Donnerstag, 4. Januar 2018

Zwischen Chaos und Besinnlichkeit

Hallo ihr Lieben,

leider habe ich es doch nicht geschafft, Ende Dezember noch einen Eintrag zu verfassen, daher melde ich mich jetzt erst zurück aus der Weihnachts- und Neujahrspause. Allen, denen ich es noch nicht persönlich gesagt habe, wünsche ich nachträglich noch ein frohes und gesundes neues Jahr mit vielen tollen Erlebnissen und guten Begegnungen mit netten Menschen. Außerdem würde ich mich natürlich freuen, wenn ihr meinen Blog auch in diesem Jahr wieder fleißig lest.
Habt ihr gute Vorsätze für das neue Jahr? Ich habe das letzte Jahr ein paar Tage vor Neujahr nochmal im Kopf Revue passieren lassen und es haben sich im wesentlichen 3 Vorsätze für das neue Jahr heraus kristallisiert:

1. Wieder mehr joggen gehen (eigentlich habe ich das früher gerne gemacht, es aber das letzte halbe Jahr sehr schleifen lassen. Zumba ist zwar ein gutes Ausgleich, aber es kann sicher auch nicht schaden, mal wieder ein wenig an der Ausdauer zu arbeiten).
2. Die Dinge nicht mehr so aufschieben (wenn ich irgendetwas nicht machen will, schiebe ich das immer ewig vor mir her. Das sollte ich auf jeden Fall ändern).
3. Mehr Fragen stellen (Da ich mir ja demnächst eine Fragestellung für meine Masterarbeit überlegen sollte, habe ich mir die allgemeine Aufgabe gestellt, mehr Fragen zu stellen. Mal sehen, was daraus wird).

Im Moment läuft es allerdings eher schleppend an. Ich war noch nicht joggen diese Woche und habe einige Dinge vor mir her geschoben. Aber jetzt sind die Vorsätze ja öffentlich, da entsteht ein gewisser Zugzwang. 😉

Weihnachten war dieses Mal ein wenig chaotisch bei uns. Es sind ein paar schräge Dinge passiert, aber vielleicht erzählt Luki dazu ja etwas in seinem Gastbeitrag. Ich liege ihm schon eine Weile damit in den Ohren, aber noch hat er nichts geschickt und ich will nichts vorwegnehmen. Daher poste ich jetzt erst Mal ein Bild von unserem Weihnachtsbaum und warte ab, ob er demnächst noch was schickt.

Es war allerdings nicht nur chaotisch. Die Bescherung war zum Beispiel sehr schön und ich habe viele tolle Geschenke bekommen. Die Weihnachtsfeiertage habe ich dann mit Essen, Spielen, Lesen und allgemeinem Nichts-tun verbracht. 😊
Am 27. bin ich dann nach Erfurt gefahren, wo ich mich mit der Gruppe getroffen habe, mit der ich zum Taizétreffen nach Basel gefahren bin.
Der beleuchtete Domplatz war so ein schönes Motiv.
Zur Erklärung hole ich mal ein bisschen weiter aus. Es gibt in einem kleinen Ort in Frankreich namens Taizé eine Bruderschaft (ich beschreibe es immer als eine Art Kloster, aber es ist kein richtiges Kloster. Fragt mich aber bitte nicht, was da der genaue Unterschied ist.) Auf jeden Fall leben die Brüder dort in einer großen Gemeinschaft und jedes Jahr kommen ganz viele Jugendliche von überall her, um dort eine Weile mit ihnen zu leben (meistens eine Woche, aber einige bleiben auch länger). Das Leben dort ist sehr einfach, es gibt drei Mal am Tag ein Gebet in der Kirche und alle bekommen eine Arbeit zugeteilt, mit der sie sich in der Gemeinschaft einbringen (zum Beispiel Küche putzen). Jedes Jahr zu Silvester findet dann ein Europäisches Jugendtreffen in irgendeiner europäischen Großstadt statt, zu der auch wieder viele Jugendliche kommen. Der Ablauf ist dem Tagesablauf in Taizé ähnlich, aber es ist eben noch viel größer als in Taizé (etwa 20.000 Jugendliche waren dieses Mal in Basel dabei). Die Leute werden meist in Gastfamilien untergebracht und die ganze Stadt ist dann voll mit Jugendlichen, die singen und fröhlich sind und es ist einfach ein tolles Erlebnis. Ich war schon 2011 in Berlin und 2013 in Straßburg dabei und es war jedes Mal sehr schön. Besonders gefällt mir die Unterbringung in der Gastfamilie, weil man dadurch oft so liebe Leute kennen lernt. Auch dieses Jahr hatten wir wieder einen super coolen Gastvater, der so einen trockenen Humor hatte und immer ein wenig grummelig wirkte, dabei war er total nett. Ich war mit Helene, Lukas und einer Freundin von Helene bei ihm untergebracht in einem kleinen Schweizer Dorf namens Gempen. Wir wohnten dort in einer total urigen Hütte. Das Zimmer, in dem ich geschlafen habe, musste sogar jeden Abend noch mit dem Ofen angeheizt werden. Dank meines nagelneuen Schlafsacks (und des Ofens) habe ich aber nachts gar nicht gefroren. Es war sogar ziemlich warm in meinem Schlafsack.
Ein Blick morgens aus dem Fenster.
Ich will jetzt gar nicht einzeln ausführen, was wir alles so gemacht haben, nur ein paar besonders einprägsame Momente. An einem Tag waren wir zum Mittagsgebet ins Münster eingeteilt (es heißt Das Münster. Klingt für mich immer noch total schräg, aber wenn es richtig ist, muss ich es wohl so schreiben). Eigentlich bekam man nämlich für jedes Gebet eine Kirche zugewiesen, so dass am Ende alle Platz finden sollten. Allerdings waren wir nach der Teeausgabe etwas spät dran und sind dann nicht mehr in das Münster reingekommen. Kurzerhand formte sich dann vor der Kirche eine Gruppe, die sich einfach draußen auf den Boden setzte und dort das Gebet abhielt. Wir haben gesungen, die Texte in verschiedenen Sprachen gelesen und es gab sogar eine Stille - Mitten auf dem Münstervorplatz mit all dem Lärm der Stadt um uns rum, saßen wir als Gruppe da und haben einfach geschwiegen. Es war ein sehr eindrucksvoller Moment. Danach mussten wir uns allerdings erst Mal mit einem Kaffee wieder aufwärmen.
Am Nachmittag haben wir dann einen Stadtrundgang gemacht. Hier ein paar Bilder:



Kann mir jemand von euch erklären, was Schliffi-Beizli sind???



Besonders schön war für mich auch der Silvesterabend. In der Gastgemeinde gab es um 23 Uhr ein Gebet für den Frieden, danach sind wir zu einer Turnhalle gelaufen und haben uns das Feuerwerk angeschaut. Danach startete dann das so genannte "Fest der Nationen", bei dem jedes Land, aus dem Gäste in der Gemeinde sind, einen kleinen Landestypischen Beitrag vorführt. Es wurde viel gesungen und getanzt und die Stimmung war sehr ausgelassen. Das war ein wirklich schöner Start ins neue Jahr.




Überhaupt ist es komisch. Du lernst in Taizé und auch bei solchen Treffen über Silvester so oft Leute kennen, die dir nach 3 Tagen schon so ans Herz gewachsen sind, dass du sie am liebsten viel öfter viel näher bei dir hättest (das könnt ihr jetzt interpretieren, wie ihr wollt 😉). Auf jeden Fall war ich ziemlich traurig, dass wir am Montag dann gar nicht mehr die Möglichkeit hatten, allen richtig Tschüß zu sagen, weil die Leute auf Gottesdienste in verschiedenen Gemeinden aufgeteilt waren.
Trotzdem gab es auch am 1. Januar noch ein sehr schönes Erlebnis. Unser Gastvater hat uns nach dem Gottesdienst noch etwas in der Gegend 'rum gefahren und uns Orte gezeigt, von denen man eine traumhaft schöne Aussicht über die Schweiz hatte. Es war zwar kalt, aber die Sonne schien und nachdem mich der Gottesdienst und die nicht vorhandene Verabschiedung etwas runter gezogen hat, war ich nach diesem Ausflug wieder fröhlich, weil es so schön an diesen Orten war.










Zum Abschluss haben wir dann noch original Schweizer Käsefondue bei unserem Gastvater gegessen und uns danach wieder auf den Weg nach Hause gemacht.

Nach einer weiteren Übernachtung in Erfurt, bin ich seit Dienstag jetzt wieder in Dresden und verbringe die Zeit wieder mit puzzeln, lesen und schlafen. Sonntag fahre ich wieder nach Würzburg und langsam kommen die Gedanken an all die Aufgaben zurück, die mich dort erwarten: Uni, Arbeit, Haushalt. Und am liebsten würde ich alles vergessen und noch einmal die Zeit zurück drehen nach Basel, wo das alles noch so weit weg zu sein schien. Es ist seltsam, denn eigentlich ging es mir im Dezember ja richtig gut und all die Aufgaben in Würzburg haben mir Spaß gemacht, aber trotzdem habe ich gerade so gar keine Lust, wieder in den Alltag zurückzukehren. Ich bin mir aber ziemlich sicher, dass das Eingewöhnen sehr schnell gehen wird und ich mich in Würzburg trotz Arbeit, Unistress und anstehenden Prüfungen auch wieder sehr wohl fühlen werde. 2018 wird ein sehr spannendes Jahr, weil ich im Sommer ja voraussichtlich meinen Master abschließen werde und gerade so einige Pläne und Träume durch meinen Kopf schweben, mit denen ich mich in den kommenden Wochen und Monaten mal intensiver beschäftigen sollte, damit dieser große schwammige Begriff "Zukunft" ein bisschen Form annimmt. Es lohnt sich also, hier dabei zu bleiben, wenn euch interessiert, wie es bei mir so weiter geht (und damit ich nicht jedem die gleichen Fragen beantworten muss 😉).
Auch in diesem Jahr freue ich mich wie immer sehr über eure Kommentare und Feedback zu meinem Blog im Allgemeinen und diesem Eintrag im Besonderen. Ich hoffe, ihr seid gut ins neue Jahr gestartet und bleibt auch dieses Jahr gesund und munter.
Alles Liebe
eure Hannah

Sonntag, 24. Dezember 2017

Türchen 8: O du fröhliche

Hey ihr Lieben,

ich wünsche euch allen von Herzen frohe und gesegnete Weihnachten und hoffe, ihr genießt die Zeit mit eurer Familie und anderen lieben Leuten.
Ich sitze jetzt gerade in der gemütlichen Weihnachtsstube und versuche, vor dem Essen noch fix den Eintrag für euch fertig zu bekommen. Gerade komme ich vom Krippenspiel. Bei uns wurde Lenis Krippenspiel aufgeführt, das sie 2011 geschrieben hat und es ist einfach super cool. Am Ende war ich so gerührt bei der Schlussszene. Einfach eine tolle Umsetzung der Weihnachtsbotschaft und witzig ist es auch. Ich will gar nicht so viel von Weihnachten bei uns erzählen, dafür ist dann der nächste Beitrag da (bei dem es vielleicht sogar einen Gastbeitrag geben wird).
Deswegen berichte ich nur in aller Kürze von den letzten Tagen. Am Freitag war ich in der Stadt und habe Geschenke gekauft und nachmittags/abends waren meine Eltern, Leni, Luki und ich im Stadion zum Adventskonzert der Kruzianer. Das machen sie jetzt seit 3 Jahren und ich war schon vor zwei Jahren mit Leni da. Letztes Jahr konnte ich ja nicht, da ich in Kairo war, aber da war Leni mit Mama und Papa. Ich mag die Kruzis. Es klingt so schön, wenn sie singen. So ein kleiner Sopran hat Solo gesungen mit ganz klarer Stimme. Das war richtig schön. Außerdem wurde das Stadion bei "Sind die Lichter angezündet" mit lauter Handylichtern erleuchtet. Das sah auch echt toll aus. Es war nur ziemlich kalt. Zum Glück hatten wir eine Decke dabei.





Danach haben wir uns zuhause mit Feuerzangenbowle wieder aufgewärmt. Das habe ich ja noch nie gemacht, aber es sah total cool aus, wie der Zucker da verbrannt ist. Ich habe es extra mit der guten Kamera für euch eingefangen.


Am Samstag war ich dann noch mit Leni und Luki im Kino zu Pitch Perfect 3 und davor noch mal die letzten Geschenke kaufen. Eigentlich kaufe ich ja ungern last Minute ein, aber dieses Jahr ging es nicht anders. Danach waren dann alle zuhause da und es war so schön. Wir haben dann zusammen noch einen Weihnachtsfilm geschaut (jetzt klingt es so, als würden bei uns Weihnachten nur Filme geschaut werden, aber das stimmt nicht. Heute wollen wir zum Beispiel was spielen. 😉)
Heute früh haben wir dann den Baum geschmückt und er ist richtig schön geworden.
Stilecht mit Kaminfeuer-Video im Hintergrund ;)
Das Geschenke-Einpacken hat dann viel länger gedauert, als geplant, deswegen war ich etwas im Stress, aber jetzt ist alles erledigt. Ich hab nur meinen Euro für die Kollekte irgendwo in meinem Zimmer vorhin verloren und ihn einfach nicht wieder gefunden. Er war einfach weg. Naja, vielleicht taucht er morgen oder übermorgen wieder auf.
Jetzt gleich gibt es bei uns Fondue und ich habe schon ein wenig Hunger. Das Essen ist ja meiner Meinung nach fast das Beste an Weihnachten.
Natürlich wurde heute auch die letzte Karte gezogen und so kommt der Adventskalender zu einem würdigen Abschluss.
Kann man das überhaupt lesen? Luki und Februar steht dort.
Luki, es ist mir eine Freude. Im Februar bekommst du deine Karte. Ich bedanke mich noch einmal herzlich bei allen, die sich bei meiner Aktion beteiligt haben. Ich bin ehrlich gesagt ein bisschen stolz auf mich, dass ich es so durchgehalten habe und wirklich immer pünktlich aller 3 Tage etwas geschrieben hat. Natürlich auch danke an euch, die ihr es gelesen und kommentiert habt. Der nächste Blogeintrag ist dann wieder ein "Normaler" (bzw. durch den Gastbeitrag ist er ja schon wieder besonders). Wann genau er kommen wird, kann ich jetzt noch nicht sagen, aber ich vermute am 26. da ich danach über Silvester weg fahre und das wäre ja dann schon wieder ein neues Kapitel.
Zum krönenden Abschluss gibt es mein allerliebstes Weihnachtslied zu hören. Ich freue mich immer total, wenn ich es Ende des Gottesdienstes zu Heiligabend los schmettern kann. 😊 https://www.youtube.com/watch?v=XabWcsGmeK8
Macht es gut, lasst euch das Weihnachtsessen schmecken und bleibt mir treu. Ich freue mich wie immer über Kommentare.
Alles Liebe
eure Hannah


Donnerstag, 21. Dezember 2017

Türchen 7: Driving home for christmas

Hey ihr Lieben,

na, alles gut bei euch? Ich bin endlich mal wieder zuhause und freue mich sehr darüber. Nachdem ich letztes Jahr Weihnachten nicht zuhause gefeiert habe, ist es dieses Jahr noch ein bisschen besonderer (oder heißt es mehr besonders?) als sonst vor allem weil wir auch alle zusammen feiern (also alle meine Geschwister, meine Eltern, Alex und Luki). Das wird glaube ich richtig schön.
Ich bin auch schon sehr zufrieden mit den Geschenken, die ich schon gekauft habe. Trotzdem hab ich noch nicht alle Geschenke und will daher morgen nochmal einkaufen gehen. Mir graut schon ein bisschen davor, weil die Läden sicher total voll sein werden, aber was will man machen? Ich überlege auch, mir noch was schönes zum Anziehen für Weihnachten zu kaufen, aber da muss ich mal schauen, wie viel Zeit im Endeffekt dafür bleibt.
Die letzten Tage liefen auch gut. Dienstag war ich auf Arbeit, in der Uni und danach schon ein wenig einkaufen. Abends habe ich dann ein Hörbuch gehört und Fröbelsterne für meine Kollegen gebastelt. Das hat richtig Spaß gemacht. Mein einer Kollege hatte nämlich angedeutet, er würde den Kollegen Plätzchen zu Weihnachten schenken und da habe ich überlegt, was ich schenken könnte und bin dann auf Fröbelsterne gekommen. Natürlich war ich am Ende die Einzige, die Geschenke dabei hatte (dabei hatte ich mich schon auf die Plätzchen gefreut). Die Sterne kamen aber glaube ich trotzdem ganz gut an.

Gestern war ich auch wieder arbeiten und in der Uni und danach war die Weihnachtsfeier der Museologie. Wir hatten Tische in einem Restaurant reserviert und haben erst etwas gegessen (ich habe mir die Chance nicht entgehen lassen, mal original fränkische Käsespätzle zu probieren. Leider fand ich sie ein wenig zu fettig. Da mag ich mein eigenes Käsespätzle-Rezept irgendwie mehr). Danach wurde ein Pfefferkuchenhaus versteigert. Ich war ganz nah dran, es zu ersteigern, aber dann hat mich mein Prof doch noch in letzter Minute überboten und in Anbetracht der Tatsache, dass ich es auch hätte noch irgendwie nach Hause schleppen müssen, bin ich dann doch ausgestiegen. Leider habe ich verpasst, ein Bild des Hauses zu machen, daher müsst ihr jetzt mit Bildern von meinem Essen vorlieb nehmen, da ich ja irgendwas fotografieren musste, damit ich heute nicht mit leeren Händen dastehe.




Eigentlich hatte ich ja überlegt, auch noch bei meiner Chorweihnachtsfeier vorbei zu schauen, weil die auch gestern Abend war, aber dann haben wir noch gewichtelt und das hat alles etwas länger gedauert und ich hätte sonst auch nochmal durch die halbe Stadt laufen müssen, da hab ich mich dann doch dagegen entschieden. Es wäre mir auch etwas dreist vorgekommen, nicht zur Probe sondern nur zur Feier zu kommen. Allerdings habe ich es da jetzt womöglich auch verpasst, den schmucken Ersatzbass nochmal wieder zu sehen. Der wurde nämlich beim letzten Auftritt zur Feier eingeladen. Hmm, Mist, das fällt mir jetzt erst ein. Daran habe ich gestern gar nicht mehr gedacht. 😕 Es war trotzdem ein sehr schöner Abend mit den Museologen.
Heute hatte ich dann eine letzte Vorlesung dieses Jahr und bin danach sehr beschwingt nach Hause gelaufen. 😊 Mein Rucksack, den ich danach noch gepackt habe, ist viel zu schwer geworden und ich musste dreimal umsteigen und ihn ständig von Zug zu Zug schleppen. Vermutlich habe ich viel zu viele Bücher eingepackt. Ich denke dann immer, in den Ferien, da hab ich etwas Zeit und packe dann die dicken Klopper ein und am Ende schaffe ich es natürlich eh nicht, alle zu lesen. Na ja, jetzt bin ich ja da und nicht unter dem Gewicht zusammengebrochen.
Gerade haben wir noch Abendbrot gegessen und ich habe danach festgestellt, dass es einen Trailer für Mamma Mia 2 gibt: https://www.youtube.com/watch?v=1OCTv47XQpA. Ist der nicht super cool?
Ich habe auch nicht vergessen, die letzten Lose mitzunehmen. Diesmal bleibt ja wirklich nicht mehr viel Auswahl. Tadadada!

Leni! Im Juli kommt deine Postkarte. Eigentlich ein doofer Monat, denn im Sommer könnte ich dir doch sowieso eine Karte schicken, aber wer weiß, vielleicht stecken wir dann beide im Abschlussstress unserer Master-Arbeiten und ein bisschen Abwechslung tut uns mal ganz gut. 😉 Ich könnte jetzt natürlich noch erzählen, was so für die kommenden Tage geplant ist, aber ich will nicht zu viel vorwegnehmen, daher wird der Eintrag wohl wieder etwas kürzer. Ich hoffe, auch wenn ich viele meiner treuen Leser ja am Sonntag sowieso sehe, dass ihr doch bis zum Ende dran bleibt und auch das letzte Türchen noch lest.
Das heutige Lied findet ihr hier: https://www.youtube.com/watch?v=EvDxSW8mzvU (auch wenn ich natürlich nicht selber gefahren bin, aber das fällt hier mal unter künstlerische Freiheit 😉).
Danke an dieser Stelle für alle, die so fleißig kommentiert haben bisher. Auch heute freue ich mich natürlich über euer Feedback.
Alles Liebe und bis bald
eure Hannah

Montag, 18. Dezember 2017

Türchen 6: Walking in a winter wonderland

Hi ihr Lieben,

endlich kann Weihnachten kommen - na gut, bitte nicht so bald, ich habe noch keine Geschenke, aber ich habe heute mein letztes Referat in diesem Jahr gehalten und es lief echt gut. Jetzt muss ich morgen und übermorgen nur noch arbeiten und habe noch morgen, Mittwoch und Donnerstag jeweils ein Seminar bzw. eine Vorlesung und dann fahre ich nach Hause. Das heißt der nächste Blogeintrag kommt sehr wahrscheinlich schon aus Dresden. Da freue ich mich drauf. Nach dem letzten Wochenende bin ich so richtig in Weihnachtsstimmung. Es war echt cool in der Wildnis und hat mir gut gefallen und wir hatten richtig viel Schnee. Das war so eine richtig schöne, verschneite Winterlandschaft. Richtig romantisch. Und dann hatten wir im schönen Haupthaus noch einen Kamin und dann saßen wir abends gemütlich am Feuer und es war so schön.
Als wir Freitag ankamen, war ich erst Mal total geplättet von so viel Schnee. Ich hatte überhaupt nicht damit gerechnet. In Würzburg liegt nämlich nur ganz selten mal so ein Fitzelchen Schnee, aber das waren richtige Massen.

Wir wurden dann zum Camp gefahren und haben eine Einführung bekommen. Als er von wilden Wölfen geredet hat und darüber, wie man sich bei einer Begegnung mit ihnen zu verhalten hat, ist mir schon etwas mulmig geworden, aber ich lebe ja noch und habe das ganze Wochenende keinen einzigen echten Wolf gesehen. Es stellte sich dann im Camp auch heraus, das man gar nicht unbedingt in den Hütten schlafen musste, sondern auch im beheizten Haupthaus schlafen konnte. Dafür haben sich die meisten entschieden, aber ich wollte natürlich unbedingt in der Hütte schlafen. Wenn schon Wildnis, dann aber richtig (na gut, es war schon immer noch Wildnis light, da wir ja Heizung und warme Duschen im Haupthaus hatten und nur zum schlafen in der Hütte waren, aber ich kann ja nicht ankündigen, ich würde in einer unbeheizten Hütte schlafen und dann einfach in einen Raum mit Heizung umziehen). Und die Hütten waren auch richtig cool. Wir (ich und noch 4 andere) haben in der ersten Nacht in einer kleinen Hütte geschlafen, die wir liebevoll unsere "Hobbithöhle" nannten und in der zweiten Nacht sind dann noch mehr Leute dazu gekommen, da sind wir in eine größere Hütte umgezogen, die sich "Waldzelt" nannte. Im Sommer kann man da auch in einem Baumhaus in Hängematten schlafen. Oder in einer Hütte auf Stroh. Das ist schon ein ziemlich cooles Camp.



Danach haben wir uns dann die Ausstellung im "Haus der Wildnis" angeschaut, die wir neu gestalten sollen. Ich fand sie an einigen Stellen schon ziemlich cool, aber von der neuen Idee meiner Gruppe bin ich auch total begeistert.






Abends sollte eigentlich noch ein "philosophisches Gespräch" zum Thema Wildnis stattfinden, aber weil wir alle ziemlich geschafft waren, wurde das dann verschoben. Dafür hatten wir den Abend frei und saßen nach dem Abendessen gemütlich am Kamin und haben gesungen. Das war ziemlich witzig. Eine Kommilitonin hatte eine Flöte dabei und hat erst Weihnachtslieder gespielt und dann sind wir auf die klassischen Lagerfeuer-Lieder übergegangen, irgendwo haben wir dann auch noch Liedzettel gefunden, so dass alle den Text hatten und dann haben wir Querbeet von "Yellow Submarine", über "Die Affen rasen durch den Wald" bis zu "Mamma Mia" alles gesungen, was uns so in den Sinn gekommen ist. Es war echt ein lustiger Abend.

Dann sind wir in unsere Hobbithöhle umgezogen, haben ein Feuer angemacht und uns in unsere Schlafsäcke gekuschelt. Ich hatte ziemlich viel an, war aber auch echt überrascht, wie schön warm der Schlafsack war, den ich mit hatte. Außerdem hatten wir so Felle zum Unterlegen. Die waren richtig schön gemütlich. Ich hab nur an der Nase etwas gefroren, weil die das einzige war, was aus dem Schlafsack rausschaute. Die Mütze tief über die Augen gezogen und den Schlafsack bis obenhin fest zugeschnürt, habe ich in der Nacht richtig gut geschlafen.
Das Dach unserer Hobbithöhle
Der Ofen in der Hütte
Nachdem wir morgens recht früh und schön atmosphärisch von "I see fire" geweckt wurden, gab es Frühstück und danach sind wir zu einer Schneewanderung ausgebrochen. Einige durften mit Schneeschuhen vorneweg laufen und den Weg ebenen, weil wir mitten durch den Schnee gestapft. Das wollte ich unbedingt ausprobieren und habe mich freiwillig gemeldet. Es war schon witzig, aber wir sind trotzdem ziemlich eingesunken und ich war froh, dass ich meine Stulpen und eine relativ wasserfeste Hose an hatte, denn wir steckten schon manchmal bis zu den Knien im Schnee. Einmal gab es irgendwo ein Loch und ich steckte Ronja Räubertochter-mäßig plötzlich mit einem Bein im Loch und kam nicht mehr raus, weil sich mein Schneeschuh verheddert hatte. Das war schon irgendwie witzig.



Danach waren wir in einer gemütlichen Gaststätte essen und haben uns danach intensiv an unsere Umgestaltungs-Ideen gesetzt. Ich war total überrascht, dass meine Gruppe schon nach kurzer Zeit eine Idee hatte, von der wir alle ziemlich begeistert waren und so sind wir echt gut voran gekommen.
Abends ging es dann wieder zurück ins Camp und es gab wieder Abendbrot und anschließend Zusammensitzen am Kamin, allerdings waren wir alle ziemlich müde, deswegen haben wir nicht so lange gemacht.

Im Waldzelt habe ich nicht ganz so gut geschlafen wie in der Hobbithöhle (die offiziell eigentlich Erdhöhle hieß). Erst hat mein Handywecker plötzlich um Mitternacht lautstark geklingelt und ich dachte, ich müsste aufstehen. Dann bin ich um 5 Uhr aufgewacht und musste dringend auf Toilette. Dafür musste ich aber erst durch den Schnee ins Haupthaus laufen und es hat sogar noch geschneit, so dass der Weg nicht geräumt war, aber ich bin irgendwie angekommen (und zum Glück keinem Wolf begegnet). Am nächsten Tag gab es eine Feedbackrunde, wir mussten alles zusammenpacken und ausräumen und dann waren wir nochmal in der Ausstellung, um nochmal einen Eindruck vom Raum zu bekommen. Nachmittags sind wir dann zurück zum Zug gelaufen (das war nicht so weit vom Haus der Wildnis weg) und haben auf dem Weg zum Bahnhof sogar noch Luchse gesehen. Das war ziemlich cool. Die leben dort in einem großen Freigehege und sind auch total im Schnee versunken. Sonntag hat es eigentlich durchgängig geschneit. Ich fand es schön und hab gleich richtig Lust auf einen Skiurlaub bekommen. Das Kamel mochte es auch.

Die Zugfahrt zurück nach Hause verlief ruhig, wir mussten nur ziemlich oft umsteigen, aber alle waren ziemlich müde und ich habe auch ein wenig geschlafen. Wieder zuhause habe ich noch ein bisschen was für das Referat vorbereitet und den Rest dann auf heute verschoben. Dafür bin ich extra richtig zeitig aufgestanden und vor Italienisch nochmal eine Stunde in die Bib gegangen. Es hat sich dann ja aber auch gelohnt. Jetzt freue ich mich richtig darauf, morgen mal länger als bis 7 Uhr morgens zu schlafen.
Zumba fällt morgen leider aus, aber so habe ich nach der Uni eventuell noch Zeit, ein paar Weihnachtsgeschenke zu kaufen. Über den Rest der Woche erfahrt ihr ja dann am Donnerstag was. Vor allem für Mittwoch ist einiges geplant.
Jetzt ziehe ich noch die nächste Karte. So viele Leute sind ja nicht mehr übrig. 😉

Der Simon kriegt im Dezember nächsten Jahres eines Karte. Übrigens, Glückwunsch zum Job. Da muss ich dich ja nächstes Jahr glatt mal dort besuchen kommen. Morgen wieder Mensa? 😉
Die anderen beiden müssen sich noch weiter gedulden. Ich freue mich auf jeden Fall darauf, einige von euch bald zu Weihnachten zu sehen. Schreibt mir gerne in die Kommentare, wie euch dieser Eintrag gefallen hat (oder protestiert, weil ihr immer noch nicht gezogen wurdet. 😉) Eigentlich wollte ich dich, Mama, ja heute noch anrufen, aber bei euch ist irgendwie nie jemand zuhause. Am Donnerstag hab ich es auch schon mehrfach probiert. Trotzdem hoffe ich, euch geht es allen gut.
Bleibt behütet und lasst euch nicht stressen.
Alles Liebe
eure Hannah

P.S. Der Dauerohrwurm des Wochenendes: https://www.youtube.com/watch?v=oIKt5p3UmXg

Freitag, 15. Dezember 2017

Türchen 5: Find you

Hey ihr Lieben,

ich weiß gar nicht, warum ich mir das hier antue (außer natürlich wegen euch, meinen treuen Lesern), aber ich bin tatsächlich eine Stunde eher aufgestanden, um diesen Eintrag noch zu schreiben. Nachdem ich nämlich gestern sage und schreibe vier Stunden für die Italienisch-Hausaufgaben gebraucht habe (dabei hatte ich einen Teil sogar schon am Mittwoch gemacht), habe ich es nicht mehr geschafft, schon etwas vorzutippen. Ich sollte einen Text über meinen typischen Tagesablauf schreiben. Hallo? So etwas gibt es bei mir nicht. Ich hätte über meine typische Woche schreiben können, aber eigentlich sieht jeder Wochentag bei mir anders aus. Und das war nur eine der Aufgaben. Und jetzt versuche ich eben, in der Stunde, die ich noch habe, bis ich zum Zug muss, irgendwie den Blog zu schreiben und nebenbei zu frühstücken und mir Proviant für die Fahrt einzupacken. Das kann ja nur schief gehen 😉.
Deswegen machen wir es kurz: Danke für euer tolles Feedback zum letzten Eintrag. Scheinbar kam er sehr gut bei euch an.
Ich war am Mittwoch auf der Weihnachtsfeier der Archäologen in der Uni und es gab römisches Essen. Das war lecker. Man durfte aber auch Kekse mitbringen. Die vorne rechts sind von mir (allerdings habe ich die Rollen schon fertig gekauft und musste sie nur zuschneiden und backen. Ich hab auch noch Walnüsse mitgebracht. Das fanden alle irgendwie ein bisschen seltsam, dabei gehören Nüsse doch zu Weihnachten!) Leider konnte ich nicht so lange bleiben, weil ich noch Chor hatte, aber dort ist es ja auch immer nett.

Auf dem Nachhause-Weg habe ich noch ein Bild des weihnachtlich erleuchteten Würzburg gemacht.

Gestern ist mir auf Arbeit ein Durchbruch gelungen: Ich habe (mehr durch Zufall) ein Bild gefunden von einer Objekt, das neulich angefragt wurde und mit dessen Inventarnummer ich aber nichts anfangen konnte. Als dann gestern noch eine andere Anfrage mit so einer seltsamen Inventarnummer hereinkam (diesmal allerdings mit Literaturangabe), konnte ich den Ausstellungskatalog finden, in dem beide Stücke publiziert worden waren. Da war ich mächtig stolz auf mich und nachdem ich die Anfrage dann endlich beantworten konnte, bekam ich die Antwort ich sei "großartig". 😊 Außerdem habe ich mich nach der Arbeit noch kurz mit dem Aufseher unterhalten, der immer fragt, warum ich schon Feierabend mache. Er ist echt nett und meinte, er hoffe, ich würde nach dem Master noch promovieren. Danach war ich in der Stadt und bin jetzt stolze Besitzerin einer kleinen blauen Thermoskanne, die ich gleich mit in die Wildnis nehme.
Heute früh habe ich dann noch die nächste Postkarte gelost. Sie geht an die liebe Tina, im Juni. (Tut mir leid, Luki. Ich habe dich immer noch nicht gezogen. 😏)

Das war es schon wieder in aller Kürze. Das heutige Lied ist von Nick Jonas (hab es auch gerade erst entdeckt, aber es scheint ganz cool zu sein - na gut, vielleicht etwas eintönig, aber dafür eingängig):
https://www.youtube.com/watch?v=mWFaxs-KvMY
Ich hoffe, ihr nehmt mir nicht übel, dass es heute nicht so lang geworden ist. Ich muss ja los in die Wildnis. Ich hab so viel gepackt, dass man denken könnte, ich fahre eine Woche in die Arktis und nicht nur ein Wochenende in den Bayerischen Wald, aber ich will nun mal nicht frieren.
Dann wünsche ich euch ein schönes Wochenende. Lasst es euch gut gehen. Schreibt mir gerne, wenn euch der Beitrag gefallen hat und dann sehen (lesen?) wir uns Montag wieder.
Bis dahin alles Liebe
eure Hannah

Dienstag, 12. Dezember 2017

Türchen 4: I have a dream

Hey ihr Lieben,

puh, war das ein langer Tag, bzw. es ist einfach eine lange Woche. Ich muss ja alles bis Donnerstag schaffen, weil ich Freitag wegfahre und irgendwie muss ich mir noch überlegen wo und wann ich den Eintrag für Freitag unter bekomme. Schreibe ich den vor und stelle ihn dann Freitag hoch? Habe ich überhaupt so viel Zeit? Na ja ihr seht schon, ich bin im Stress, deswegen wird der Eintrag heute nur kurz, denn ich würde dann auch gerne schlafen gehen. Morgen wird nicht ganz so voll wie heute (habe gerade gehört, dass mein Seminar scheinbar ausfällt. Das wäre super. Dann hätte ich mehr Zeit für die Hausaufgaben), aber das muss ich morgen erst mal nachprüfen.
Ich habe auch mittlerweile schon einige ziemlich coole Geschenkideen und muss nur schauen, wo und wann ich die besorge. Ich bin so müde Leute, das glaubt ihr gar nicht. Ich war heute ab halb 10 etwa in der Unibib und dann hatte ich 14 Uhr Seminar, danach war ich nochmal zwei Stunden in der Bib und danach zur "Winckelmann-Feier". Die findet scheinbar jedes Jahr im Dezember statt und da stellt das Museum, bei dem ich arbeite, vor, was es das Jahr über so erreicht hat. (Ich wurde nicht erwähnt, aber meine Vitrine. Da wurde aber nur gesagt, dass die wissenschaftliche Mitarbeiterin sich um die Fertigstellung gekümmert hat und es wurde total verschwiegen, dass ich für die wunderschönen Objektschilder verantwortlich bin. Die habe ich in mühevoller Kleinarbeit gedruckt, geklebt und zugeschnitten. Eine Frechheit, dass das nicht erwähnt wurde. 😒). Ansonsten war es aber echt schön auf dieser Feier. Es gab einen Vortrag von einer Professor aus Erlangen, der einen super spannenden Lebenslauf hatte. Er hat Latein, Theologie und später Archäologie studiert und jetzt forscht er so fächerübergreifend und das klang alles total cool. Und er hat mal am DAI Rom geforscht und hatte später ein Reisestipendium. Das will ich auch!!! In letzter Zeit macht mir wissenschaftlicher Austausch zu interessanten Themen immer mehr Spaß und ich hätte schon Lust, mal richtig groß eigenhändig zu forschen. Das stelle ich mir total spannend vor. Auf jeden Fall hat der einen Vortrag gehalten über Pygmalion (also speziell über die Metamorphosengeschichte mit Pygmalion bei Ovid) und da hat er Textstellen übersetzt und das mit antiker Plastik verglichen und es war so interessant. Vor allem Latein und Archäologie gemischt. Ich war im siebten Himmel. 😊 Das Museum, in dem ich arbeite, plant zur Zeit auch eine Ovidausstellung, für die auch Texte übersetzt werden sollen von einer Gruppe Studierender. Da hätte ich auch Lust darauf. Ich mag Ovid. Ich hab damals im Abi in der mündlichen Lateinprüfung Ovid übersetzt. Hach, wie lange her das schon wieder ist. Beinahe wäre ich ja zu der Feier zu spät gekommen, weil ich ganz selbstverständlich davon ausging, dass sie in der Residenz stattfindet und mir dann erst 10 Minuten davor eingefallen ist, dass ich das gar nicht sicher weiß und vielleicht lieber nochmal nachschauen sollte. Zum Glück war der richtige Ort dann aber gar nicht weit entfernt. Genauer gesagt, lag er genau zwischen der Residenz und meiner WG. (Auf dem Weg gibt es jetzt einen Weihnachtsbaumverkauf. Da werde ich jetzt immer zur Arbeit daran vorbei laufen. 😊)

Die Feier war nämlich in der Neubaukirche, (die ist in der alten Universität und echt schön Innen. Es war nur ein bisschen zügig.) Dafür wurde die Feier von Orgelmusik untermalt. Das hat mir gut gefallen.

Heute springe ich etwas hin und her. Ich hoffe, ihr nehmt es mir nicht übel. Sonntag haben wir ja mit dem Chor im Gottesdienst gesungen. Das hat auch sehr viel Spaß gemacht (auch wenn wir gar nicht so viele waren. Aber dafür gab es einen schmucken Ersatz-Bass, der kurzfristig einspringen musste, weil alle Bässe abgesagt haben. Also von mir aus könnte er öfter kommen. 😉) In letzter Zeit bin ich so froh über all die netten Leute, die ich so um mich habe (nicht nur auf den Chor bezogen, aber auch). Ich fühle mich so wohl mit allen und ich habe das Gefühl, die Leute mögen mich und finden mich witzig. Das ist schön. Nach dem Gottesdienst gab es ja noch Glühwein und Punsch (der Punsch ging viel besser weg als der Glühwein) und es wurde gesungen.

Das war ein schöner Abend und der Schnee war nachmittags auch noch so schön. Leider wurde es dann matschig und Montag war schon fast wieder alles weggetaut. Dafür wurde mir der Montagmorgen mit einem Smilie unter meiner Italienisch-Hausaufgabe versüßt (den macht unser Lehrer, wenn man nur sehr wenige Fehler gemacht hat.)

Ansonsten war der Montag auch recht lang und arbeitsreich. Ich bin bei einem Seminar, in dem die Referate jeweils noch von einem/einer anderen Studierenden moderiert werden sollen, mega kurzfristig als Moderatorin eingesprungen und war danach ziemlich stolz auf mich, dass es so gut geklappt hat.
Damit bin ich schon wieder an dem Punkt angelangt, auf den ihr alle gewartet habt: Die Ziehung der nächsten Postkarte. Trommelwirbel bitte...
Tja Gabi, du musst dich leider noch ganz schön gedulden, bis deine Postkarte kommt. Aber sie kommt trotzdem von Herzen. 😊
Ganz zum Schluss habe ich noch eine mega Ankündigung, die ich heute erst sicher erfahren habe: Nächstes Jahr geht es nochmal nach Ägypten. 😁 Im März, für 10 Tage. Wir machen da ein Abschlussprojekt zum Austausch und ich freue mich total, noch mal kurz dort zu sein, Freunde wieder zu sehen, nochmal all die Orte zu besuchen und das ägyptische Essen zu essen (vielleicht trinke ich sogar nochmal Schwarztee, so ungern ich ihn auch mag). Das wird echt schön glaube ich. Ich hoffe nur, ich verpasse dann nicht die lange Nacht der Theater. 😉
Damit wäre ich für heute am Ende. Vielen Dank für all die Kommentare, die ich hier unter meinem Adventskalender bekomme. Darüber freue ich mich sehr. Ihr werdet ja sicher auch bald gezogen. Dann hoffe ich mal, ich schaffe es irgendwie, den Beitrag am Freitag noch hochzuladen. Falls nicht, hört ihr mich erst am Montag wieder (aber ich gebe mein bestes).
Bleibt behütet
eure Hannah

P.S. Meine Erkältung ist zum Glück wieder weg. (Mal sehen, wie lange das so bleibt 😉)

P.P.S. Das Lied heute: https://www.youtube.com/watch?v=yM4e8GUP0Cs (ist irgendwie schwieriger als gedacht, da immer etwas zu finden).