Montag, 16. November 2020

Montags-Stimmung

Hey ihr Lieben,

heute muss ich mich ein wenig beeilen. In anderthalb Stunden startet nämlich das Halbfinale von "The Masked Singer", das diese Woche auf Montag verschoben wurde. Ich hatte auch schon überlegt, meinen Blog stattdessen auf morgen zu schieben, aber da ich es ja nicht angekündigt hatte und ich nicht wollte, dass ihr euch wundert, wo ich bleibe, schreibe ich jetzt doch heute schon etwas. Ich denke auch, dass ich nicht so lange brauchen werde, denn diese Woche ist nicht soo viel passiert. Deswegen fange ich einfach mal damit an, euch von heute zu erzählen. Heute war ein komischer Tag. Er fing damit an, dass ich verschlafen habe. Ich war nämlich gestern Abend recht lange wach, um den neuen Dresdner Tatort zu schauen. Eigentlich bin ich gar nicht so der Krimi-Fan, aber den Dresdner Tatort versuche ich immer zu schauen (da kommt vielleicht doch ein wenig Lokalpatriotismus bei mir hervor). Ich habe es mir also gestern Abend, eingekuschelt und eine Decke und bewaffnet mit einer riesigen Schüssel Popcorn auf der Couch gemütlich gemacht.

Es war so gruselig! Ich hatte danach echt etwas Angst, wenn ich das Licht ausgemacht habe. Damit ich einschlafen konnte und nicht von den Bildern verfolgt werde, habe ich dann auch ganz fest an etwas anderes gedacht. Trotzdem ist es eben spät geworden und ich habe deswegen heute früh verschlafen. Ich hab auch echt wirres Zeug geträumt. Dass meine Nachbarinnen Mäuse hätten und ich auf sie aufpassen sollte und dann ist mir die Maus ständig entwischt. Als ich wach wurde, war es schon fast halb 8 und dabei versuche ich doch, täglich um 8 Uhr auf Arbeit zu sein (meistens wird es 8.05 Uhr). Ich habe mich dann also beeilt und trotzdem war ich irgendwie noch nicht ganz wach. Meine Haare standen auch mal wieder in alle Richtungen ab. Als ich mich im Spiegel gesehen habe, dachte ich "Ich bleib so." weil die Haare irgendwie so gut zur Stimmung gepasst haben. (Ich hab mich dann aber natürlich trotzdem gekämmt). Ich hab es dann tatsächlich geschafft, 8.05 Uhr auf Arbeit zu sein und so langsam wurde ich dann auch wach. Das zweite Seltsame an diesem Morgen war, dass ich eine Art Vorahnung hatte. Es hing damit zusammen, dass ich am Wochenende Muffins gebacken hatte als Überraschung für einen Freund, den ich morgen treffen wollte. Und heute morgen schaue ich mir diese Muffins an und denke plötzlich: "Was wäre eigentlich, wenn ich es falsch verstanden habe und dieses Treffen jetzt doch erst nächste Woche ist? Dann hätte ich ganz umsonst gebacken. Das wäre doof." Und natürlich kam es, wie es kommen musste. Im Laufe des Tages erfuhr ich, dass das Treffen zwar ursprünglich morgen geplant war, aber verschoben wurde, weil jemand krank geworden ist. Und jetzt habe ich tatsächlich eine Woche zu früh gebacken. Und vermutlich muss ich nächste Woche nochmal backen, weil ich immer noch etwas Gebackenes als Überraschung dabei haben will. (Das ist so ein Insider zwischen uns.) Ärgerlich!
Ich habe jetzt allerdings eine neue Verwendung für die Muffins gefunden. Ich verschenke sie als Überraschung an mein Pfarramt. Die Idee war nicht von mir, aber sie hat mir sehr gut gefallen, als ich sie gehört habe. Die haben gerade so viel zu tun mit den Weihnachtsplanungen und Corona und allem, da freue ich mich, wenn ich Ihnen eine Freude machen kann. Ich hab also vorhin eine ganz süße Karte gebastelt und bringe sie morgen mit einer Keksdose voller Muffins im Pfarramt vorbei. Das wird schön.
Ich hatte auch noch überlegt, ob ich die Karte anonym schreiben soll oder nicht, aber ich hab dann doch meinen Namen drunter gesetzt. Schließlich will ich die Dose ja irgendwann wieder abholen (wenn sie leer ist). Und außerdem hat man vielleicht doch ein besseres Gefühl, wenn man weiß, von wem das Geschenk ist, als wenn man keine Ahnung hat, oder?
Die FÖJler haben auf Arbeit übrigens schon jeder einen Muffin zum Testessen bekommen und meinten doch tatsächlich, sie würden das nicht als Muffin bezeichnen, aber es sei lecker. Ich war davor davon ausgegangen, dass Muffin kein so spezifischer Begriff ist. Ein Muffin ist halt das, was in einer Muffinform gebacken wird. Aber scheinbar sind Muffins "fluffiger" als das, was ich gebacken habe. Also sind es vielleicht gar keine Muffins, sondern kleine Kuchen in Muffinform, aber ich werde sie einfach weiter Muffins nennen. Wo kommen wir denn da hin, wenn etwas, was aussieht wie ein Muffin kein Muffin mehr ist?
Ansonsten war letzte Woche, wie gesagt, nicht so viel los. Was mich allerdings viel beschäftigt hat, war mal wieder die Frage um die Promotion. Mir wurde nämlich ein Thema aus der Vor- und Frühgeschichte empfohlen, aus dem man sicher eine gute Arbeit machen kann. Und jetzt muss ich mich entscheiden, ob ich es will oder nicht. Und das ist so schwer. Weil es so wichtig ist für die Zukunft. Will ich wirklich in der Vor- und Frühgeschichte promovieren? Ist das ein Gebiet, auf dem ich glücklich sein werde? Als ich noch jünger war, hatte ich ehrlich gesagt nur ein Ziel für die Zukunft: Irgendwann mal heiraten. Und jetzt denke ich gerade, dass es mit der Promotion ein bisschen wie mit der Hochzeit ist. Es geht ja nicht darum, um der Promotion Willen zu promovieren, genauso wenig wie man um der Hochzeit Willen heiratet. Ich will nicht irgendein Thema. Ich will ein Thema, mit dem ich glücklich werde. Etwas, wofür ich mich richtig begeistere. Sicher könnte ich mich mit dem Thema anfreunden. Ich könnte es bearbeiten und es könnte sicher auch ganz interessant sein und vielleicht würde ich eine gute Arbeit zustande bringen (obwohl ich nicht sicher bin, ob ich tatsächlich versiert (Schönes Wort. Kommt auf die Liste) genug in der Vor- und Frühgeschichte bin, um da tatsächlich sichere Ergebnisse zu erzielen). Aber was mache ich danach in der Vor- und Frühgeschichte? Wo will ich hin? Andererseits wäre es eine sichere Bank, sich jetzt auf ein Thema festzulegen. Ich könnte dann sicher noch ein Jahr länger in Kamenz arbeiten und so Geld neben der Promotion verdienen (obwohl ich auch glaube, dass es schwer ist, neben der Arbeit Zeit und Muße für die Promotion zu finden). Ich wäre im gewissen Maße abgesichert. Aber ist es das Wert? Neulich haben wir bei den Pfadfindern über Arbeit und Beruf gesprochen und dass die Arbeit Spaß macht, wenn man den richtigen Beruf hat. Und manchmal macht es mir ja auch Spaß. Aber ich habe noch nicht ganz das Gefühl, da zu sein, wo ich sein soll (also jetzt auf die Arbeit bezogen, nicht auf Kamenz). Ich weiß nur halt leider auch nicht so genau, wo ich stattdessen sein soll. Und ich hab keine Ahnung, wann ich es wissen werde. Ich habe ehrlich gesagt auch gar nicht das Gefühl, dass ich mich richtig festlegen kann, weil es eben so wenig Stellen gibt und ich ja nicht weiß, ob ich überhaupt einen Job in dem Bereich finden werde, den ich dann als meinen Bereich festgelegt habe. Es ist alles so schwierig! Aber wisst ihr was? Es gibt kein Problem, das man nicht mit einem Kamel lösen kann. Wir werden da schon was finden, was zu mir passt und womit ich gut leben kann. Bis dahin schauen wir uns einfach noch ein paar Sonnenuntergänge an:

Oder drücken dem Anubis die Daumen, dass er heute ins Finale einzieht: https://www.youtube.com/watch?v=DuCesmpCKO4.
Nächste Woche sehen wir uns ja dann hier wieder und das ist dann der 200. Blogeintrag. Ich muss euch gestehen, dass ich die Idee, die ich für den 200. Eintrag hatte, noch nicht so weit weiter verfolgt habe, wie ich gehofft hatte, aber wir werden es uns schon schön machen zum 200. Beitrag. Außerdem habe ich gestern über eine neue Adventskalender-Blogversion nachgedacht und hatte einige Ideen. Auch da werden wir bald sehen, was daraus wird. Bis dahin hoffe ich, ihr bleibt alle gesund. Wenn ihr mögt, könnt ihr mich und meine Zukunftssorgen gerne in eure Gedanken und Gebete aufnehmen. Oder ihr schreibt mir, wo ihr mich in 5 Jahren seht. Ich freue mich auf jeden Fall, dass ihr das hier immer so fleißig lest und drücke euch in Gedanken.

Alles Liebe
eure Hannah

Montag, 9. November 2020

What a feeling

Hey ihr Lieben,

wie geht es euch? Ich fühle mich gerade wie die Königin der Welt, weil ich gerade meine erste Steuererklärung abgegeben habe. Ich hatte total Sorge, dass das mega kompliziert wird, aber ich hab das online gemacht und das Programm hat fast alles selber ausgefüllt. Ab und an musste ich zwar trotzdem googeln, was das jetzt eigentlich alles heißen soll und am Ende habe ich nochmal bei Papa angerufen, um die letzten Fragen zu klären, aber jetzt habe ich alles abgeschickt und hoffe, dass das Alles so passt.
Die Arbeit war heute ein bisschen anstrengend. Ich hatte den Rest meines Mittagessens von gestern dabei und habe das in der Mittagspause gegessen und danach bin ich total müde geworden. War wahrscheinlich ein bisschen zu viel bzw. zu mächtig für den Magen. Aber ich war sehr stolz auf das, was ich da gekocht hatte. Ich nenne es "Kürbis con carne" (obwohl es nicht viel mit Chili con Carne zu tun hat). Habe das Rezept aus dem Internet. Da heißt es "Kürbis-Hackfleisch-Pfanne mit Feta". Schmeckt gut. Kann ich sehr empfehlen. Dann habe ich versucht, mich aufzuraffen und die Steine zu inventarisieren, nur um dann festzustellen, dass es vermutlich natürliche Formen sind und sie deswegen gar nicht relevant für unsere Datenbank sind. Dann durfte ich die gerade mit Mühe angelegten Datensätze wieder löschen. Das war nervig. Dadurch habe ich heute irgendwie nicht viel geschafft, aber immerhin habe ich es versucht. Aber jetzt freue ich mich, dass ich mit der Steuererklärung wenigstens etwas wichtiges heute geschafft habe.
Und überhaupt war ich letzte Woche gar nicht so untätig. Ich habe einiges geschafft und meine To Do Liste schrumpft immer weiter. Ich war beim Zahnarzt, habe meinen Rundfunkbeitrag überwiesen, eingekauft und meine Steuererklärung gemacht. Außerdem habe ich eine Idee, wie ich den 200. Blogeintrag hier feiern kann. Bis dahin ist es ja echt nicht mehr lang hin und ich plane eine kleine Überraschung für euch. In meinem Kopf ist die Idee schon super, ich hoffe, die Umsetzung wird dann auch so schön, wie ich sie mir vorstelle. Mehr verrate ich aber noch nicht. 2 Wochen haben wir ja noch. 😊
Ansonsten gibt es gar nicht so viel zu erzählen von letzter Woche. Mein Zahnarzt war krank, aber ich hatte meinen Termin dann bei seinem Chef und das lief auch ganz gut. Der hat nur echt viel gequatscht. Und er meinte, dass ich vielleicht mal einen Test auf Vitamin D-Mangel machen sollte, weil das wohl so ziemlich jeder Mensch hat, aber ich glaube, das ist erst mal nicht nötig. Er meinte, dann hätte man mehr Energie und würde auch besser schlafen, aber ich schlafe ja schon gut (wenn nicht gerade mein Rolle mitten in der Nacht abstürzt, was letzte Woche mal passiert ist. Das war total laut und dann musste ich vier Uhr nachts aufstehen und das Rollo wieder aufhängen, weil es sonst zu hell im Zimmer war. Bis jetzt hält es wieder. Hoffen wir das Beste.). Und irgendwie habe ich auch keine Lust, irgendwelche Nahrungsergänzungsmittel zu nehmen.
Außerdem gehe ich seit Neuestem immer zwei Mal die Woche mit meiner Chefin laufen. Es macht wirklich Spaß, wieder regelmäßig zu joggen und zu zweit ist man auch nochmal motivierter als alleine. Wir haben jetzt eine feste Strecke, die ungefähr 5 km lang ist. Es wird nur immer schneller dunkel und ja jetzt auch kälter. Da muss ich vielleicht meine Joggingausrüstung mal etwas aufstocken und dem Winter anpassen.
Letzte Woche war ich einmal so lange auf Arbeit, dass es auf meinem Bildschirm sogar schon Nacht geworden ist. Der passt sich nämlich immer an die Tageszeit an. Ich weiß aber gar nicht genau, wie er gesteuert wird. Vielleicht nimmt er sich die Sonnenaufgangs und -untergangsstunden aus dem Internet und passt sich daran an. Auf jeden Fall habe ich schon öfter die Dämmerung auf der Insel gesehen, aber letzten Mittwoch war tatsächlich einmal Nacht. Dabei war es erst kurz nach 5 Uhr.
So sah es draußen aus.

Und so eine dreiviertel Stunde später auf dem Bildschirm. Die Handykamera macht es jedoch noch ein wenig heller, als es wirklich war.

Aber zur Zeit habe ich außerhalb der Arbeit halt auch echt wenig vor, deswegen bleibe ich halt manchmal länger auf Arbeit. Chor und Pfadfinder finden ja erstmal nicht statt. Ich habe also ziemlich viel Zeit zu Hause. Trotzdem schaue ich überraschend wenig Serien. Stattdessen höre ich öfter mal einen Podcast und letzte Woche habe ich mich natürlich auch viel mit der Wahl beschäftigt. Es war ja lange echt knapp, aber echt schön zu sehen, wie der Vorsprung am Ende immer größer wurde. Ich bin gespannt, wie Biden sich so schlägt (wenn das mit der Amtsübergabe denn alles rund läuft).
Außerdem verfolge ich natürlich nach wie vor The Masked Singer und bin momentan sehr zufrieden mit der Staffel. Bisher waren echt coole Leute unter den Masken und die noch vorhandenen Charaktere sind auch alle so süß. Neben dem Anubis, von dem ich ja schon erzählt hatte, dass ich ihn sehr gerne mag, finde ich auch das Nilpferd sehr cool. Das hatte ich ja auch schon mal vor zwei Wochen verlinkt, aber es hat halt auch immer eine tolle Liedauswahl, deswegen muss ich euch gleich nochmal ein Video empfehlen. Die Stimme kommt mir auch echt bekannt vor, aber ich komme nicht drauf, wer es sein könnte. Im Internet sagen viele Nelson Müller, aber den vermuten sie irgendwie ständig unter der Maske. Der wurde bisher in jeder Staffel vermutet, von daher wäre mir irgendwie jemand anderes lieber. Obwohl die Waden schon passen könnten. 😉 https://www.youtube.com/watch?v=B-HUKovyLyY. Ich sollte mir vielleicht bis morgen nochmal etwas Zeit zum recherchieren nehmen. Vielleicht wenn der Beitrag hier online ist.
Vorher widme ich mich aber natürlich noch ganz euch. Wir sind ja noch gar nicht durch mit der Woche. Am Freitag Abend war ich nach der Arbeit Joggen. Dann habe ich eine Kartoffelsuppe selber gemacht. Da ich leider immer den Pürierstab bei Mama vergesse, musste ich improvisieren und habe die Kartoffeln mit dem Stampfer klein gemacht. Dann war die Suppe aber noch zu flüssig und ich wollte sie andicken. Im Internet steht, dass man das mit Stärkemehl machen kann. Ich kippte also fröhlich Stärke in die Suppe und natürlich kam, was kommen musste, die Stärke wurde total klumpig. Scheinbar hätte ich sie vorher mit Flüssigkeit verrühren und dann zugeben müssen. Ich hab also erstmal versucht, durch wildes Rühren die Klumpen weg zu bekommen, aber das hat auch nicht geholfen. Also musste ich wieder das Internet zu Rate ziehen. Dort stand, man könne die Suppe durch ein Sieb geben. Dadurch ist sie dann auch tatsächlich noch was geworden und sie hat echt gut geschmeckt. Der JEK-zoom danach war dann auch echt schön und wir haben total lange gequatscht.
Deswegen habe ich Samstag erst mal ausgeschlafen. Eigentlich wollte ich Samstag ja schon meine Steuererklärung machen, aber dadurch dass ich viel zu spät aufgestanden bin, habe ich sie immer weiter nach hinten geschoben und habe sie dann erst am Sonntag gemacht. Samstag habe ich mich stattdessen ausgeruht, war einkaufen, habe mit Mama telefoniert und hatte so einen sehr entspannten Tag.
Sonntag war ich in der Kirche. Es war ein Familiengottesdienst mit kleinen Kindern und ich hatte schon am Freitag im Internet gelesen, dass jeder ein Vogelkuscheltier mitbringen sollte. Das hat mich erst Mal vor ein Problem gestellt, denn ich habe kein Vogelkuscheltier und ich glaube, ich habe auch noch nie eines besessen. Pferde könnte ich anbieten, Löwen, natürlich Bären, diverse Mäuse, Hasen, vielleicht ein Schaf, eine Biene und etwas, was glaube ich eine Ameise darstellen soll, aber Vögel? Ich hab dann erst mal überlegt, was überhaupt ein mögliches Vogelkuscheltier sein könnte. Vielleicht ein Rabe oder ein Küken. Im Gottesdienst zeigte sich dann, dass es doch mehr Leute mit Vogelkuscheltieren gibt, als ich dachte. Da habe ich einen Storch gesehen, einen Papagei, die Pfarrerin hatte sogar eine Taube. Ich hatte kein Kuscheltier dabei, habe mich dann aber doch durch ein kleines Accessoire an das Thema angepasst: 

Auf dem Weg zur Kirche und zurück habe ich mal wieder ein malebox-Album komplett gehört, denn neulich musste ich mit Entsetzen feststellen, dass ich die Existenz eines der Lieder auf der CD komplett vergessen hatte. Dabei ist es so ein cooles Lied. Ich konnte das nicht hinnehmen und musste meine Erinnerungen einfach mal auffrischen. Passend dazu, und weil ich neulich von fb an Lenis und mein erstes malebox-Konzert erinnert worden war, habe ich dann nach dem Gottesdienst mal meine alten Tagebücher rausgekramt und die alten Einträge zu den Konzerten damals gelesen. Das war sehr lustig und ich habe viel gelacht. Nebenbei habe ich natürlich auch ein wenig mehr gelesen und ich war überrascht, was da zum Teil drin steht. Da stehen Gefühle und Sorgen drin, an die ich mich gar nicht mehr erinnern kann. Momente, in denen ich mich missverstanden gefühlt habe, wütende Momente, Angst, Einsamkeit. Das fand ich schon heftig. Man vergisst so viel. Aber vielleicht ist das auch was Gutes, denn es heißt ja, dass es rückblickend vielleicht gar nicht so schlimm war. Und es ist sicher auch gesund für den Körper, dass man diese Gefühle vergisst. Aber manchmal vergisst man eben auch gute Momente. Zum Beispiel stand da, dass ich einmal zum Geburtstag meines Mitbewohners mit ihm und Freunden von ihm im Irish Pub war und auch daran konnte ich mich gar nicht mehr erinnern. Deswegen finde ich es schön, dass ich die Momente im Tagebuch oder im Blog festhalte. Ich schreibe das hier also nicht nur für euch, sondern auch für mich. 😊
Diese (also eigentlich letzte, aber ihr wisst schon, was ich meine) Woche habe ich mir übrigens Gedanken darüber gemacht, ob ein "Ich mag dich." immer gleich das Gefühl weckt, dass man an mehr als an Freundschaft mit dieser Person interessiert ist, oder ob man das auch einfach mal so zu einer Person sagen kann, die man halt einfach mag. Wäre es nicht schön, wenn dir öfter mal jemand sagen würde, dass er dich mag? Ich habe ja neulich mal jemandem gesagt, dass ich es schön finde, dass wir Freunde sind und die Person war erst mal total sprachlos, aber es war halt in dem Moment genau das, was ich gefühlt habe. Was denkt ihr denn dazu? Sollten wir uns öfter mal nette Dinge sagen? Schreibt mir gerne eure Meinung.
Ich mache mir jetzt Abendbrot und schaue vielleicht noch ein paar Indizienvideos zu "The Masked Singer". Und ihr könnt den Beitrag dann noch vor dem Schlafen gehen lesen, wenn ihr schnell seid. Ich freue mich, wenn er euch gefallen hat und wenn ihr auch nächste Woche wieder vorbei schaut.
Bleibt gesund und passt auf euch auf.

Alles Liebe
eure Hannah

Montag, 2. November 2020

Wie ich zum Dorfklatsch wurde

Hey ihr Lieben,

was habe ich mich auf den Blogeintrag heute gefreut. Ich hatte sogar überlegt, ihn vorzuziehen und gestern schon zu schreiben, weil mir zur Zeit so viel im Kopf rum geht, aber wie ihr seht, ist es dann doch heute geworden. Ich hatte heute einen produktiven Tag, hatte auf Arbeit sogar mal wieder einen "Heureka!"-Moment, als ich vermutlich den Fundort zu einem Fundkomplex gefunden habe, den ich gerade bearbeite, weil ich andere Scherben gefunden habe, bei denen der Fundort bekannt ist und die vermutlich mit einer meiner Scherben zusammen passen. Das muss ich aber morgen nochmal prüfen. Leider sind die anderen Scherben schon nicht mehr bei uns im Museum, sondern nur in der Datenbank, aber das kriege ich schon noch raus. 😊 So habe ich also mit einem sehr guten Gefühl meine Arbeit heute beendet, war noch einkaufen, habe leckere Käse-Tortellini gegessen und jetzt sitze ich hier gemütlich und blogge. Was für ein guter Tag. Es ist übrigens auch wieder die Zeit der Sonnenuntergänge, die ich von meinem Fenster auf Arbeit beobachten kann und heute sah der Himmel mal wieder echt schön aus.
Erst so...

... und dann so.

Ich sollte aber in Zukunft daran denken, meine Fahrradlampe mit auf Arbeit zu nehmen, wenn das jetzt schon immer so früh dunkel wird.
Jetzt fragt ihr euch aber bestimmt schon alle, warum ich mich so aufs Bloggen gefreut habe. Eigentlich ist es witzig, dass dieser Eintrag jetzt direkt nach dem von letzter Woche kommt, wo ich nicht so richtig zufrieden war, denn gerade bin ich einfach ziemlich zufrieden mit mir. Ich fühle mich irgendwie hübsch. Ich hab das Gefühl, meine Haare fallen gut, meine Klamotten sehen toll aus und meine neue Brille macht mich eine Spur eleganter. Klingt das komisch, wenn ich das so schreibe? Oder eingebildet? Aber ich finde, man kann ruhig mal zugeben, wenn man gerade sehr zufrieden mit sich ist. Ist das nicht eh so ein neuer Trend? Selbstliebe? "Aber warum?" Werden jetzt sicher einige von euch fragen: Wie kommt es, dass ich diese Woche so zufrieden bin, während ich letzte Woche noch so unzufrieden war?
Ich bin ja der Meinung, dass es tatsächlich ein bisschen mit meiner neuen Brille zu tun hat, aber im Grunde hängt es gar nicht direkt zusammen. Wie ihr ja letzte Woche gelesen habt, wollte ich Dienstag meine neue Brille abholen und damit wieder ein wenig mehr Ordnung und Struktur in mein Leben bringen. Das hat erstmal nicht geklappt, weil ich die Brille Dienstag noch nicht holen konnte. Ich habe dann trotzdem mal meine Unterlagen ein wenig aufgeräumt und habe jetzt tatsächlich wieder mehr Überblick, wann ich was machen muss und fühle mich dadurch schon besser. Außerdem hatte ich Dienstag dann spontan Lust, noch einen Kuchen zu backen, weil ich noch so viel Apfelmus von Mama hatte.

Ich fand zwar, dass der Kuchen nicht ganz so gut geworden war (vielleicht habe ich zu viel Mehl genommen oder er war ein bisschen zu lang im Ofen), aber man konnte ihn schon essen.
Meine neue Brille konnte ich dann tatsächlich erst am Freitag abholen. Sie ist ein bisschen stärker als die Alte und da musste ich mich natürlich erst Mal dran gewöhnen, aber ich mag sie sehr. Mit ihr merke ich allerdings den Unterschied noch stärker, wenn ich gar keine Brille auf habe. Ich hoffe, da spielen sich meine Augen mit der Zeit noch ein. Ansonsten sind die Gläser ein kleines bisschen größer und eckiger als bei der alten, aber ich habe das Gefühl, den meisten Leuten fällt das gar nicht auf. Zumindest hat mich noch keiner auf meine neue Brille angesprochen. Vielleicht merken sie gar nicht, dass die anders ist. Oder sie fragen sich die ganze Zeit, was sich bloß an meinem Gesicht verändert hat. 😄 Dabei war die alte Brille doch ziemlich markant mit den Streifen. Aber wie ich schon sagte, finde ich die neue etwas eleganter als die Alte. Und ich liebe meine neuen Holzohrringe passend zu den Bügeln (na gut, es ist nicht das gleiche Holz - was daran liegen mag, dass meine Bügel glaube ich nur Holzoptik haben und gar nicht wirklich aus Holz sind 😄, aber ich finde, es passt trotzdem gut zusammen).

Guckt mal, wie cool blau mein Auge blitzt. Das sind die neuen schicken Gläser mit dieser besonderen Spiegelung von Bildschirmlicht, die spiegeln das immer blau.

Auf jeden Fall fand ich mich also schon sehr schick mit der neuen Brille und dann hat mich auch noch der Dönermann auf dem Heimweg, als ich mein Abendessen bei ihm gekauft habe, so nett angelächelt, dass ich mir gleich noch ein wenig hübscher vorkam.
"Was?" Werdet ihr jetzt vielleicht denken, "Ist das etwa der Grund, warum Hannah so zufrieden mit sich ist? Es ist doch kein Wunder, dass man, wenn man etwas bei jemandem kauft, man von dieser Person nett angelächelt wird?!" Aber es ging ja noch weiter. Samstag (dieses Wochenende waren ja irgendwie der Samstag und der Sonntag bei mir vertauscht, weil ich Samstag im Gottesdienst war und Sonntag frei hatte) war ich dann im Gottesdienst.

Es war ein Kantatengottesdienst, wo die Bachkantate "Ein feste Burg ist unser Gott" aufgeführt wurde. Ursprünglich sollten wir als Chor da ja mitsingen, aber durch Corona ist es jetzt nur solistisch zustande gekommen. Das war trotzdem ein schöner Gottesdienst und es führte dazu, dass ich den netten Tenor vom WO mal wieder gesehen habe. (Ich habe keine Ahnung, ob er wirklich nett ist, aber ich fühle mich ihm irgendwie verbunden, weil er bei meinem Bruder in der Klasse war und der Enkel von jemandem aus meinem ehemaligen Chor ist und außerdem heißt er Jonas und ich kenne bisher keine uncoolen Jonasse. Außerdem hat er immer, wenn er gerade nicht gesungen hat, ganz vorbildlich seine Maske aufgesetzt, was ich sehr sympathisch fand. Irgendwann werde ich mal wirklich mit ihm reden, vielleicht wenn wir wirklich mal einen gemeinsamen Auftritt mit Chor und Solisten haben. Ich hatte ja kurz überlegt, seinen Großvater anzusprechen, der auch da war, als sie nach dem Gottesdienst noch zusammen standen, weil ich den ja kenne und ich glaube, er hat mich gar nicht erkannt, aber ich wollte dann doch nicht stören.) Aber wie ich dann nach dem Gottesdienst noch rumstand und nicht nach Hause ging, weil ich noch überlegte, ob ich den Großvater des Tenors ansprechen sollte, kam ich unvermittelt zu einem Gespräch mit einem Mann aus der Gemeinde, den ich aus dem Chor kenne und er hat mich spontan zum Mittagessen eingeladen. Und ja, das ist der Grund, warum ich mich gerade hübsch und elegant finde. Ich wurde von einem Mann zum Essen eingeladen, so wie man eben hübsche, elegante, erwachsene Frauen zum Essen einlädt. Natürlich lag das in meinen Augen an der neuen Brille, aber vielleicht wäre es auch mit der alten Brille ganz genau so passiert. "Ach so, Hannah ist gut drauf, weil sie verliebt ist." werdet ihr jetzt vielleicht denken, aber so ist es nicht. Das klingt jetzt auch alles so nach einem Date und er meinte auch schon, es gäbe jetzt bestimmt Dorfklatsch, weil eine Familie mit in dem Restaurant war, die ihn wohl gut kannte 😄 und irgendwie war es ja auch ein Date, denn wir haben uns ja getroffen und es gab Wein und danach hat er mich noch auf meinem Heimweg begleitet, aber in meinen Augen war das kein romantisches Date. Es war einfach ein nettes Mittagessen von zwei Leuten, die sich besser kennen lernen. Wir werden jetzt kein Paar oder irgendetwas in die Richtung, nur weil wir mal zusammen essen waren. Aber ich fühle mich trotzdem irgendwie wertgeschätzt und interessant, denn wenn man von jemandem eingeladen wird, heißt das ja, diese Person findet einen interessant. Als ich noch jünger war, habe ich immer total Panik bekommen, wenn mich ein Junge zu einem Treffen nur zu zweit eingeladen hat. Ich konnte es mir auch nicht so richtig erklären. Sogar bei einem Jungen, für den ich früher mal geschwärmt hatte. Als er mich eingeladen hat, wollte ich partout nicht hin. Daher hatte ich mein erstes richtiges Date (zumindest das, das ich bewusst als Date wahrgenommen hatte) erst ziemlich spät. Damals fühlte ich mich geehrt, dass er mich gefragt hatte, obwohl er meine Schwester ja auch kannte und hatte einfach das Gefühl, dass ich Ja sagen müsste. Auch wenn ich nicht in diesen Jungen verliebt war. Wir haben uns dann einmal getroffen und ich war so nervös, dass ich nur einen Salat essen konnte, aber ich hab das Treffen auch heute noch in sehr guter Erinnerung. Mittlerweile kriege ich keine Panik mehr, wenn mich ein Mann einlädt. Es kommt nicht oft vor, aber ich freue mich immer darüber. Und nachdem ich also am Samstag eingeladen worden war, hatte ich irgendwie mehr das Gefühl, interessant zu sein und weniger das Gefühl, dass es Männer gibt, die so attraktiv sind, dass sie außerhalb meiner Liga spielen. Und ich glaube, das ist eine gute Einstellung sich selbst gegenüber. Wenn man möchte, dass andere einen attraktiv und interessant finden, ist es ja ein guter Anfang, wenn man sich selbst attraktiv und interessant findet (natürlich im gesunden Maße und nicht arrogant). Auf jeden Fall wünsche ich euch, dass ihr das auch über euch denkt: Dass ihr klug seid und witzig und jemand, mit dem man gerne Zeit verbringen will. Und dass ihr Leute kennt, die euch dieses Gefühl geben. (Oder seid einfach selber die Person, die euch das ab und an sagt. 😊)
Sonntag habe ich dann ganz viel Podcasts gehört, Wäsche gewaschen und da ich den Sonntag zum "Zukunfts-Plan-Tag" erklärt hatte, auch ein wenig über mögliche Zukunftsperspektiven nachgedacht. Und ich habe mittlerweile einige Vorstellungen, die mir sehr gut gefallen. Ob das dann alles so klappt, wird sich zeigen, aber es schadet ja nicht, sich mal ein paar Möglichkeiten zu überlegen. Ich habe zum Beispiel gedacht, dass ich gerne Forschen würde. Eine Promotion wäre ja eine Forschung, aber vielleicht gibt es auch noch andere Möglichkeiten. Es gibt ja auch immer mal so Stellen an der Uni in Sonderforschungsbereichen, die man dann mit einer Promotion verknüpfen könnte. Oder vielleicht arbeite ich auch nochmal irgendwo, wo ich mehr mit Menschen zu tun habe. Wo ich Menschen etwas erklären kann zum Beispiel. (Aber nicht in der Schule.) Auf jeden Fall habe ich mir gestern noch ein Buch bestellt, das heute ankam und das auch mit meinen Zukunftsüberlegungen zu tun hat. Da ich im November ja erst mal wieder im Lock Down bin, habe ich neben der Arbeit eh nicht so viel zu tun (außer Fröbelsterne basteln. Das habe ich versprochen.). Da kann ich lesen und mich weiter informieren. Morgen nachmittag habe ich aber erst Mal einen Termin beim Zahnarzt. Ich sollte vermutlich wirklich mal wieder eine professionelle Zahnreinigung machen lassen, aber die kostet immer so viel und ich wollte doch demnächst mein Bafög zurück zahlen. Na ja, schauen wir mal.
Jetzt brauchen wir zum Abschluss noch irgendein schönes Lied. Mir fällt nur nichts ein. Mist, und ich wollte den Beitrag doch nicht zu spät hochladen, damit ihr ihn noch vor dem Schlafen gehen lesen könnt. Und jetzt finde ich einfach kein Lied. Es sollte ja irgendwie zum Thema passen. Na gut, dann eben das hier. Im Grunde geht es ja auch darum, einfach selbstbewusst zu sein: https://www.youtube.com/watch?v=BfZZ5TEqoJk. Außerdem lohnt es sich immer, sich diese hübschen Jungs ab und an mal anzusehen. Habe mich neulich gefragt, was die zur Zeit so machen (ja und vielleicht habe ich sie auch gegoogelt 😄). Auch wenn sie das hier nicht lesen, sende ich einfach mal liebe Grüße raus. Ich hoffe, euch geht es gut, Jungs. 💙
Damit habe ich es für heute geschafft. Jetzt muss ich nur noch einen Titel für den Eintrag finden und hoffen, dass das nicht auch so lange dauert, wie ein Lied zu finden. Bleibt weiterhin gesund, schreibt mir gerne, ob euch der Beitrag gefallen hat und was so eure Gedanken zum Thema sind.

Alles Liebe
eure Hannah

P.S.: Es gibt ein neues Wort auf der Liste der Wörter, die wir wieder mehr verwenden sollen. Eigentlich ist es tatsächlich ein Wort, das ich häufiger verwende, aber ich habe das Gefühl, dass es sonst niemand verwendet: hurtig. Das ist doch ein hübsches Wort. Ich sage es mir oft selbst, wenn ich mich beeilen muss: Jetzt aber hurtig! Klingt doch schön. Mit diesem u und dem i. Irgendwie ein niedliches Wort.

Montag, 26. Oktober 2020

Die Sache mit der Zufriedenheit

Hey ihr Lieben,

heute bin ich spät dran. Aber da ich morgen ja nochmal frei habe, dachte ich, ich könnte heute etwas trödeln. Außerdem war ich vorhin irgendwie noch nicht so in der Stimmung zu Bloggen. Ich weiß auch nicht, was los ist. Vielleicht ist es das Gefühl, dass mein Urlaub bald um ist und ich nicht das geschafft habe, was ich schaffen wollte. Irgendwie habe ich es nicht geschafft, mir mal ein bisschen Zeit zum Nachdenken über die Zukunft zu nehmen. Dabei wäre das eigentlich wichtig. Stattdessen sitze ich hier, habe den ganzen Tag gefühlt Nichts gemacht und fühle mich mal wieder ein wenig einsam. Und wenn diese Woche zu Ende ist, bin ich genau ein Jahr in Kamenz und habe noch genau ein Jahr vor mir und die Zeit läuft und läuft. Und ich sollte mich endlich entscheiden. Es ist nur so wahnsinnig schwer. Deswegen wäre ich in den Ferien halt gerne nach Taizé gefahren, um mal wirklich die Zeit und die Ruhe zum Nachdenken zu haben. Aber jetzt bin ich hier in Kamenz geblieben (und ab und an unterwegs gewesen) und ich hatte diese Ruhe nicht, diesen Abstand vom Alltag, diesen Raum zum In-mich-horchen. Ich wollte eigentlich mal ein paar Dinge in meiner Wohnung sortieren und strukturieren, aber ich habe es einfach nicht gemacht. Ich bin weggelaufen vor den Gedanken. Habe stattdessen lange geschlafen, Hörbücher gehört, Serien geschaut (obwohl ich, was das angeht, tatsächlich ziemlich diszipliniert war und weniger geschaut habe als sonst). Ich habe mir jeden Tag gedacht, dass das Nachdenken und Sortieren ja noch Zeit hat und ich es ja auch noch morgen machen kann. Morgen mach ich alles anders. Kennt ihr diesen Gedanken? Ich hab ihn ziemlich oft. Ich verschiebe viele Dinge auf später, vor allem die unangenehmen. Und das Problem ist, dass sie dadurch von Tag zu Tag noch unangenehmer werden. Aber ich habe ja tatsächlich morgen noch einen Urlaubstag vor mir. An einem einzelnen Tag werde ich sicher keine Wunder vollbringen, aber ich kann ja wenigstens mal anfangen. Nächstes Wochenende habe ich bisher auch nichts vor und kann noch ein wenig weitermachen.
Wenn es klappt, hole ich morgen meine neue Brille beim Optiker ab. Meine alte Brille ist ja schon seit einer ganzen Weile kaputt und bisher habe ich sie immer zusammengeklebt weiter benutzt, weil ich die Streifen so mag, aber es ist mal Zeit gewesen, für etwas Neues. Und vielleicht markiert diese Brille ja auch den Anfang einer neuen Hannah. Einer, die nicht mehr alles vor sich her schiebt. Einer erwachsenen Hannah, die Entscheidungen über ihr Leben trifft und die nötigen Schritte dafür vorbereitet. Ziel war ja ein Plan bis Ende Oktober. Da habe ich also noch bis Samstag Zeit.
Hier ist schon Mal ein Vorgeschmack auf die neue Brille. Ein Foto davon, wie ich sie trage, gibt es dann nächste Woche (oder eher auf meinem insta-Profil).

Dass ich von einer neuen Hannah spreche, bedeutet aber nicht, dass ich mich jetzt komplett nicht mag. Ich mag diese eine Seite von mir nicht. Ansonsten finde ich mich eigentlich ziemlich gut. Und es gab in den Ferien auch immer wieder Momente, wo ich sehr mit mir zufrieden war. Ich war zum Beispiel zwei Mal in dieser Woche joggen, habe viel Obst und Salat gegessen und mich ziemlich gut deswegen gefühlt. Neulich habe ich mir so einen grünen Multi gekauft, den ich jetzt immer zum Frühstück trinke. Er ist ein wenig sauer, aber auch ziemlich lecker. Passt sehr gut zum bunten Frühstück. Außerdem esse ich jetzt morgens oft Müsli mit klein geschnittenem Obst, Haferflocken, Cornflakes, Sonnenblumenkernen und Jogurt. Das ist ein toller Start in den Tag.
Teile des bunten Frühstücks

Gut gefühlt habe ich mich auch am Samstag, als meine Freunde zum Spieleabend bei mir waren (erst dachten wir ja, wir dürften uns gar nicht treffen, aber mit unter 10 Personen ist ein Treffen ok und wir waren nur zu viert). Ich habe Lasagne gemacht, die wirklich gut geschmeckt hat (was mich sehr gefreut hat) und einer meiner Freunde sagte zu mir, ich sei "nicht mit Geld zu bezahlen", weil ich das Bier sogar schon kalt gestellt hatte. Das mag jetzt lustig klingen, dass er mir das wegen des Biers gesagt hat, aber ich fand es in dem Moment ein wirklich süßes Kompliment. Das hat glaube ich noch nie jemand zu mir gesagt, dass ich nicht mit Geld zu bezahlen sei. Das heißt doch im Grunde, ich sei ein Schatz, oder? 😄

Zufrieden war ich auch über die Zeitumstellung am Sonntag. So konnte ich ein wenig länger schlafen. Auch wenn ich zugeben muss, dass ich mich noch nicht so ganz an die neue Zeit gewöhnt habe. Vorhin war ich kurz schon in "Zu Bett geh"-Stimmung, dabei war es erst halb 8. Und dann ist mir ja auch eingefallen, dass ich noch bloggen muss. Aber am Sonntag habe ich schon festgestellt, dass wir Menschen scheinbar nicht die einzigen sind, die die Zeitumstellung verwirrt. Den Uhren geht es nicht anders. Zumindest der, an der ich auf dem Heimweg vom Gottesdienst vorbeikam.

Aufgenommen 11:03 Uhr

Aufgenommen 11:04 Uhr

Das muss man erst Mal schaffen als Uhr, innerhalb von einer Minute fast 10 Minuten weiterzurücken. 😄 Kein Wunder, dass sie nicht die richtige Zeit anzeigt. Davon dass die andere Seite, die man hier nur ein wenig sieht, nochmal eine ganz andere Uhrzeit zeigt, will ich gar nicht reden.

Außerdem habe ich letzte Woche schicke neue Klamotten gekauft (unter anderem eine Jacke, die ich zu meiner Einführung als Kirchvorsteherin anziehen will, also drückt mir die Daumen, dass der Gottesdienst auch wirklich stattfindet; und einen sehr schicken und zugleich gemütlichen Pullover), ich habe Leni und Luki getroffen und mir mit Leni Brautkleider im Internet angeschaut 😊 und ich habe meine Wohnung ein wenig geputzt. Außerdem habe ich ein wenig (na gut, vielleicht auch ein bisschen mehr) zu den neuen Figuren bei The Masked Singer recherchiert und Theorien erarbeitet. Leider gibt es dieses Mal nur ein paar der Lieder auf youtube, sonst hätte ich euch gerne meine Lieblingsmaske bisher, den Anubis gezeigt, stattdessen kann ich euch nur einen Ohrwurm ins Ohr setzen, den ich auch am Wochenende schon die ganze Zeit beim Putzen gesungen habe. 😄 Und das Nilpferd ist auch echt cool. Nach dem Lied könnt ihr aber ruhig wegschalten. Das Rateteam hat in der ersten Folge noch nicht viel Produktives gesagt: https://www.youtube.com/watch?v=9uKy1H0WIyY. Ich hab übrigens meine ganz eigene Theorie, wer das Nilpferd sein könnte, aber so ganz sicher bin ich mir da noch nicht. Ich warte mal den nächsten Auftritt morgen ab.
So, ich glaube, für heute belasse ich es dabei. Der Eintrag ist halt etwas kürzer als sonst, aber das passt schon so. Und richtig kurz ist er ja auch nicht. Ich hoffe, ihr macht euch nach dem Anfang keine Sorgen um mich. Es gibt halt immer mal Hochs und Tiefs, aber im Großen und Ganzen läuft mein Leben gut. Und ich freue mich auf morgen. Und darauf, vielleicht eine Mind-Map über meine Zukunftspläne zu erstellen.
Passt auf euch auf, haltet Abstand und tragt eure Masken (ich möchte eigentlich weder im Supermarkt, noch in der Bahn in nächster Zeit die Nase von irgendjemandem sehen, das müssen die Leute doch langsam mal verstehen) und bleibt optimistisch. Ich drück euch in Gedanken.

Alles Liebe
eure Hannah

Montag, 19. Oktober 2020

Apfelernte und Konzert-Glück

Hey ihr Lieben,

es ist Montag und ich habe euch nicht vergessen. Ich hab nur den Beitrag etwas nach hinten geschoben, weil ich dachte, dass ich ja eh morgen ausschlafen kann. Und es ist auch ganz gut, wenn ich meinen Tagesrythmus jetzt etwas verschiebe (also später ins Bett gehe und morgen später aufstehe), denn morgen startet ja die dritte Staffel von "The Masked Singer" und da wird es bestimmt spät. Wie geht es euch so? Seid ihr alle gesund? Bei uns auf Arbeit waren letzte Woche sehr viele Leute krank, aber ich hab ehrlich gesagt noch nichts gemerkt (bis auf ein bisschen Halskratzen ab und zu, aber das liegt wahrscheinlich am Wetter). Wenn meine Ferien nach Plan verlaufen wären, wäre ich jetzt gerade in Taizé, aber vermutlich ist es bei der aktuellen Lage sowieso besser, seinen Urlaub zuhause zu verbringen. Ich war zwar jetzt das Wochenende unterwegs, aber ich habe im Zug immer vorschriftsmäßig meine Maske getragen und mir immer wieder die Hände gewaschen oder desinfiziert. Ich hoffe also, dass ich gesund geblieben bin.

Letzte Woche habe ich mich sehr gefreut, weil endlich der 200. Kommentar hier im Blog geschrieben wurde. Und es war auch noch ein sehr netter Kommentar von einer Person, zu der ich ewig keinen Kontakt hatte, also ein sehr überraschender Kommentar. Absolut würdig für Nummer 200. Der nächste Meilenstein wird dann der 200. Blogeintrag hier sein, der voraussichtlich Ende November so um den 1. Advent herum erscheint (aktuell sind wir bei Nummer 195), ihr könnt also mal rechnen, wann der 200. kommt. Ich hab auch gerade mal gerechnet. Das wäre dann in der Woche vor dem 1. Advent, wenn ich jede Woche einen Beitrag schreibe. Schauen wir mal.

Ich freue mich auf jeden Fall sehr, dass ich jetzt Ferien habe. Die letzte Arbeitswoche war noch mal einiges los. Am Mittwoch war zum Beispiel ein total chaotischer Tag, bei dem ich zweimal mit dem Fahrrad durch den strömenden Regen fahren musste und irgendwie Nichts so wie geplant verlaufen ist. Die Pfadfinder haben dann noch irgendwie die letzte Energie aus mir rausgesaugt, weil sie laut waren und total unruhig und es generell total schwierig ist, ihnen zu erklären, wie die Knoten gehen. Ich kann die dann nur immer wieder vormachen und sie machen es doch anders als ich. Und das Problem ist dann, dass ich noch nicht so sicher bei den Knoten bin, dass ich dann direkt nachvollziehen kann, was sie falsch gemacht haben. Abends war ich auf jeden Fall ganz schön knülle. Und dann hatte ich ja auch noch Chorprobe. Die lief dafür dann aber ziemlich gut. Ich kam sogar ganz gut in die Höhe. Das ist bei mir auch immer sehr Tagesform-abhängig.
Donnerstag bin ich auf Arbeit auch nicht so richtig zu dem gekommen, was ich erledigen musste, weil ich Telefondienst hatte. Abends habe ich mir Teigtaschen mit Schinken und Schmand gemacht. Die waren lecker.
Eigentlich wollte ich ja Freitag direkt nach der Arbeit zu meinen Eltern fahren, aber dann hat das alles auf Arbeit länger gedauert als geplant und ich habe mich doch entschieden, noch eine Nacht länger in Kamenz zu bleiben. Freitagabend war aber auch echt nicht mein Abend. Da war ich eh schon nicht so gut drauf, weil ich nicht nach Hause fahren konnte und dann habe ich mich auch noch am Herd verbrannt und der Ton meines Laptops hat beim Start der JEK-zoom-Konferenz gesponnen. Zum Glück ging es dann nach einem Neustart aber wieder und der Abend war doch noch ganz schön. Wir haben über Christ Sein in der Politik geredet und ich fand das Thema echt interessant.
Am Samstag konnte ich dann endlich heim. So konnte ich zwar nicht richtig ausschlafen, aber da hatte ich mehr vom Tag. In Reichenberg habe ich dann mit Mama Äpfel geerntet. Das habe ich noch nie gemacht. Wir hatten so lange Stangen mit Zinken oben und kleinen Beuteln darunter, womit man die Äpfel vom Baum pflücken konnte. Das hat Spaß gemacht und die Äpfel, die wir gepflückt haben, sahen echt schön aus. Es war aber auch anstrengend und wir haben nur einen Baum von zweien geschafft.



Trotzdem haben wir eine riesige Ausbeute an Äpfeln. Diejenigen, die schon ein paar Stellen hatten, oder heruntergefallen waren, haben wir dann gleich gewaschen und einige davon hat Mama schon zu Apfelmus verarbeitet und mit ihnen einen Apfelkuchen gebacken. Es sind aber echt viele da, die noch verarbeitet werden müssen. Habt ihr Apfelrezepte? Schickt sie mir gerne.
Das Apfelbad

Abends waren Mama und Papa unterwegs und ich habe "Drachenzähmen leicht gemacht 3" angeschaut.
Sonntag konnte ich dann ausschlafen, da der Gottesdienst erst 11 Uhr losging. In Reichenberg wurde am Sonntag sogar das erste Mal wieder Abendmahl gefeiert, was ich mutig fand angesichts der steigenden Zahlen. Man hat aber nur eine Hostie bekommen und keinen Wein und es war ein Wandelabendmahl, wo man also nicht im Kreis steht, sondern jeder direkt wieder an seinen Platz zurück geht. Es ist schon schön, dass das Abendmahl so schrittweise wieder eingeführt wird, aber mir hat doch was gefehlt. Das war alles so schnell vorbei. Aber im Moment geht es halt nicht anders. Also entweder so oder gar kein Abendmahl. Nach dem Gottesdienst bin ich dann nach Leipzig gefahren, wo ich abends auf einem Konzert war. Es war ein a-cappella-Doppelkonzert mit Quintense und baff! (a.k.a. "die fantastische baff-Band 😄") und ich hatte im Laufe der letzten Woche relativ spontan entschieden, da hinzugehen und hab gleich noch Leni gefragt, ob sie (und Luki) mitkommen wollen. Wir hatten schon die ganze Zeit die Befürchtung, dass es in letzter Minute abgesagt wird, aber es fand wie geplant statt. Ich war ewig nicht mehr mit Leni auf einem a-cappella Konzert und es war einfach schön, weil es mich so sehr an die alten Zeiten erinnert hat, wo wir noch zusammen bei "High Five" oder "malebox"-Konzerten waren. Die Stimmung war so ähnlich. So eine entspannte Atmosphäre (trotz Masken und Abstand), ein Publikum aus a-cappella-Begeisterten, bei denen man gleich auf bekannte Gesichter trifft (mal mehr, mal weniger überraschend, aber immer schöne Begegnungen), ein gemütlicher Saal, junge Leute auf der Bühne, die Spaß am Singen haben und so einen tollen Klang zusammen erzeugen können, die Beatbox-Klänge und der Bass dazu, die Harmonien, das alles war einfach schön. Und dabei Leni neben mir grinsen zu sehen und mitzuwippen und zu lachen, wenn der Bass mal wieder besonders cool brummt, das hat das Konzert gleich noch ein bisschen besser gemacht, denn alleine wäre es nur halb so schön gewesen.


Und ich hoffe sehr, dass auch wenn die Zahlen jetzt weiter steigen, trotzdem weiter Kulturveranstaltungen stattfinden können. Mit Maske und Abstand kann das echt gut funktionieren. Ich glaube, die Gefahr geht echt mehr von privaten Zusammenkünften aus, wo man sich ja deutlich näher ist. Das habe ich neulich auch in einem Podcast gehört. Also unterstützt die Kultur, wenn ihr könnt. Denn es wäre wirklich schade, wenn so tolle junge Leute sich ihre Arbeit nicht mehr richtig leisten können oder so tolle Locations wie der Kupfersaal in Leipzig an der Krise zu Grunde gehen.
Nachdem ich in Leipzig übernachtet habe, bin ich dann heute zurück nach Kamenz gefahren und morgen muss ich dann mal anfangen, meine To Do Liste für die Ferien abzuarbeiten. Aber erst mal wird ausgeschlafen und gemütlich gefrühstückt. Ich habe mir heute schon richtig leckere Sachen für mein Frühstück morgen gekauft. Das wird richtig gesund. Unter der Woche, wenn ich arbeiten muss, frühstücke ich nämlich immer sehr kurz und hektisch und mache dabei ständig noch andere Dinge, so dass ich das morgen mal richtig ruhig zelebrieren werde. Das wird schön. 😊
Zum Schluss hatte ich euch ja wieder Musik versprochen. Diesmal muss ich euch (um der guten Gerechtigkeit willen) tatsächlich mal zwei Lieder empfehlen: eines von baff! und eines von Quintense. Denn beide Gruppen machen echt tolle Musik und haben eine Erwähnung hier absolut verdient. baff! sind hier mit ihrem eigenen Song "Zeit": https://www.youtube.com/watch?v=oXhzoBjpUqw. Und das sind Quintense mit einem fantastischen eigenen Arrangement von "All About That Bass" von Meghan Trainor: https://www.youtube.com/watch?v=6cfK_HF08Sg. Viel Spaß mit ein wenig a-cappella-Musik. Lasst beiden Gruppen gerne ein wenig Liebe in Form von youtube-Likes oder Kommentaren da, falls es euch möglich ist. Und für meinen Blog gilt natürlich das gleiche. 😉
Passt auf euch auf, bleibt gesund, genießt die Ferien oder den Urlaub, falls ihr welchen habt und schaut gerne nächste Woche wieder vorbei.

Alles Liebe
eure Hannah

P.S. Eine Freundin, die diesen Blog auch liest, empfahl mir neulich eine instagram-Seite namens "sprachschatztruhe", auf der auch immer wieder schöne Wörter vorgestellt werden. Neulich stieß ich dort auf das Wort "galant" und die Frage, ob wir jemanden kennen, der "galant" ist. Fällt euch jemand ein? Auf jeden Fall ist es auch ein schönes Wort, das wir mal im Hinterkopf behalten können. Noch ein wenig schöner finde ich allerdings das Wort "Galan" für Freund. Vielleicht sollte ich das in meinen Wortschatz übernehmen. Ist aber eher abwertend gemeint, oder? In dem Fall nehme ich es vielleicht doch nicht auf.

Montag, 12. Oktober 2020

Schöner schimpfen

Hallo ihr Lieben,

heute habe ich ein schönes Thema für euch. Lasst uns doch ein bisschen über Sprache reden, besser gesagt über die Schönheit der Sprache. Mir ist nämlich kurz nach meinem letzten Blogeintrag eingefallen, dass ich ja ganz vergessen hatte, euch zu sagen, dass ich ein neues Wort auf meine Liste der Wörter, die wir wieder mehr benutzen sollten gesetzt habe. Diesmal ist es ein Schimpfwort. Das mag verwundern, da man Schimpfwörter ja eigentlich eher weniger als häufiger verwenden sollte, aber manchmal kommt man ja in Situationen, in denen man sich über etwas ärgert und ich finde, wenn man schon schimpft, dann sollte man doch wenigstens ein schönes Schimpfwort benutzen. Ich finde daher, wir sollten mehr dazu übergehen, Dinge als "Saftladen!" zu bezeichnen. Das ist doch ein schönes Wort. Man macht einerseits seinem Ärger Luft, aber gleichzeitig denkt man daran an einen netten Ort, wo man Saft trinken kann. Da ist man gleich weniger schlecht gelaunt. Ich finde, vor allem Kinder sollten einen Ort, über den sie sich ärgern, als Saftladen bezeichnen, zum Beispiel die Schule. Stellt euch doch mal vor, wie niedlich das wäre, wenn so ein Zweit- oder Drittklässler wütend aus der Schule kommt und meint, das sei so ein Saftladen. Hat übrigens jemand von euch eine Ahnung, woher das kommt, dass man etwas als "Saftladen" bezeichnet? Warum sollte ein Laden, in dem es Saft gibt, schlecht sein? Weil es dort keinen Alkohol gibt? Dann wäre es eher ein Erwachsenenschimpfwort. Oder gibt es dazu eine coole Geschichte, dass im Mittelalter in einigen Gaststuben der Wein mit Saft gestreckt wurde und deswegen ärgerte man sich über diese Orte und nannte sie "Saftladen"? Hmm, habe mal ein wenig im Internet gesucht und es gibt keine richtig schöne Geschichte zum Saftladen. Ursprünglich waren damit wohl Apotheken gemeint und dann irgendwann zwielichtige Kneipen, aber so richtig wird nicht erklärt, warum sich die Bedeutung über die Jahre gewandelt hat. Da hat mir meine Geschichte aber besser gefallen. Nichtsdestotrotz sollten wir "Saftladen!" vermehrt in unseren Schimpfwortgebrauch aufnehmen. Gerade auch weil es so ein schönes "Teekesselchen" ist. Spielt das heutzutage eigentlich noch jemand, also "Teekesselchen"? Ich habe es ewig nicht mehr gespielt oder auch nur mitbekommen. Dabei ist es doch auch ein schönes Spiel mit viel Sprachwitz. Macht doch diese Woche mal etwas, um die Schönheit der Sprache zu feiern. Irgendwas, was euch das Gefühl gibt, ach Mensch, Sprache ist schon was Feines. Muss ja nichts großes sein. Und dann berichtet mir gerne davon. Ihr könnt mir auch ein Lied oder Gedicht oder irgendeinen Text schicken, der eurer Meinung nach die Schönheit der Sprache feiert. Ich bin gespannt.

Im Gegenzug verrate ich euch natürlich auch wieder, wie meine Woche so war. Meine Woche war im Großen und Ganzen echt gut. Ich komme in letzter Zeit nur immer so schwer aus dem Bett. Na ja, bald wird ja die Uhr umgestellt, vielleicht wird es dann wieder besser? Weil an sich stehe ich ja dann eine Stunde später auf, als ich jetzt aufstehe, oder? Mir fällt das so schwer, diese Umrechnung richtig hinzubekommen. Ich kenne ja den Spruch mit den Stühlen und weiß, wann eine Stunde vor und wann eine Stunde zurück gedreht wird, aber was das dann konkret für die einzelnen Uhrzeiten für mich bedeutet, kriege ich irgendwie nicht im Kopf geklärt. Ist es dann heller oder dunkler, wenn ich abends zum Chor gehe? Und kriege ich eine Stunde mehr oder weniger Schlaf? Das ist schon verwirrend mit der Zeitumstellung. Trotzdem bin ich froh, dass sie noch nicht abgeschafft wurde. Ist doch irgendwie ganz lustig, dass man zwei Mal im Jahr diesen Zeitsprung macht. Und es sorgt ja wohl auch dafür, dass wir besser an den Tag angepasst sind. Na ja, auf jeden Fall komme ich in letzter Zeit immer recht spät zur Arbeit, was ja eigentlich blöd ist, weil ich dann länger bleiben müsste. Mittlerweile ist es sogar schon immer wieder vorgekommen, dass mein Bildschirmhintergrund (der passt sich nämlich an die Tageszeiten an, was super cool ist) schon die Dämmerung angezeigt hat, als ich nach Hause gegangen bin. Da kommt es mir dann immer noch später vor. Aber es ist eben auch so schön, morgens noch etwas im warmen kuscheligen Bett liegen zu bleiben und erst später aufzustehen. Wenn man dann aber auf Arbeit kommt und es erwartet einen eine kleine Überraschung am Arbeitsplatz, freut man sich doch ein bisschen, dass man es aus dem Bett geschafft hat. 

Letzte Woche habe ich viel die Exkursion für Samstag vorbereitet. Das hat Spaß gemacht. Außerdem hatten wir einen Aufräumtag, bei dem wir mal ein wenig die Regale aufgeräumt und ausgemistet haben. (Natürlich haben wir keine Objekte weggeschmissen. Es ging mehr um Papierkram, den man nicht mehr braucht.)
Außerhalb der Arbeit war ich letzte Woche sonst viel unterwegs. Bewusst gemerkt habe ich das am Sonntag, als mir auf einmal auffiel, dass ich seit Dienstag meine Mails nicht mehr abgerufen hatte. Ich war also in der Freizeit ziemlich wenig am Computer. Das fand ich gut. Am Mittwoch war ich ja bei den Pfadfindern. Wir hatten total Glück mit dem Wetter. Als wir losgefahren sind, hat es zwar noch geregnet, aber kurz bevor es losging, riss dann der Himmel auf und wir hatten strahlenden Sonnenschein. Erst allmählich zog es wieder zu und die letzte viertel Stunde sind wir in die Kirche gegangen, weil es geregnet hat. Aber da waren wir ja schon so gut wie fertig. Die Kinder sind nett (außer der 15-Jährige, der gedacht hat, ich sei 16. So eine Frechheit!) und ich freue mich auf die Zeit mit ihnen. Am Mittwoch habe ich ja noch nicht so viel mit ihnen zu tun gehabt, aber ich hab mir schon mal alle Namen sagen lassen. Mal sehen, wie viele davon ich diesen Mittwoch noch weiß. Wir haben Knoten gelernt und ich habe die Woche über schon fleißig geübt und würde behaupten, die ersten drei, die wir gelernt haben, jetzt schon sicher zu beherrschen. Ich muss mir nur noch die Namen dazu merken.






Auf jeden Fall freue ich mich schon auf diesen Mittwoch, wenn es weiter geht. Hoffentlich wird es nur nicht zu kalt. Ich werde mich einfach extra warm anziehen.
Dienstag hatte ich übrigens einen schönen Mailkontakt mit meiner Pfarrerin und wir haben ein Projekt geplant, das wir gerne gemeinsam im neuen KV voranbringen wollen. Es war meine Idee, aber sie hatte wohl auch schon öfter in die Richtung gedacht und ich hoffe, dass wir da gemeinsam etwas auf die Beine stellen können. Ich will noch nicht zu viel verraten, was es ist, aber ich freue mich total darauf, mich da an die Arbeit zu machen und Leute für meine Idee zu begeistern.
Am Donnerstag war ich nach der Arbeit mit einigen Kolleginnen aus der Archäologie noch im Pub. Das war eine sehr nette Runde. Wir haben uns über allerhand Dinge unterhalten, unter anderem über Religion, was sehr interessant war und das Essen war auch lecker. Ich hatte ein Gericht, das sich "Strammer Marcus" nannte. Als der Kellner dann an unseren Tisch kam und ich auf seinem Hemd gelesen habe, dass er Marcus heißt, war es mir etwas peinlich, einen strammen Marcus zu bestellen. Das kam mir so zweideutig vor. 😄 Aber wenn das Gericht nun mal so auf der Karte steht, kann ich ja nichts machen. Er hat auch nichts dazu gesagt. Stattdessen habe ich am Samstag auf Exkursion, wo wir auch noch in einer Gaststätte waren, einen lustigen Spruch von einem Kellner zu hören bekommen. Wir saßen alle am Tisch und er hat die Getränke aufgenommen und ich war noch sehr unentschlossen. Da meinte er dann "Wollen Sie vielleicht etwas kleines Süßes? Soll ich in die Knie gehen?" Platt, aber irgendwie auch ganz witzig, oder? 😄
Freitag war ich nach der Arbeit in der Stadtbibliothek und habe mich mal wieder mit Lesestoff eingedeckt (unter anderem natürlich für meinen Urlaub).
Ja, ich lese hauptsächlich Liebesromane. 😅

Und dann habe ich Freitag gleich das eine Buch angefangen, das ich dann gar nicht mehr aus der Hand legen konnte. Ich habe glaube ich bis halb 2 gelesen und hatte ein wirklich schlechtes Gewissen, weil ich Samstag doch früh raus musste. Ich habe aber nicht verschlafen und war auch nicht zu müde auf der Exkursion. Wir waren in den Königshainer Bergen (wo wir im Juli auch schon auf dem Totenstein waren) und wollten noch weitere Steine auf Schälchen untersuchen. Leider hat es etwas geregnet und war sehr nass, so dass wir nur schwer auf die Steine rauf gekommen sind. Zum Glück stellte sich schnell heraus, dass die Strukturen auf dem Stein wenig relevant für uns sind, weil sie hauptsächlich geogen entstanden sind, so dass wir nur ein paar Fotos machen mussten und keine aufwendige Doku. Trotzdem konnten wir ein bisschen was über die Gesteinsart und deren Entstehung dort von den Geologen, die mit waren, lernen.





Wir waren dann noch gemütlich was Essen (ich habe eine super leckere heiße Schokolade mit Sahne getrunken) und zum Abschluss war ich noch auf dem kleinen Aussichtsturm auf dem Hochstein oben. Von dort hat man eine tolle Aussicht über die umliegende Region und trotz der grauen Wolken konnte ich ein paar schöne Fotos machen. Auch ein hübsches Selfie von mir zum Abschluss, auf dem, wie ich finde, meine Wimpern so lang aussehen. Dabei sind sie nicht mal getuscht.






Samstag Abend habe ich dann das nächste Buch durchgelesen. Diesmal nicht ganz so lang (nur etwa bis 11). Leider konnte ich auch Sonntag nicht richtig ausschlafen, weil ich gleich wieder arbeiten musste. Der Dienst im Elementarium war zwar ziemlich entspannt, aber ich freue mich trotzdem schon darauf, dass ich nach dieser Woche erst mal 10 Tage Urlaub habe. Ich habe jetzt schon Pläne, was ich so machen könnte: Shoppen in Dresden, Wohnung aufräumen, Freunde besuchen, einen Spieleabend. Aber davon kann ich euch ja dann nächste Woche erzählen. Es könnte sein, dass sich in den Ferien mein Blogtag ein wenig verschiebt (da ich jetzt noch nicht weiß, wie ich die Abende jeweils verbringen werde), aber wir hören uns auf jeden Fall nächste Woche. Bis dahin könnt ihr mir gerne eure Ergebnisse zur "Schönheit der Sprache"-Challenge schicken. Ich lerne währenddessen die Namen der Knoten, die ich schon kann. Da der Beitrag heute jetzt schon so lang ist und ich bald schlafen gehen sollte, gibt es heute nicht noch ein Lied, aber nächste Woche Dienstag startet "The Masked Singer" wieder. Da hab ich bestimmt wieder neue Empfehlungen für euch.

Alles Liebe und passt auf euch auf.
Eure Hannah

Montag, 5. Oktober 2020

Beruf und Berufung

Hey ihr Lieben,

ich hoffe, euch geht es allen gut. Ich hab mir vorhin an der Suppe die Zunge verbrannt und jetzt fühlt sie sich ein wenig pelzig an, aber sonst geht es mir gut. Na gut und ich habe ein bisschen Muskelkater. Das kommt davon, dass ich am Wochenende Fußball gespielt habe. Ich wollte erst gar nicht mitspielen, weil ich nicht die passenden Klamotten für Fußball anhatte und außerdem Angst hatte, dass mir der Ball gegen die Brille fliegt, aber dann hatte ich doch nichts besseres zu tun und habe mitgespielt. Es hat Spaß gemacht. Mein Team hat zwar verloren (was vermutlich zum großen Teil an mir lag), aber ich habe immerhin auch ein Tor geschossen. Na gut, dafür muss ich jetzt den Muskelkater in Kauf nehmen. Ich hoffe, am Mittwoch ist es halbwegs vorbei. Da habe ich nämlich ein Treffen mit den Pfadfindern und es wäre doch ein wenig peinlich, wenn ich da wie eine alte Frau stöhnend und ächzend durch die Gegend schlurfe. 😄 Aber ich denke, bis dahin bin ich wieder fit.

Jetzt habt ihr ja sicher schon alle die Überschrift gelesen und wollt unbedingt wissen, was denn jetzt endgültig bei meiner KV-Kandidatur herausgekommen ist: Ich wurde berufen! Und es hat sich sogar herausgestellt, dass mich die Kamenzer glaube ich doch ganz gerne mögen, denn das Wahlergebnis mit allen Stimmen wurde veröffentlicht und immerhin 48 von 135 Leuten haben mich gewählt. Das sind 35,5%. Hört sich doch gut an, oder? Mit 8 Stimmen mehr hätte ich Gleichstand mit der Person gehabt, die noch durch die Wahl reingekommen ist. Das ist also wirklich kein so schlechtes Ergebnis. So hatten die KirchvorsteherInnen also auch keinen Grund zu behaupten, die Gemeinde hätte mich nicht gewollt und deswegen berufen sie mich auch nicht. Ich freue mich auf jeden Fall sehr, dass es geklappt hat. Am 1. Advent werde ich dann feierlich in den KV eingeführt. Ich habe auch schon den Wunsch geäußert, dass ich gerne eingesegnet werden würde. Sollte das nicht eh für einen Kirchenvorstand Usus sein? Aber scheinbar ist es nicht üblich. Es gibt nur eine feierliche Einführung mit Gelöbnis. Aber wenn ich ganz lieb frage, werde ich ja vielleicht trotzdem eingesegnet. Ich finde es schön, gesegnet zu werden. Das mochte ich schon beim Abendmahl als Kind sehr gern. Es ist so eine schöne symbolische Handlung (und es fühlt sich schön auf den Haaren an 😊). Aber bis zum 1. Advent ist es ja noch eine Weile hin. Normalerweise bin ich ja auch am 1. Advent immer zuhause bei meinen Eltern, aber diesmal werde ich dann wohl in Kamenz sein. Vielleicht finde ich ja noch ein paar Freunde, die mit mir feiern wollen (also ich muss jetzt nicht komplett neue Freunde finden. Ich habe sie schon. Ich muss nur noch rauskriegen, ob sie mit mir feiern wollen 😉). Aber wie gesagt, es ist ja noch etwas Zeit. Mittwoch Abend habe ich schon spontan mit dem Chef und seiner Freundin auf meine Berufung angestoßen und er hat mich das erste Mal "Chefin" genannt. (Er hatte ja neulich schon gesagt, dass ich dann seine Chefin werde, wenn ich im KV bin.) Das fand ich süß. Dann muss ich jetzt wohl aufhören, ihn Chef zu nennen. Na mal sehen, vielleicht fällt mir ja bis zum 1. Advent noch ein neuer Spitzname für ihn ein. Wir sind dann noch eine Weile durch Kamenz gelaufen, weil wir noch was drucken wollten und haben eine ganze Weile gequatscht. Es war ein schöner Abend. Donnerstag habe ich mir dann einen Sekt gekauft und nach der Arbeit spontan Waffeln gebacken und so für mich ein wenig meine Berufung gefeiert. Die Waffeln waren super lecker. Ich hab sie mit Butter-Vanille Aroma gemacht, weil mein Vanille-Zucker alle war und dadurch schmeckten sie wunderbar buttrig und lecker. Und dazu gab es meinen selbstgemachten Apfelmus und Vanille-Eis. Es war ein Festmahl.



Auf Arbeit ist diese (bzw. letzte) Woche nichts erwähnenswertes passiert, aber ich habe mal ein wenig bezüglich meiner Promotion überlegt und habe mittlerweile wieder einen Wunsch-Plan, wie mein Leben in den nächsten Jahren aussehen sollte. Ich möchte auf jeden Fall die nächsten Jahre in Kamenz wohnen bleiben. Immerhin bin ich für 6 Jahre in den Kirchenvorstand berufen worden. Da wäre es ja doof, wenn ich nächstes Jahr schon wieder abhauen müsste. Und ich möchte promovieren. Ich hab tatsächlich wieder Lust auf Uni bekommen (also ich würde jetzt nicht nochmal zig Kurse besuchen wollen, aber ich habe Lust, in der Bibliothek zu sitzen und zu arbeiten). Am liebsten würde ich natürlich in Dresden promovieren wollen. Und ich hab auch schon eine Idee, in welche Richtung es geht, aber das ist alles noch nicht spruchreif. Ich habe keine Ahnung, ob das alles so klappt, wie ich mir das vorgestellt habe, aber ich glaube, es wäre etwas, was mich glücklich machen könnte. Ich habe nur das Gefühl, dass die Vorbereitung einer Promotion so wahnsinnig viel Zeit kostet. Da habe ich nicht so richtig eine Idee, wie ich das neben der Arbeit schaffen soll. Aber da ich vor kurzem erfahren habe, dass mein Urlaub im Oktober nicht wie geplant stattfinden kann (weil Frankreich Risikogebiet ist), hätte ich in den Herbstferien immerhin anderthalb Wochen Zeit, um mich damit ausgiebig zu beschäftigen.

So, jetzt habe ich schon ewig geschrieben und noch gar nicht richtig von letzter Woche erzählt, bzw. bin ich noch gar nicht bei dem Part angekommen, von dem es wirklich etwas zu berichten gibt: das Wochenende. Am Freitag hatte ich mir frei genommen, so dass ich ein langes Wochenende hatte und ganz entspannt meine Reise vorbereiten konnte. Das war zumindest der Plan. Im Endeffekt bin ich dann doch wieder zum Zug gehetzt. Irgendwie schaffe ich das mit der Zeiteinteilung beim Packen noch nicht so richtig. Aber es hat ja alles geklappt. Mit Mama und Papa zusammen bin ich dann nach Krummenhennersdorf gefahren. Ich dachte ja vorher immer, wir würden in den Harz fahren, aber wie sich herausstellte, war das Haus viel näher als gedacht. 😄 Dort haben wir uns am Wochenende mit Freunden getroffen, mit denen wir im Kindergarten waren. Unsere Eltern waren damals schon gut befreundet und wir sind auch schon öfter zusammen in den Herbstferien weggefahren. Vor ein paar Jahren haben wir diese Tradition dann wieder aufleben lassen (also die Erwachsenen haben das organisiert. Wir Kinder sind nur mitgefahren.) Mittlerweile sind wir Kindergarten-Freunde natürlich alle erwachsen und einige haben sogar schon eigene Kinder. Aber gerade daher ist es schön, dass wir uns ab und an mal sehen und uns austauschen, was alle so machen. Meistens machen wir dann auch eine kleine Wanderung und suchen Pilze. Die fand am Samstag statt und wir hatten ja auch echt super Wetter, nur Pilze haben wir keine gefunden. Stattdessen haben wir auf dem Rückweg Black Stories gespielt. Das war auch lustig. Außerdem haben wir (wie oben schon erwähnt) Fußball gespielt und Billard und Tischtennis und wir haben gequatscht und gegessen und Lagerfeuer gemacht und hatten einfach eine schöne Zeit zusammen, auch wenn es nur ein kurzes Wochenende war. Leider kann ich euch nicht wirklich viele Fotos zeigen, weil auf den meisten ja Leute mit drauf sind, aber ich schau mal, ob ich wenigstens ein paar Bilder für euch habe.




Auch wenn es natürlich ein schönes Wochenende war, habe ich mich ab und an einsam gefühlt. Mittlerweile bin ich ja in einem Alter, wo alle anderen ihre Freunde, Verlobten oder Ehepartner mitbringen und man sich einfach doof fühlt, wenn man alleine ist. Alle haben irgendwie diese Person, mit der sie reden können und ich halt irgendwie nicht. Klar, ich hab Freunde, aber das ist ja was anderes. Ich hab niemanden, der da ist und mich in den Arm nimmt, wenn ich die KV-Direktwahl verliere. Niemanden, der mich nach der Arbeit fragt, wie mein Tag war. Niemanden, mit dem ich meine Ideen teilen kann und meine Pläne. Das fehlt mir schon manchmal. Aber was soll's. Das wird schon noch. Ich muss halt Geduld haben. Und so lange kann ich immerhin für die schönen Arme eines Typen schwärmen, der leider etwas außerhalb meiner Liga ist. 😉

Sonntag Nachmittag waren wir übrigens noch in Freiberg. Das ist eine schöne Stadt mit traumhaften alten Häusern und wir haben dort Kuchen gegessen. Kann man mal machen. 😉




So, jetzt ist es spät und ich muss wirklich ins Bett. Tut mir leid, dass der Eintrag heute ein wenig durcheinander war. Irgendwie hat sich das beim Schreiben so ergeben. Vor mir liegt eine wahnsinnig lange Woche, weil ich Samstag und Sonntag arbeiten muss, also arbeite ich quasi die nächsten 11 Tage durch, aber dann habe ich ja Urlaub. Und ich freue mich auf die Pfadfinder am Mittwoch. Musiktipp zum Abschluss: Ich hab letzte Woche ein neues Lied entdeckt und auf meine Gute-Laune-Playlist gesetzt. Ich verlinke es euch hier mal: https://www.youtube.com/watch?v=5Yy3uEOPR9I.

Gute Nacht und Alles Liebe
eure Hannah