wollte nämlich noch was essen vor dem Escape-Game und neben der Uni kannte ich wenigstens ein paar Restaurants. Und wie ich da so an meiner alten Uni vorbei laufe, läuft mir doch tatsächlich ein alter Freund von mir über den Weg, den ich aus der Uni kannte. Das war so witzig und verrückt, weil wir uns nicht getroffen hätten, wenn ich nicht mein zielloses Umherstreifen genau in dem Moment abgebrochen und einen Bus eher oder später genommen hätte oder wenn ich einen anderen Weg gegangen wäre. Ich hab mich auf jeden Fall sehr darüber gefreut.
Das Escape-Game hat richtig viel Spaß gemacht. Es war an Indiana Jones angelehnt und es gab ein paar echt coole Rätsel. Zwischendurch wurde ich sogar in einer Zelle eingesperrt und konnte erst durch ein Opfer wieder befreit werden 😉. War echt cool und ich war fast etwas enttäuscht, als wir dann frei waren. Wir waren auch relativ schnell und haben nur etwa eine halbe Stunde gebraucht. Ich hatte auch den Eindruck der Game-Master hat uns schon recht viel geholfen, aber vielleicht waren wir auch einfach schlau und ein gutes Team. 😉

Danach waren wir noch vietnamesisch Essen und obwohl ich vorher noch eine große Portion Nudeln gegessen hatte und eigentlich papp-satt war, konnte ich ja nicht als einzige nichts essen und habe dann noch einen Bananenpudding bestellt und die Portion war einfach mal riesig. Auf dem Weg zu dem vietnamesischen Restaurant sind wir noch an einem Haus vorbei gelaufen, das von zwei Polizisten bewacht wurde. Das war ein bisschen gruselig. Die haben uns auch ganz finster angeschaut. Könnte aber auch daran gelegen haben, dass wir auf der Straße gelaufen sind. Ich meinte sogar noch ganz großspurig, wie Gangster-mäßig wir wären, weil wir eiskalt auf der Straße laufen, obwohl da ein Polizeiauto steht. Dann haben wir die Polizisten gesehen und sind ganz kleinlaut auf den Fußweg gewechselt. War ein wenig peinlich. 😏
Am Samstag habe ich erst Mal ganz in Ruhe ausgeschlafen und war dann etwas im Schlosspark spazieren. Da war richtig viel los, weil es so sonnig war und ganz viele Jogger unterwegs waren. Ein paar Wege waren auch noch abgesperrt und an vielen Orten lagen Äste und zersägtes Holz herum wegen des Sturms letzte Woche. Trotzdem war es sehr schön. Charlottenburg ist eines meiner Lieblingsstadtteile in Berlin und der Schlosspark ist ja echt riesig. Wenn ich dort wohnen würde, würde ich wahrscheinlich auch dort joggen gehen.


Danach bin ich in der Nähe des Tempelhofer Felds verabredet gewesen und weil ich noch Zeit hatte, war ich gleich noch mal kurz auf dem Tempelhofer Feld (und kam dann zu spät zu meinem Treffen, weil ich mich mit dem Weg total verschätzt hatte 😊). Dafür habt ihr jetzt ein Foto von mir auf dem Tempelhofer Feld.


Ich war dann mit einem Freund im Knofi auf der Bergmannstraße essen. Davon hatte ich mal in einem Buch gelesen und wollte es mal testen. Ich hatte so einen Türkischen Crêpe gefüllt mit Spinat und Käse und dazu Hummus, Tzaziki und so eine Chili-Walnuss-Creme. Das war mega lecker. Danach waren wir noch in einem ziemlich coolen Second-Hand Buchladen, der total voll gestellt war und irgendwie Charme hatte, und danach auf dem Flohmarkt.
Später habe ich Leni vom Bahnhof abgeholt und wir waren schon total aufgedreht und haben uns ständig Anekdoten von ehemaligen Konzerterlebnissen erzählt. Wir sind dann auch echt zeitig los und waren eine Stunde zu früh da und haben uns dann noch die Zeit vertrieben, indem wir lustige Spiele gespielt haben, zum Beispiel ein Münzen-Zielscheiben-Schnippen (ich habe natürlich gewonnen 😁).


Wenn ich jetzt ausführlich darüber schreiben würde, wie das Konzert war, wäre ich morgen noch nicht fertig (und es würde mich von der coolen Bloggerin zum aufgedrehten Fangirl machen und das muss ja nicht sein 😉). Es gibt schon einen ausführlichen Tagebucheintrag dazu und selbst da habe ich das Gefühl, die Hälfte vergessen zu haben. Es war toll: an manchen Stellen super lustig, dann wieder etwas emotional (aber ich habe nicht geweint. Darauf bin ich sehr stolz 😉) und es gab kein riesiges Zelebrieren des letzten Liedes. Es war einfach ein schönes Konzert. Und danach gab es eine tolle Aftershow-Party mit netten Gesprächen, Pizza, einem niedlichen Barmann und Berliner Luft. Und es gibt vielleicht eine Zukunft für den Käfersong. Das ist ein Lied, das die Jungs einmal bei einem Konzert gesungen haben und das total süß und romantisch war. Leni fand es damals super und deswegen wollten wir es unbedingt noch mal hören, aber es wurde von den Jungs aus dem Programm geschmissen. Seitdem sind Leni und ich in der #SupportgruppeKäfersong und haben jedes Mal gebettelt, dass sie es doch nochmal für uns singen sollen. Haben sie leider nicht. Freddy hat uns aber erzählt, dass es vielleicht in Zukunft eine Möglichkeit gibt, seine unveröffentlichten Lieder doch noch zu hören zu kriegen und da hoffen wir natürlich darauf, dass wir den Käfersong in einigen Jahren doch noch einmal auf CD in den Händen halten können. Wir werden das weiter verfolgen, Freddy. Mach dich darauf gefasst, zu deinem Geburtstag jedes Jahr unter den Geburtstagsgrüßen die Frage zu lesen, wie es mit dem Käfersong steht. 😉
Ach Mensch, Jungs, ihr werdet mir fehlen. Aber ich hoffe darauf, dass wir uns wiedersehen. Wer weiß, vielleicht laufe ich bei meinem nächsten Berlin-Besuch ja dann einem von euch zufällig über den Weg. Oder ihr kommt mal in Würzburg vorbei. Ich würde euch dann auch Kekse backen, wenn ihr vorher Bescheid sagt. 😊

Sonntag bin ich dann mit dem Fernbus zurück nach Würzburg gefahren. Das ist immer etwas anstrengend, weil man dann den halben Tag unterwegs ist, aber es gab keine günstigen Züge mehr und ich bin ja gut wieder zuhause angekommen.
Heute hatte ich dann wieder Uni. Das ist echt verrückt mit dem Montag dieses Semester. Eigentlich ist Montag ja bei mir der Hammertag mit 3 Veranstaltungen, aber außer ganz am Anfang des Semester habe ich irgendwie nie alle drei Veranstaltungen am gleichen Tag, weil ständig etwas ausfällt: letzte Woche waren es die letzten beiden Seminare, diese Woche war es Italienisch, nächste Woche sind es schon wieder die letzten beiden Seminare. Ich weiß nicht, wer das abgestimmt hat, aber mir gefällt's. 😊 Diese Woche ist wieder einiges los bei mir. Am Donnerstag ist Herbstfest in der Museologie. Da gibt's dann Waffeln und Glühwein. Wird bestimmt nett. Am Freitag fahre ich dann nach Dresden und Samstag gehen Leni, Luki und ich zur Premiere von "Herr der Diebe" ins Theater. Darauf freue ich mich schon sehr. Herr der Diebe war damals einer meiner Lieblingsfilme. Ich hatte sogar lange Zeit das Plakat im Zimmer hängen, weil ich den Skipio-Darsteller so hübsch fand. Skip ist ja auch einfach eine coole Rolle. Ich bin schon sehr gespannt, wie der Skip im Theaterstück so ist. Er wird von einem Schauspielstudent gespielt und ich kann mir jetzt schon richtig gut vorstellen, dass er super zu der Rolle passt. Freue mich auf jeden Fall, mal wieder zu einer Premiere zu gehen. Die Partys danach machen immer ziemlich viel Spaß.
Heute gibt es mal einen alten Tagebucheintrag, der gar nicht zu diesem Eintrag passt, aber ich bin gerade auf ihn gestoßen und fand ihn witzig. Außerdem lesen mehrere der Personen, die hier erwähnt werden, sogar regelmäßig meinen Blog. Rechtschreibung und Kommas habe ich nicht korrigiert. Das steht da alles wirklich so. 😁

Sa, 08.03.2008:
"Hey Dud!
Heut war es lustig. Wir nerven jetzt immer Herrn Mempel. Das is so cool. Er hat gesagt wir könnten ihn Herrn Mempel nennen aber dann müssten wir auch seine Majestät sagen und einen Knicks machen. Machen wir natürlich. Freu mich auf JG! Leni hat heute behauptet die Kruzis wären bestimmt ganz fesche Kerle und Sophie hat gesagt "Ja die sind so fesch das man es gar nicht aushält." Das war lustig 😊 *kicher*! Morgen gehts wieder heim.
Ciao deine Hannah"

Zu meiner Verteidigung muss ich sagen, dass wir ihn nie böswillig genervt haben. Das war eigentlich alles nur ein Zeichen, dass wir ihn mochten. Und natürlich kenne ich den Unterschied zwischen das und dass. Ich haue es trotzdem immer noch ab und an durcheinander. 😏
Ich hoffe, euch hat dieser Beitrag gefallen. Ich finde, er ist ziemlich lustig geworden, aber das müsst ihr entscheiden. Schreibt mir gerne eure Meinung in die Kommentare oder teilt sie mir anderweitig mit. (Eine Postkarte wäre auch mal wieder nett. 😉)
Vielen Dank an alle, die immer so treu lesen und kommentieren. Bleibt behütet und passt auf euch auf. Ich melde mich dann nächste Woche wieder (vermutlich wird es wieder der Montag werden).
Bis dahin alles Liebe
eure Hannah

Dienstag, 31. Oktober 2017

Ciao a tutti

Hallo ihr Lieben,

und schon wieder beginnt mein Eintrag mit einer Entschuldigung. Ich weiß, ich hatte eigentlich angekündigt gestern Abend zu schreiben, aber dann musste ich unbedingt noch mein Buch fertig lesen und bin deswegen nicht mehr dazu gekommen. Aber ich habe mich schuldig gefühlt, dass ich meine Bedürfnisse über die Bedürfnisse meiner Leser stelle. Ich hoffe, ihr nehmt es mir nicht übel.
Leider habe ich mir wohl am Wochenende eine Erkältung zugezogen. Gestern habe ich trotz Heizung und warmem Pulli gefroren und ich bin auch ein wenig verschnupft. Deswegen verbringe ich den Tag heute gemütlich im Bett mit Schal, heißem Tee und jede Menge Taschentücher. Am Wochenende muss ich nämlich wieder fit sein, weil ich da nach Berlin fahre. Zum Glück habe ich ja heute und morgen frei. Wenn es mir heute Abend gut geht, gehe ich aber vielleicht noch zu einem Reformationsgottesdienst, schließlich muss ich das ja würdigen, wenn ich schon mal am Reformationstag frei habe.
Die letzte Woche war echt viel los. Ich war zu vielen Vorträgen von den ägyptischen Gastdozenten. Der Montag war ein besonders voller Tag. Da hatte ich Italienisch und direkt danach noch zwei Seminare, also eh schon von 10-18 Uhr Uni und danach war ich noch bei einem Vortrag. Italienisch ist echt cool. Irgendwie hat man ja schon so ein bisschen ein Gefühl für die Sprache, aber ich haue trotzdem noch ziemlich viel durcheinander. Unser Lehrer ist sehr witzig. Er spricht uns alle mit Vornamen an und wir dürfen ihn auch duzen. Letzte Woche Montag meinte er dann, dass das H am Anfang eines Wortes im Italienischen stumm ist und dann hat er gesagt: "Deswegen haben wir auch ein Problem mit Hannah. ... Also mit ihrem Namen." 😁 Erste Woche Italienisch und schon hat mein Lehrer ein Problem mit mir. Dabei bin ich doch eigentlich ganz nett. 😉
Nach dem Vortrag am Montag Abend war ich dann noch mit einigen Dozenten aus der Museologie und der Ägyptologie und den Ägyptern im Bürgerspital. Ich war aber nicht die einzige Studentin, die dabei war. Die Dozenten haben alle eingeladen. Es waren dann trotzdem eigentlich nur die dabei, die auch die Ägypter schon ein bisschen kannten. Das Bürgerspital ist ein ziemlich schicker Laden und bekannt für seinen guten Wein. Ich habe einen Rotling getrunken, der wirklich sehr lecker war. Er hat nach Himbeeren geschmeckt.

Abends war ich dann aber auch schon ganz schön k.o. Dienstags habe ich eigentlich nur nachmittags ein Seminar, aber letzte Woche war ich ausnahmsweise mal vormittags arbeiten, weil wir Mittwoch (wo ich sonst eigentlich gearbeitet hätte) etwas mit Dr. Mary unternehmen wollten. Abends hatte ich dann wieder Zumba. Dieses Mal war ich nicht alleine, sondern mit drei anderen Museologinnen dort und es war schön, Leute zu kennen. Ich bin auch echt besser mitgekommen. Ich glaube, das wird jedes Mal besser, weil es oft ja auch die gleichen Choreographien sind. Ja, Zumba ist schon ziemlich anstrengend. Ich könnte eigentlich direkt nach jeder Choreo an den Rand gehen und was trinken, mache ich aber nicht, weil es dann oft auch direkt weiter geht. Letzte Woche haben wir richtig viele Sachen gemacht, bei denen man so leicht in die Knie gehen musste und schon nach einer halben Stunde wollten meine Beine eigentlich nicht mehr so, wie ich wollte und die nächsten Tage hatte ich ganz schön Muskelkater in den Oberschenkeln.
Mittwoch hatte ich ein Seminar und danach war ich mit den beiden Mädels, mit denen ich in Kairo war, und Dr. Mary Pizza essen. Wir konnten sogar noch draußen auf der Terrasse sitzen und die Pizzen waren echt riesig. Da können wir auch mal zusammen hin, wenn Leni mich mal besucht. 🍕

Abends hatte ich noch Chor. Donnerstag war ich arbeiten und Abends hatten wir FSI-Sitzung. Das ist immer nett. Wir waren in einer Kneipe und dann kamen auf einmal zwei Gesellen auf Wanderschaft rein (ihr wisst schon, die mit den coolen Schlaghosen und Jacken) und haben Geld gesammelt für ihre Wanderschaft und ein Nachtlager. Ich finde so was ja total cool und habe ihnen vermutlich viel zu viel Geld gegeben, aber das hat einfach noch so was traditionelles, das hat irgendwie Stil.
Freitag bin ich nach Hause gefahren und war Abends noch mit Papa im Theater zu Hexenjagd. Das war ein ziemlich düsteres Stück, hat mir aber gut gefallen. Es war echt spannend. Nur die eine Darstellerin fand ich anfangs nicht so gut, die hat sich dann aber noch gesteigert.

Samstag habe ich mir die Haare schneiden lassen (Ja, ich wollte sie wirklich schon wieder kürzer haben) und mit Mama mein altes Zimmer etwas aufgeräumt und ausgemistet und abends haben wir gemütlich ein Familienspiel gespielt (ich habe gewonnen, auch wenn ich das nie gedacht hätte). Sonntag bin ich ziemlich früh morgens wach geworden, weil ich den Sturm draußen gehört habe. Das war schon ein bisschen beängstigend, wie der gepeitscht hat. Morgens haben wir dann festgestellt, dass er bei einem Baum auf dem Friedhof neben der Kirche auch ziemlich dicke Äste abgeknickt hat. Das sah total krass aus. Die hat es richtig abgerissen. Echt heftig, was so ein Sturm alles kann. Zum Glück ist aber niemandem etwas passiert und auch nichts großes beschädigt wurden. Ich war nachmittags dann noch mit Papa beim Fußball und der Anpfiff musste wegen des Sturms um 2 Stunden verschoben werden. So hatten wir dann aber tatsächlich wieder gutes Wetter und es gab sogar einen blauen Himmel. Es wurde dann nur ein wenig kalt, weswegen ich vermutlich ja auch krank geworden bin. Das Spiel selber war in den ersten 30 Minuten echt schön. Und es stand auch in der Halbzeitpause 1:0 für Dynamo. Leider haben sie dann aber ziemlich nachgelassen und den Ball nur noch uninspiriert in der Abwehr hin und her gekickt. Das war echt ein totales rumgegurke. So was habe ich noch nie gesehen. Als hätte ihnen keiner gesagt, was sie machen sollen, wenn die Gegner alle in der eigenen Hälfte stehen. Leider ging es dann nur 1:1 aus. Da wäre mehr drin gewesen.



Ich bin dann abends noch mit dem Zug zurück nach Würzburg gefahren. Zum Glück war meine Strecke von den zahlreichen Sperrungen wegen des Sturms nicht betroffen. Der Zug war zwischen Dresden und Leipzig aber ungewöhnlich leer und viele reservierte Plätze blieben unbesetzt. Na ja, so hatte ich mehr Platz. Auch nicht schlecht. 😉

Gestern hatte ich nur Italienisch, weil die anderen beiden Kurse ausgefallen sind. Überhaupt ist die Woche sehr entspannt. Ich habe nur noch Donnerstag eine Vorlesung und dann kann ich Freitag nach Berlin fahren. Gestern Abend habe ich noch den Fehler gemacht, 18 Uhr noch einkaufen zu gehen. MERKE! Niemals an einem Tag vor zwei Feiertagen erst Abends einkaufen gehen. Ich stand 45 Minuten an der Kasse. Die Schlange zog sich durch den ganzen Laden. Ich fand das jetzt selber gar nicht so schlimm. Ich hatte Zeit und wenigstens war es warm und es lief schöne Musik im "Penny Live" Radio (Das ist keine Produktplatzierung. Ihr dürft selbstverständlich einkaufen gehen, wo ihr wollt. 😉), aber braucht man jetzt auch nicht jede Woche.
Jetzt genieße ich erst Mal zwei ruhige Feiertage um mich auszukurieren. Ich hatte zwar überlegt, morgen arbeiten zu gehen, aber so richtig Lust habe ich nicht und vielleicht bleibe ich lieber zuhause. Ich muss schließlich am Wochenende wieder fit sein. Am Samstag steigt das große malebox-Abschiedskonzert (meine Lieblingsband löst sich auf 😭) und Freitag Abend bin ich mit Freunden zum Escape-Game verabredet. Ich glaube, das wird ein richtig schönes Wochenende und es gibt eine große Party zum Abschied.
Heute gibts einen Tagebucheintrag zu einem malebox-Konzert, den ich gerade gefunden habe. Das war eines der ersten Konzerte von ihnen, bei denen ich war, und ich kannte sie noch nicht so gut:

So, 27.04.2014
"Wie gute Musik die Stimmung hebt, ist schon toll. Ich war heute echt unzufrieden, weil ich wenig für die Uni geschafft habe (dafür viel für Lenis Geschenk) und dann war ich bei einem a-cappella Benefizabend und es war toll. malebox sind dort aufgetreten, Alex hat mir Hallo gesagt, mich angelächelt und mich mehrfach sexy angezwinkert, Arne hat am Ende "Ciao" gesagt. Sie sind so super. Alex und Arne haben nach dem malebox Auftritt noch bei einer anderen ganz neuen Gruppe namens Stadtgebeat mitgesungen. Die hatten so Hall auf den Mikros, was ziemlich cool klang und Arne hatte so ne schicke Mütze auf."

"Mehrfach sexy angezwinkert" 😁. Könnte peinlich werden, wenn einer der malebox-Jungs meinen Blog liest. Aber ich stehe dazu, ein Fangirl zu sein und die wissen ja alle von ihrer Wirkung auf Frauen. Es gibt sogar ein Lied darüber. https://www.youtube.com/watch?v=0d8I3i9XY_8
Ich melde mich dann nach dem Wochenende wieder (vielleicht Sonntag oder Montag) und berichte, wie das letzte Konzert war. Ich hoffe, bis dahin bin ich wieder gesund. Ich freue mich wie immer über eure Kommentare und Nachrichten.
Bleibt gesund und genießt den freien Tag.
Beste (wenn auch leicht verschnupfte) Grüße von eurer
Hannah

Samstag, 21. Oktober 2017

Unter Erstis

Hey ihr Lieben,

da bin ich schon wieder mit einer Menge Geschichten, Gedanken und Fotos im Gepäck. Vielen Dank für alle Kommentare zu meinem letzten Eintrag. Offo war übrigens keine Geschichte von uns, sondern wir hatten am Rathaus gelesen, dass die Stadt Offenburg von einem Mann namens Offo gegründet wurde und fanden das damals so witzig. Ein anderer Insidergag war "teilweise schön". (Das geht darauf zurück, wie Leni, als wir in den Bahnhof eingefahren sind, meinte "Ist aber schön hier...". Dann schaute sie sich um, und um den Bahnhof herum war es eigentlich nicht sonderlich schön. "Na gut, teilweise schön.") Das war so lustig, so super lustig, da hätte man wahrscheinlich dabei sein müssen. (Ok, ich höre ja schon auf, euch mit Insidern zu nerven. 😉 Das gerade war eine Zeile aus einem Lied vom Konzert gestern. Ach, guckt mal: Ich hab sogar ein Youtube-Video zu dem Lied gefunden. Da müsst ihr euch nicht so ausgeschlossen fühlen: https://www.youtube.com/watch?v=gz5k0254yPo)
So, jetzt fangen wir aber mal mit den wichtigen Themen an. Meine letzte Woche war seltsam voll und trotzdem entspannend. Ergibt das irgendwie Sinn? Es ist viel passiert, aber irgendwie gut verteilt, so dass ich trotzdem noch sehr viel Freizeit hatte. Ich muss ja letzte Woche Donnerstag beginnen, denn da habe ich letztes Mal aufgehört. Donnerstag und Freitag waren Ersti-Tage bei uns, die wir von der Fachschaftsinitiative (in der ich ja Mitglied bin) mit organisiert haben. Am Donnerstag haben wir da einen Ausflug nach Kitzingen gemacht und uns das deutsche Fastnachtsmuseum angeschaut. Ich hatte ja bisher nicht viel mit Fastnacht oder Karneval zu tun, aber wir hatten eine ziemlich coole Führung von einem sehr witzigen Rheinländer, so dass ich echt gut reingekommen bin. Das Museum ist finde ich ziemlich gut gemacht: Informativ und hübsch anzusehen. Die neuen Erstis wirkten auch sehr nett. War insgesamt ein sehr gelungener Ausflug.
Das ist von Innen viel größer, als es von Außen aussieht.


In diesem Turm war das Museum früher untergebracht. Ja, er hat ein schiefes Dach. Das muss so.
Am Freitag haben wir dann die Erstis zu einem Frühstück in die Räume der Museologie eingeladen. (Ja, ich gebe zu, dass ich die Idee aus Berlin geklaut habe. Aber es ist auch wirklich eine gute Gelegenheit, Leute kennen zu lernen und schon mal ein paar wichtige Infos weiterzugeben und Fragen zu beantworten.) Wir hatten am Ende zwar super viel Essen übrig, aber es hat Spaß gemacht.
Das Wochenende habe ich es mir noch mal richtig entspannt gut gehen lassen. Ich war in der Bibliothek und habe mir in der Stadt noch eine Wanderausstellung angeschaut, die uns unser Prof empfohlen hatte, weil es mal eine andere Art Wanderausstellung war, die sehr interaktiv aufgebaut war. Es ging um Sexuell übertragbare Krankheiten, war also mehr so eine Aufklärungsausstellung, war aber echt ganz interessant aufgebaut mit vielen Möglichkeiten zur Kommunikation mit den Besuchern und es gab sogar einen Fotoautomaten. 👍

Den Rest des Wochenendes habe ich dann gechillt und mich mental auf das neue Semester vorbereitet. 😉 (Sonntag Abend war ich noch zum Einführungsgottesdienst des neuen Studentenpfarrers. Er hat sehr lange gepredigt, macht aber einen sympathischen Eindruck).
Das Semester (bzw. ja eigentlich die Vorlesungszeit, aber ihr wisst, was ich meine) ging dann aber sehr entspannt los. Da mein Italienischkurs doch erst nächste Woche losgeht, konnte ich zur Semestereröffnung der Museologie gehen. Da wird zwar immer viel erzählt, was einen gar nicht wirklich betrifft, aber ich finde es trotzdem immer ganz nett, hinzugehen und all die Leute mal wieder zu sehen. Außerdem habe ich mich mit einer Freundin über meine Sportkurspläne unterhalten und sie hat mich gefragt, ob ich nicht mit ihr Zumba machen will. Da das auch Dienstag ist und ich es mir lustig vorstelle, wenn man schon jemanden kennt im Kurs, habe ich mich daher umentschieden und mache dieses Semester jetzt Zumba. Aber dazu später mehr. Montag Abend war Ersti-Kneipentour und natürlich waren wir FSIler wieder mit dabei. Das war ein sehr spaßiger Abend. Ein Glück, hatte ich Dienstag ja frei und konnte ausschlafen. Ich habe dann ein paar Schreibwaren fürs neue Semester gekauft und abends war ich wie gesagt bei Zumba. Die Sportkurse an meiner Uni sind echt günstig und unkompliziert. Man braucht nur einen Sportausweis, für den man am Anfang des Semesters was bezahlt und dann kann man fast alle Kurse einfach so besuchen, ohne Anmeldung. Nur für einige wenige Kurse ist eine Anmeldung Pflicht und die kosten dann auch noch mal extra. Finde ich echt cool. So kann man ausprobieren, was einem am meisten Spaß macht und auch später noch den Sportkurs wechseln. Anna konnte letzten Dienstag leider noch nicht, deswegen war ich alleine da und total überfordert. Schon nach 5 Minuten verletzte sich eine der Kursleiterinnen und lag schreiend vor Schmerz am Boden. Da dachte ich schon "Oh weh, wo bin ich denn hier gelandet?". Zum Glück ging es ihr dann nach einer Weile schon wieder besser und der Kurs wurde eh von mehreren Mädels geleitet, da musste dann eine andere einspringen. Oh Mann, was ist das bloß für ein Sport? Es war alles so schnell und ich hatte das Gefühl, meine Arme und Beine überhaupt nicht koordinieren zu können. Ständig nutzte ich das falsche Bein und stolperte mehr schlecht als recht durch den Kurs. Es wird auch gar nichts erklärt, nur vorgetanzt. Trotzdem macht es super viel Spaß, auch wenn es sehr anstrengend ist, und ich hoffe natürlich, dass ich die nächsten Wochen dann besser mitkomme. Nach dem Kurs war ich so beschwingt, dass ich sogar vom Sportzentrum nach Hause gelaufen bin.
Mittwoch habe ich gearbeitet und das eine Seminar, das ich eigentlich an dem Tag gehabt hätte, ist ausgefallen. Donnerstag hatte ich dann eine Vorlesung und danach war ich auch noch mal arbeiten. Da gab es einen Probealarm. Zum Glück hatte der Prof in der Vorlesung schon angekündigt, dass es vermutlich einen Probealarm geben wird, so dass ich ganz entspannt war, aber wir mussten halt alle raus aus der Residenz und uns davor sammeln. Das war schon aufregend, das mal mitzuerleben. Draußen standen wir dann eine Weile 'rum und ich habe den Typen wieder gesehen, der mir letztes Semester meine Bücher zum Kopierer getragen hat (ihr erinnert euch?). Ich glaube, er ist Doktorand in der Archäologie und sieht schon ganz nett aus. 😉 Aber ich weiß weder, wie er heißt, noch was er eigentlich macht oder wie alt er ist. Wir haben uns auch am Donnerstag nicht unterhalten. Ich hab mich nur gefreut, ihn mal wieder gesehen zu haben.
Gestern bin ich dann nach Erfurt gefahren und abends waren Leni, Luki und ich beim basta-Konzert.
Der Himmel vor dem Konzert. Das sah mega krass aus. Alles war irgendwie in so rosa Licht und zeitgleich gab es so strahlend blaue Stellen am Himmel, die total intensiv geleuchtet haben.

Die Bühne vor dem Konzert.
Das war echt schön. Der Saal da ist nur etwas ungünstig bestuhlt, weil man an Tischen sitzt und sich immer zur Seite drehen muss, wenn man die Bühne sehen will. Trotzdem war es ein tolles Konzert. Hannes war ja das erste Mal in Erfurt mit und wurde am Anfang extra vorgestellt und Leni und ich haben so laut gejubelt, dass die Leute neben uns schon gelacht haben. Wir hatten auch beide unsere basta-T-Shirts an und die Leute hielten uns glaube ich sowieso für extreme Fans (so extrem sind wir doch gar nicht, oder? 😏) Ich habe basta lange nicht mehr live gesehen, aber es macht immer Spaß. Leni und ich haben uns zwischenzeitlich immer mal irgendwas zugeflüstert oder bei besonders coolen Liedzeilen mitgesungen. Nach dem Konzert standen die bastas alle noch am CD-Stand und da haben wir uns noch mit Hannes unterhalten. Einer seiner ehemaligen Bandkollegen (also von High Five), der jetzt in Erfurt studiert, war auch da und hat uns gleich gegrüßt, als er uns im Publikum gesehen hat. Auch Hannes meinte zur Begrüßung "Euch kenne ich noch aus High Five Zeiten." Das fand ich schon ziemlich witzig, dass wir so in Erinnerung geblieben sind. Na ja, die Zwillinge, die kennt man eben. Wir haben dann eine ganze Weile mit Hannes gequatscht und noch ein Foto gemacht.


Mit den anderen konnten wir dann leider nicht noch reden, weil die alle schon in Gespräche vertieft waren, außerdem mussten Leni und Luki heute ganz zeitig aufstehen, weil sie nach Halle gefahren sind. Ich bin dann einfach liegen geblieben und hab sogar spontan beschlossen, noch länger zu schlafen und erst den Zug zwei Stunden später zu nehmen, als den, den ich eigentlich nehmen wollte. Ich hab nämlich sonst nichts wichtiges vor dieses Wochenende. Als ich dann wieder hier ankam, hab ich erst mal groß gekocht (das war mega lecker) und dann youtube-Videos geschaut und Computer gespielt. Morgen verordne ich mir dann glaube ich mal eine Laptop-Pause und lese stattdessen ein wenig. Ich hab nämlich viele coole Bücher hier und wer weiß, wie viel Zeit mir im Semester dann noch dazu bleibt. Die nächste Woche wird nämlich schon extrem voll. Wir kriegen Besuch von zwei Leuten aus Kairo, die auch Vorträge halten und da will ich natürlich ab und an dabei sein. Eine Dozentin, die ich aus Kairo kenne, ist auch dabei. Ich freue mich schon, sie mal wieder zu sehen. Nächstes Wochenende fahre ich dann mal wieder nach Hause. Ich brauche dringend mal wieder einen Haarschnitt. 😉 Außerdem war ich lange nicht mehr da und freue mich, Mama und Papa mal wieder zu sehen (bis Weihnachten komme ich nämlich nicht mehr oft nach Hause). Vielleicht kommen auch Philipp und Anton an dem Wochenende, das wäre natürlich cool.
So, heute musste ich ein wenig suchen, um einen schönen Tagebucheintrag für euch zu finden, aber hier ist er:

Mittwoch, 11.08.2010
"Diesmal probiere ich es gleich mit Kuli. Ich sollte mir mal mehr Kulis zulegen, weil man literarisch wertvolle Dokumente unbedingt mit Kuli schreiben sollte. (...) Heute stand in der Zeitung, dass Justin Biber nur 36€ am Tag verdient und 4 Stunden lang lernen muss. Ich dachte erst 'der arme Junge', aber dann ist mir eingefallen, dass er wahrscheinlich sonst keine Schule hat. 4 Stunden Schule pro Tag ist also Luxus. Und wenn man 36€ x 30 rechnet, erhält man 1080€ im Monat. Der Junge ist also keinesfalls arm (eher im Gegenteil. Ich wette, kaum ein Kind kriegt 1000€ Taschengeld im Monat.) Na ja, das harte Brot eines Popstars. Er muss mit 1000€ Taschengeld im Monat leben *grins*."

Bitte fragt mich nicht, warum ich mir damals so viele Gedanken über Justin Bieber gemacht habe. Ich weiß es selber nicht. 😉 Und dass ich sein Einkommen als "Taschengeld" bezeichne, ist auch irgendwie witzig.
Über euer Feedback zu diesem Eintrag würde ich mich wie immer sehr freuen. Ansonsten hoffe ich, dass ihr morgen noch einen schönen Sonntag habt und die nächste Woche gut übersteht. Wann der nächste Eintrag kommt, kann ich leider noch nicht sagen.
Liebste Grüße und bis bald
eure Hannah