Samstag, 5. Dezember 2020

5. Dezember: Was ist dein Talent?

Hallo ihr Lieben,

na, wie läuft euer Wochenende? Ich habe heute schon viel geschafft und bin deshalb sehr stolz auf mich. Habe unter anderem heute mein Bafög zurückgezahlt. Ein schönes Gefühl, wenn man das erledigt hat. 😊 Auch wenn das Konto jetzt natürlich erst mal etwas leerer ist, aber das wird schon wieder voller. Ich bin ein recht sparsamer Mensch (man könnte es fast geizig nennen). Vorhin habe ich einen Podcast gehört, den ich in letzter Zeit häufiger höre und da ging es doch tatsächlich auch über die Sprachen der Liebe. Sie verfolgen mich. 😄

Wisst ihr, was ich gerade noch schönes gemacht habe? Ich habe meine Geige rausgeholt und ein paar Weihnachtslieder gespielt. Das mache ich jetzt vielleicht öfter. Erstens muss ich wirklich mal wieder ein wenig üben und zweitens muss ich meinen Bedarf an Weihnachtsliedern ja irgendwie decken, wenn jetzt im Gottesdienst nur noch ein Lied gesungen werden darf. Es hat auf jeden Fall Spaß gemacht. Ich habe mir auch schon mit meiner Schwester ausgemacht, dass wir dieses Jahr zu Weihnachten mal beide unsere Geigen mitbringen und dann zusammen ein wenig spielen. Und da die Weihnachtslieder ja oft so fiese Tonarten für die Geige haben (vorzugsweise Es-Dur), lohnt sich sicher die Vorbereitung. 



Leute, ich weiß noch gar nicht, welche Frage ich heute mit euch durchgehen soll. Mal schauen, was ich so schönes finde. Also bei den 36 Fragen, um sich ineinander zu verlieben, war jetzt nichts dabei, was mich angesprochen hat, aber wo ich gerade so auf das Bild mit mir und meiner Geige sehe (die übrigens Jonathan heißt, benannt nach Johnny B., aber nicht dem aus dem Song 😉), kam mir die Idee, mich mal mit folgender Frage zu beschäftigen:

Was ist dein Talent?

Vielleicht sollte man besser fragen, was sind deine Talente, denn in der Regel hat man ja mehrere, oder? Ein wenig seltsam fühle ich mich natürlich schon, dass ich mich jetzt hier selber loben soll. Kennt ihr die Verfilmung von Jane Austens Emma mit Gwyneth Paltrow? Da gibt es eine Frau, die immer sagt: "Ich lobe mich ja niemals selber, aber meine Freunde sagen immer..." Aber wir machen das heute einfach mal, denn wir haben ja in den letzten Tagen gelernt, dass man zu dem stehen soll, was man ist und glücklich damit sein sollte. Ihr dürft mir dann im Gegenzug auch gerne in die Kommentare schreiben, was denn so eure Talente sind.
Dass ich jetzt von dem Bild mit meiner Geige auf die Frage gekommen bin, ist natürlich ein wenig irreführend, denn Geige spielen ist nicht so richtig mein Talent. Vielleicht könnte ich es besser, wenn ich mehr geübt hätte. (Meine Geigenlehrerin hat früher mal gesagt, ich hätte schöne Geigerfinger.) Aber das habe ich wohl versäumt. Singen kann ich auch ganz gut und tatsächlich auch halbwegs gut vom Blatt, trotzdem würde ich mein Talent jetzt eher im sprachlichen Bereich verorten. Ich kann schon wirklich gut schreiben. 😁 Ich habe ein Talent, über Situationen und Gefühle auf eine leichte, lustige, aber auch reflektierende Art zu berichten. Das konnte ich schon in der Schule gut. Ich weiß noch, dass meine Freundinnen in der 10. Klasse auf Klassenfahrt immer abends meine Tagebucheinträge von mir hören wollten, weil sie die lustig fanden. Außerdem hat mein Reli-Lehrer in der 11./12. Klasse uns manchmal Hausaufgaben aufgegeben, wo wir was zu einer Frage schreiben sollten und er meinte auch mal, dass er meine Texte dazu immer sehr gerne liest. Ich schreibe auch ganz gerne kreative Texte. Im Deutsch-Leistungskurs hat mir kreatives Schreiben immer besonders viel Spaß gemacht, das habe ich dann auch im Abi als Aufgabe gewählt. Einmal hatten wir einen Test zu Maria Stuart und man konnte zwischen einer Erörterung und einer Aufgabe zum kreativen Schreiben wählen und ich war die Einzige aus dem Kurs, die die Schreibaufgabe gewählt hat. Da sollte man nämlich eine Dramaszene weiterschreiben. Ich bin total in der Aufgabe aufgegangen. Mein Text hat sich sogar gereimt! Ich durfte ihn dann später vor der ganzen Klasse vorlesen. Da war ich schon stolz (vor allem, weil da auch gerade der coole Deutsch-Referendar mit in der Stunde saß und ich dachte, ich könnte ihn vielleicht mit meinem Text beeindrucken 😊).
Was ich noch gut kann, ist puzzlen. Das mag jetzt nicht das nützlichste Talent von allen sein, aber wenn man als Archäologin mal Scherben sortieren muss, ist es nicht verkehrt. Und außerdem ist puzzeln eine ausgesprochen schöne Freizeitbeschäftigung.
Sportliche Talente habe ich jetzt glaube ich eher weniger, obwohl ich in der Schule überraschend gut im Skifahren war, aber Langlauf-Skifahren ist auch wirklich keine so große Kunst. Und mir hat mal jemand gesagt, ich könne gut tanzen. Das kann schon gut sein. Ich glaube, ich habe ein ganz gutes Rhythmusgefühl und ich habe die Kurven, die meinen Tanz dann halt auch hübsch aussehen lassen. 😉
Tatsächlich habe ich auch ein Talent für Knobelaufgaben. Das haben sehr viele bei uns in der Familie. Ich war als junges Mädchen mit meinen Geschwistern dann auch immer bei so Mathe-Wettbewerben und wir waren wirklich gut. Leni und ich waren sogar mal als Fünft- oder Sechstklässlerinnen im Mathelager. Da sind wir mit einer Gruppe aus der Schule übers Wochenende weggefahren und haben Mathe-Aufgaben gelöst. Das mag für einige wie der blanke Horror klingen, aber es hat tatsächlich sehr viel Spaß gemacht. Und es waren halt auch ältere Leute aus der Schule dabei, die ziemlich witzig waren. Der eine hatte zum Beispiel immer Hunger und musste sich beim Rundgang durch die Stadt dann erst mal irgendwo einen Butterkuchen kaufen. 😄 Erinnerst du dich daran noch, Leni?

Im Grunde kann ich wirklich viele Dinge ziemlich gut. Das ist hier jetzt auch sicher keine umfassende Aufzählung geworden. Man könnte noch einiges mehr auf die Liste setzen. Aber dann wird es wieder so spät und ich muss morgen früh raus, weil ich Kirchnerdienst habe. Deswegen beende ich den Eintrag an dieser Stelle. Zum Abschluss lasse ich euch noch dieses Lied hier da, weil es einfach so schön zum Thema passt. Seien wir stolz auf unsere Talente! https://www.youtube.com/watch?v=hOd5dCQfuS8. Wenn euch der Beitrag gefallen hat, lasst es mich gerne wissen und schreibt mir wie gesagt gerne eure Talente. Vielleicht hat ja jemand von euch Talente, die mir mal nützlich sein könnten. 😉 Ich freue mich sehr, wenn wir uns auch morgen wieder hier sehen und wünsche euch allen einen schönen 2. Advent und einen fleißigen Nikolaus. Ich habe meine Schuhe übrigens schon letzte Woche geputzt. Das muss reichen. 😄

Bleibt behütet und gesund.
Alles Liebe
eure Hannah

Freitag, 4. Dezember 2020

4. Dezember: Was macht dich glücklich?

Hey ihr Lieben,

wie geht es euch? Ich bin gerade ein wenig traurig. Ich wollte nämlich dieses Jahr Nikolaus-Post verschicken und bin deswegen gestern extra lange wach geblieben, um alles vorzubereiten und war dann trotzdem heute zeitig auf Arbeit, damit ich auch rechtzeitig gehen kann. Ich hatte alles genau geplant. Ich musste noch Bücher in der Bibliothek zurückgeben, die direkt neben der Post liegt und beide machen 18 Uhr zu. Ich habe mich also total beeilt, bin den Berg im Eilschritt hochmarschiert, war nur ganz kurz in der Bibliothek, um Bücher zurück zu geben und habe mich dort nicht mal nach neuen Büchern umgeschaut, um bei der Post genug Zeit zu haben und dann komme ich halb 6 bei der Post an, nur um zu erfahren, dass sie ihre Öffnungszeiten am 1. Dezember geändert haben und jetzt Freitags schon um 16.30 Uhr schließen. Ich habe heute nochmal im Internet nach den Öffnungszeiten geschaut und da stand noch nichts davon. 😠 Ich bin richtig traurig. Jetzt muss ich nämlich nicht nur morgen nochmal hoch in die Stadt (obwohl meine To Do Liste für morgen eh schon ewig lang ist), sondern meine Post kommt sowieso nicht rechtzeitig an, wenn ich sie morgen erst losschicke. Dabei hätte ich mich so gefreut, wenn meine Familie alle am Sonntag eine kleine Nikolausüberraschung von mir gehabt hätten. Wirklich sehr schade. Jetzt kommt die Post halt erst Anfang der nächsten Woche bei ihnen an. Und sie wissen nicht, dass ich zu Nikolaus an sie gedacht habe. (Na gut, sie lesen es jetzt hier, aber das ist nicht das gleiche.)

Und weil mich das gerade alles so bedrückt, habe ich vorhin auf dem Heimweg überlegt, ob ich heute im Blog die Frage beantworten soll, was mich traurig macht. Aber weil das hier dann alles zu deprimierend geworden wäre, habe ich mich stattdessen entschieden, das Kontrastprogramm zu fahren und über die Frage nachzudenken, was mich glücklich macht. Also:

Was macht dich glücklich?

Als ich gerade so bedrückt nach Hause kam, hat es mich zum Beispiel sehr glücklich gemacht, dass ich heute ein Paket von meiner Schwester bekommen habe. Sie hat mir einen Adventskalender geschickt. Und darauf sind Kamele! Ist das nicht das Beste, was ihr euch vorstellen könnt? 😍

Außerdem hat mich heute das kleine Wörtchen "Dein" sehr glücklich gemacht.
Eure Rückmeldungen zu meinem Blog machen mich glücklich (mir hat sogar jemand nach dem 1. Dezember geschrieben, ich sei "locker eine 10." Das hat mich sehr glücklich gemacht. 😊)
Es macht mich glücklich, wenn ich auf Arbeit die Lösung für ein Problem finde oder Scherben, die zusammenpassen.
Meine Lasagne vom Mittwoch macht mich heute noch sehr glücklich. Sie ist super lecker.
Musik macht mich glücklich und wenn ich dazu schon kurz nach dem Aufstehen ein wenig durch die Wohnung tanze. (Aber wer würde das bei "Jump (for my love)" denn nicht tun? Hugh Grant hat es schließlich vorgemacht. 😊)
Es gibt so viele Dinge, die mich glücklich machen, dass ich hier natürlich gar nicht alle aufzählen kann. Aber habe ich euch schon mal erzählt, dass ich die Einträge in meinem Tagebuch immer mit einem "Heute war ich glücklich, weil..." beende? Ich kann ja mal schauen, was mich seit dem 5.7. dieses Jahr schon alles glücklich gemacht hat. Hier ein paar Kostproben:
05.07.: "Heute war ich glücklich, weil ich schwimmen war."
09.07.: "Heute war ich glücklich, weil ich mit netten Leuten zusammen war."
12.07.: "Heute war ich glücklich, weil ich gegen Leni im Tischtennis gewonnen habe." 😄
24.07.: "Heute war ich glücklich, weil ich insgesamt 250 km bei der Stadtradel-Challenge erreicht habe."
04.08.: "Heute war ich glücklich, weil ich frei hatte und nichts tun konnte."
06.08.: "Heute war ich glücklich, weil ich helfen konnte."
Und so geht das immer weiter. Sehr gut ist auch der 11.08.: "Heute war ich glücklich, weil ich meinen neuen Slip anhatte. Er ist glaube ich der bequemste hübsche Slip, den ich je hatte." 😄 Manchmal machen einen eben auch die kleinen Dinge im Leben glücklich.

Eine Sache muss ich aber noch erwähnen, wenn es darum geht, was mich glücklich macht: Weihnachten nämlich. Weihnachten macht mich sehr glücklich. Es ist einfach das schönste Fest, oder? Man schenkt, man wird beschenkt, es gibt überall gutes Essen, es riecht gut, es ist gemütlich und wir feiern die größte Liebe, die man sich vorstellen kann. Nämlich Gottes Liebe an uns, die sich darin ausgedrückt hat, dass er seinen Sohn zu uns auf die Erde geschickt hat, damit wir nicht verloren gehen. Wirklich, die Botschaft ist das aller, aller Beste an Weihnachten. Ich kann mich noch genau erinnern, wie ich als kleines Kind, da war ich vielleicht 10 oder so, Heiligabend aus der Kirche kam und genau diese Freude verspürt habe. Ich war einfach so glücklich, dass Weihnachten ist. Nicht wegen der Geschenke (die es bei uns eh erst am 25. Dezember gab), sondern wegen diesem Gefühl, dass zu Weihnachten etwas wahnsinnig großes und schönes passiert ist. Es gibt einen Tagebucheintrag dazu, den ich euch gerne hier noch mit aufgeschrieben hätte, aber leider finde ich gerade nicht den Schlüssel für mein altes Tagebuch (das hatte noch ein richtiges Schloss). Vielleicht hole ich es irgendwann nach. Jetzt muss ich mich eh etwas beeilen, damit ich nicht zu spät zum JEK komme.

Ich freue mich, wenn euch der Beitrag gefallen hat. Mich hat er zumindest ganz gut von der traurigen Stimmung am Anfang abgelenkt. Bleibt gesund und behütet und hoffentlich bis morgen.

Alles Liebe
eure Hannah

Donnerstag, 3. Dezember 2020

3. Dezember: Warum ist Kamenz für dich so schön?

Hey ihr Lieben,

so, heute wollte ich schneller fertig werden, daher gar keine lange Vorrede. Zack, zack, legen wir los.

Ich wurde etwas gefragt und diese Frage hat gleich Ideen der Beantwortung in meinem Kopf hervorgerufen und daher freue ich mich sehr, mich heute mit der Frage zu beschäftigen, die ihr auch schon oben im Titel gelesen habt:

Warum ist Kamenz für dich so schön?

Dazu habe ich eine kleine Liste erstellt (ich bin ein Fan von Listen) und präsentiere euch jetzt:

7 Gründe, warum ich Kamenz mag (in keiner spezifischen Reihenfolge)

1. Wegen seinem Berg (und damit meine ich nicht den Hutberg): Genauer gesagt mag ich, wie Kamenz aufgebaut ist, dass es sich so den Berg hochzieht. Die Altstadt ist in Kamenz ja oben und jedes Mal, wenn ich in die Stadt laufe oder fahre, muss ich erst mal diesen Berg hoch. Das ist natürlich manchmal anstrengend, aber so habe ich immer das Gefühl, etwas für meine Fitness getan zu haben, wenn ich mal hoch in die Stadt muss. Und dann läuft man hoch, und immer weiter hoch und ganz oben ist dann die Kirche. Das gefällt mir besonders. Dass die Kirche so eine tolle herausgestellte Position hat und man sie von ganz vielen Orten aus sehen kann. Sogar wenn ich bei mir auf Arbeit aus dem Fenster schaue (nicht das, durch das ich immer den Sonnenuntergang fotografiere, sondern das Richtung Stadt), sehe ich die Silhouette der Kirche, ganz klein, aber sie ist da. Außerdem hat der Weg Richtung Stadtkern auch ein paar sehr schöne Ecken parat, zum Beispiel den kleinen Saumarkt, den Anger mit seinen niedlichen Häusern und irgendwo führt auch eine schmale Treppe hinunter ins Herrental. Die will ich auch irgendwann mal gehen (auch wenn es gar nicht meine Richtung ist). Einfach, um mal zu schauen, wo sie hinführt.

2. Wegen seiner Größe: Kamenz mag für einige ein Kaff sein und gerade wenn man vorher in Berlin, Kairo oder Würzburg gelebt hat, scheint es erst mal so, als hätte die Stadt nichts zu bieten, aber mittlerweile habe ich mich ganz gut mit der Größe von Kamenz angefreundet. Es ist schön, dass man eigentlich überall zu Fuß oder mit dem Fahrrad hinkommt und nicht auf Busse oder Straßenbahnen angewiesen ist. Und ich war ja eh schon immer so ein Kleinstadt-Typ. Berlin war mir persönlich ja zu groß. Klar hat die Großstadt auch Vorteile und war super aufregend, als ich dort mit dem Studium angefangen habe, aber es schafft halt auch eine gewisse Anonymität. Ein bisschen kleiner und ein bisschen dichter zusammen gefällt es mir dann doch besser. Und da hat Kamenz eigentlich eine nette Größe: nicht zu groß, aber auch nicht zu klein.

3. Wegen seiner Umgebung: Als ich im Sommer einmal mit dem Fahrrad nach der Arbeit ein paar Kilometer für die Stadtradel-Challenge sammeln wollte, habe ich mich ein wenig in die Oberlausitz verliebt. Die Gegend um Kamenz herum hat so viel schöne Flecke Natur zu bieten und man ist halt auch super schnell dort. Und das ist perspektivisch natürlich schon etwas, was ich mir gut für meine Familie später vorstellen kann. Dann kann man mal einen netten Fahrradausflug den Krabat-Radweg entlang machen mit einem Abstecher beim Badesee. Das wäre auf jeden Fall schon ein Grund, auch in Zukunft hier zu bleiben.

4. Wegen seiner Einkaufsmöglichkeiten: Ich weiß, ich habe mich schon einmal hier im Blog über die Öffnungszeiten der Läden in Kamenz beschwert und die sind auch wirklich nicht ideal für Leute, die unter der Woche arbeiten müssen und danach nicht mal eben in der Stadt vorbei kommen, aber es gefällt mir, dass Kamenz doch eigentlich ganz gut aufgestellt ist von seinen Läden. Man muss gar nicht immer nach Dresden reinfahren, um sich etwas zu kaufen, sondern man findet auch viel in Kamenz. Meine Regenjacke habe ich mir ja zum Beispiel in Kamenz gekauft, oder neulich den Adventskranz. Außerdem meine kleine Kaffeemaschine. So spart man nicht nur Zeit, sondern freut sich auch, dass man etwas gutes für den lokalen Einzelhandel getan hat.

5. Wegen seiner Nähe zu Dresden: Falls man dann doch mal eine größere Auswahl an Geschäften braucht oder ein wenig Zerstreuung in der Freizeit, ist man doch recht schnell mit dem Zug in Dresden. Man kann also dort ins Kino gehen, oder ins Theater, oder zum Adventskonzert im Dresdner Stadion (wenn das nicht gerade wie dieses Jahr ausfällt). Ja, der Zug kommt nur jede Stunde und wenn man ihn knapp verpasst hat, muss man lange warten, aber dafür sind die Züge meist pünktlich und es gibt auch schon Pläne, die Frequenz der Züge auf halbstündlich zu erhöhen. Dann wäre Kamenz wirklich sehr gut an Dresden angebunden (und von dort aus an den Rest der Welt). Und wem die 45 Minuten Zugfahrt zu lang wird, für den habe ich einen guten Tipp: Kreuzworträtsel machen. Ich hab immer so ein kleines Heft mit verschiedenen Rätseln dabei und meistens kommt man sehr gut mit der Zeit hin, dass man dann eines der Rätsel gelöst hat. Am liebsten mag ich die Rätsel, wo jeder Buchstabe eine Zahl hat. Da bin ich mittlerweile echt gut drin. 😊

6. Wegen seiner Kirche(n): Kamenz hat ja viele Kirchen und ich hab es leider noch nicht geschafft, in jeder mal drin gewesen zu sein, aber ich mag besonders die Hauptkirche. Als ich wegen meiner Kandidatur für die KV-Wahl mal ein Gespräch mit den Pfarrern hatte, meinten die, dass sich die Hauptkirche ja nicht so leicht erschließt und sie daher für viele nicht so schön ist, aber mir gefällt das gerade, dass sie so vielschichtig ist und durch die verschiedenen Stile auch so eine gewisse Veränderung ausstrahlt. Da gibt es Holzelemente und Steinelemente und so viele verschiedene Emporen, bei denen ich oft gar nicht durchblicke, wo jetzt genau welcher Aufgang für welche Empore ist. Außerdem ist sie groß, was immer etwas feierlicher ausstrahlt. Sie hat diesen tollen Leuchter in der Schnittstelle der beiden Gänge, auf dem immer noch echte Kerzen brennen und sie sieht auch von außen immer sehr schön aus. Außerdem hat man vom Kirchturm aus wirklich einen tollen Blick über Kamenz. Wenn ihr mal im Frühjahr oder Sommer in Kamenz seid, solltet ihr da mal hochgehen.

7. Wegen seiner BewohnerInnen: Wie heißt es so schön im Fliegenden Klassenzimmer: Es sind nicht die Orte, es sind die Menschen, die einen binden. Und das ist natürlich der Hauptgrund, warum es mir in Kamenz so gut gefällt. Ich habe natürlich auch in den anderen Orten, in denen ich bisher gelebt habe, immer Freunde gehabt und ich würde jetzt auch nicht sagen, dass die Menschen in Kamenz so viel netter und freundlicher sind als im Rest der Welt. Für meine Freunde wäre ich auch gerne in Berlin geblieben oder in Würzburg. Aber es hat mich dann doch immer wieder zu etwas Neuem gezogen. Aber ich bin jetzt eben schon so oft umgezogen, dass ich mir gerade wünsche, irgendwo anzukommen. Nicht immer wieder neue Freunde finden müssen, sich neu eingewöhnen müssen, einfach mal für eine Weile an einer Stelle zuhause zu sein. Und dafür scheint mir Kamenz gerade ein sehr guter Ort zu sein. Ich habe hier Freunde im JEK, im Chor, im Kirchenvorstand. Der Pfarrer hätte mir neulich schon fast das Du angeboten. (Aber er meinte dann doch, wir heben es uns noch ein bisschen auf. Das war irgendwie eine witzige Konversation. 😄) Heute habe ich in der Chor-Whatsapp Gruppe darum gebeten, dass mir jemand ein Bild von der verschneiten Kirche schickt, weil ich das gerne mal sehen wollte und es heute wirklich schön in Kamenz geschneit hat (und ich natürlich schon vorausschauend geplant habe, eines der Fotos dann hier im Blog zu zeigen). Und direkt haben mir 5 verschiedene Leute Fotos geschickt. Das war so lieb.






Und es würde mir schon ein bisschen das Herz brechen, all diese Menschen im November 2021 schon wieder verlassen zu müssen. Deswegen drückt mir die Daumen, dass ich irgendwie hier bleiben kann.

Zum Abschluss noch ein Lied über das Zuhause und angekommen sein, das ich irgendwie ganz passend finde: https://www.youtube.com/watch?v=AVhvmprzFX4.

Die Frage hatte noch einen zweiten Teil, aber da ich ja jetzt schon sehr viel geschrieben habe, belasse ich es jetzt mal dabei und greife die Frage vielleicht an einem anderen Tag nochmal auf. Vielen Dank auf jeden Fall für diese Frage. Ich hoffe, es war interessant, meine Antwort zu lesen. Wenn ihr weitere Fragen habt, schreibt mir gerne. Ansonsten gebt weiter fleißig Herzchen auf fb 😁 und schaut auf jeden Fall auch morgen wieder vorbei.

Alles Liebe
eure Hannah

Mittwoch, 2. Dezember 2020

2. Dezember: Wärst du gerne berühmt?

Hey ihr Lieben,

ich freue mich sehr, dass der Adventskalender-Beitrag so gut bei euch ankam. Er hat nach einem Tag schon mehr Klicks als manch anderer Post nach einer Woche. Also danke, dass ihr wieder dabei seid. Ich habe sogar ein Herzchen auf fb dafür bekommen, von einer Person, die sehr, sehr versiert mit dem Internet und Social Media ist. Da war ich ein bisschen stolz. 😁 Bevor wir zur Frage kommen kurz ein Update zur KV-Sitzung gestern. Es war sehr interessant. Ich darf ja nicht so viel erzählen, aber eine lustige Sache kann ich euch sicher erzählen. Es gab eine Vorstellungsrunde, wo jeder halt ein bisschen was zu sich erzählt hat und irgendwie haben sich alle darüber vorgestellt, wie viele Kinder sie haben und ob die noch zuhause wohnen. Und ihr kennt mich ja, ich bin ein kleiner Witzbold. 😊 Als ich dann an der Reihe war, meinte ich also "Hallo, ich bin Hannah Knittel, 26 Jahre alt und meine Kinder wohnen noch nicht zuhause. Soll heißen, ich habe keine." Ich fand's witzig und die anderen haben auch gelacht. Das wird eine gute Zeit im KV. Ich freu mich auf die Aufgaben. Ich merke jetzt schon, dass ich überall mitmischen will. Ich meinte heute schon zum Chef, dass ich bestimmt so eine super nervige Kirchvorsteherin werde, die sich überall einmischt und er schrieb nur "Sehr gut." 😄 Damit habe ich wohl grünes Licht.


Jetzt habe ich mir gerade eine Lasagne gemacht und werde mir ein Stück gönnen und mir derweil eine schöne Frage aus der Talkbox raussuchen. Es ist eine Talkbox zum Thema "Leben mit Kindern", also auch so Erziehung und Familie. Da passt meine Anekdote von vorhin ja ganz gut. 😄


So, die Lasagne war lecker, Jetzt habe ich gerade die Talkbox durchgeschaut und muss sagen, die Fragen haben mich noch nicht so überzeugt. Vielleicht muss ich das Konzept nochmal umdenken und mir von wo anders Fragen suchen. Es gibt ja zum Beispiel auch diese Listen mit Fragen, die man angeblich beantworten soll, um sich ineinander zu verlieben. Kennt ihr die? Ich bin da mal mit einem Freund von mir einige durchgegangen und fand sie auch interessant. Also, seid ihr bereit, euch in mich zu verlieben? 😄 Hier ist zum Beispiel eine ganz spannende Frage dabei: 

"Wärst du gerne berühmt? In welcher Form?"

Das ist jetzt ein ganz anderes Thema als gestern, aber ich habe einige Gedanken dazu, deswegen scheint die mir ganz gut. Ihr erfahrt jetzt Dinge über mich, die ich noch nie jemandem erzählt habe. Also seid gespannt. 😊

Ich glaube, ich wäre nicht gerne berühmt, weil man dann ständig von Leuten erkannt und genervt wird und Leute, die einen nicht kennen, machen blöde Kommentare über einen im Internet. Das scheint mir nicht so erstrebenswert. Was ich aber gerne wäre (und ich glaube, das ist ein Bedürfnis vieler Menschen) ist beliebt. Also dass viele Leute positive Dinge mit mir assoziieren. Und dann hat man ja auch einen gewissen Bekanntheitsgrad. Als ich noch jünger war, habe ich mir auf langen Autofahrten zum Beispiel gerne vorgestellt, dass ich für irgendetwas interviewt werde. Dann habe ich Dinge, die mir passiert sind, in meinem Kopf also einer breiten Masse in Form eines Interviews erzählt. Heute erzähle ich wirklich Dinge, die mir passiert sind, einer breiten Masse, aber in Form eines Blogs. Vielleicht musste es einfach so kommen. 😄
Ich stehe schon ganz gerne im Mittelpunkt. Deswegen tue ich ja auch etwas dafür. Ich bin gerne wichtig, hab gerne was zu sagen. Natürlich ist das nicht der einzige Grund, warum ich mich zum Beispiel im KV engagiere, ich helfe auch gerne und es liegt mir wirklich am Herzen, mich da einzubringen, aber es ist einer der Gründe. Ich möchte, dass die Kamenzer Kirchgemeinde mich kennt und ich möchte, dass sie mich liebt.

Zu dem Unterschied zwischen Ruhm (also berühmt sein) und Liebe (also beliebt sein) fällt mir übrigens eine Geschichte ein. Leni und ich haben einmal bei der Langen Nacht der Dresdner Theater einen Schauspieler getroffen, der als Seelenhändler verkleidet war. Er hat ein wenig mit den Besuchern, die sich um das Theater versammelt hatten, interagiert und so kam er auch zu uns. Er sagte uns, dass er ein Seelenhändler sei, dem wir unsere Seele verkaufen könnten und im Gegenzug würde er uns etwas geben, quasi ein Rezept, was wir tun müssten, um etwas zu bekommen, was wir uns wünschen: entweder Macht, Schönheit oder Liebe. Er war sehr charmant, sah sehr gut aus und so beschlossen Leni und ich, dass wir schon auf das Spiel eingehen würden. Als es dann darum ging, zu entscheiden, wofür wir denn gerne ein Rezept hätten, war unsere Wahl relativ schnell klar. Ich werde nie vergessen, wie trocken Leni behauptete: "Na ja, Macht zu haben, das ist eigentlich gar nicht so gut. Und Schönheit hab ich schon." Da war der Seelenhändler erst mal kurz sprachlos, fing sich dann aber wieder und sagte ganz charmant: "Sowieso! Das hab ich dir doch überhaupt nicht angeboten." 😄 Wir haben dann unsere Seele (in symbolischer Form eines Pfefferminzbonbons und einer Zwillingsfaust, das war damals so ein spezieller Handschlag zwischen Leni, mir und einem Kumpel von uns) gegen zwei Rezepte für die Liebe getauscht. Aber was mir hier eigentlich wichtig war, war, dass Leni meinte, Macht zu haben wäre ja gar nicht so gut. Und vielleicht verhält es sich mit Ruhm ganz ähnlich. Für mich klingt Ruhm immer wie ein zweischneidiges Schwert. Klar gibt es sicher auch positive Seiten, aber ebenso gibt es auch negative Seiten am Ruhm. Liebe dagegen ist ja ein viel stärkeres Gefühl und viel positiver konnotiert als Ruhm. Kennt ihr das sogenannte "Hohelied der Liebe" aus dem 1. Korintherbrief? Die Liebe erträgt alles, sie glaubt alles, sie hofft alles, sie duldet alles. Ich habe dazu sogar mal einen Aufsatz in der Schule geschrieben (bzw. habe ich eine Art Aufsatz geschrieben, wo ich das eingebaut habe). Das war in Deutsch. Seitdem ist mir dieser Vers sehr eindrücklich im Gedächtnis geblieben (ich kannte ihn sicher auch schon vorher, aber seitdem verbinde ich eben diesen Aufsatz damit.) Auf jeden Fall zeigt dieser Vers in meinen Augen, wie stark die Liebe sein kann und das ist ja mal deutlich stärker als Ruhm. Deswegen wäre ich lieber beliebt als berühmt. Und in welcher Form? Na zum Beispiel ist es mir überhaupt nicht wichtig, dass möglichst viele Leute meinen Blog kennen und lesen. Erst recht nicht die Leute, die mich gar nicht kennen. Viel lieber ist es mir, wenn mein Blog von denjenigen, die ihn lesen, gemocht wird. Und jetzt sind wir doch irgendwie wieder bei mir und meinem Bedürfnis nach Lob und Anerkennung angekommen. Dieser Blog wird noch zu einer richtigen psychologischen Findungsreise zu mir selbst. 😄 Ich hoffe, es hat euch trotzdem gefallen, auch wenn ich das Thema gerade nicht gut mit der Adventszeit verknüpfen kann (außer halt, dass Weihnachten das Fest der Liebe ist und ich mir ja Gedanken über die Kraft der Liebe gemacht habe). Irgendwie dauern diese Einträge hier immer länger als gedacht. Morgen muss ich es wirklich mal kürzer halten, damit ich abends auch noch ein bisschen was anderes schaffe als das hier zu schreiben. Ich hab es ja schon mal gesagt, aber wenn euch eine Frage einfällt, zu der ich mal nachdenken sollte, lasst sie mich gerne wissen. Ansonsten suche ich mir morgen dann wieder einfach irgendwo eine, oder ich stolpere im Laufe des Tages schon über eine. Ich freue mich auf jeden Fall, wenn ihr auch dann wieder vorbei schaut. Wenn ihr übrigens gerne auch ein Update zum gestern besprochenen Thema hättet, (wäre möglich, dass ich da einen kleinen Schritt weiter gekommen bin 😉), müsstet ihr mir einfach mal persönlich schreiben. Muss ja nicht alles gleich super öffentlich sein.

Alles Liebe und bis morgen
eure Hannah

Dienstag, 1. Dezember 2020

1. Dezember: Warum nicht?

Hey ihr Lieben,

da bin ich schon wieder. Wie gestern schon angekündigt, möchte ich im Dezember quasi wie eine Art Adventskalender jeden Tag bis Weihnachten etwas schreiben. Das sind dann meist kürzere Einträge als sonst, manchmal wird es vielleicht auch um das gehen, was an dem Tag so passiert ist, aber manchmal sind es auch einfach gedankliche Impulse. Das habe ich letztes Jahr schon so gemacht und da hat es mir sehr viel Spaß gemacht. Letztes Jahr gingen die Einträge immer los mit einem "Heute war ein guter Tag und ich kann euch auch sagen warum:" Das war sehr schön, aber man braucht ja auch ein wenig Abwechslung, daher habe ich mir dieses Jahr gedacht, dass ich jeden Tag eine Frage an den Anfang stelle und einfach meine Gedanken zu dieser Frage hier aufschreibe. Eigentlich wollte ich die Fragen ja aus Mamas Talk-Box nehmen (eine tolle Möglichkeit auch mal über Dinge ins Gespräch zu kommen, über die man sonst nicht redet), aber heute geht mir den ganzen Tag schon eine Frage im Kopf herum und daher nehme ich die als Ausgangspunkt: 

Warum nicht?

Eine simple Frage hinter der aber je nach Situation sehr viel stecken kann. In meinem Fall ist die Frage eigentlich ein wenig länger, aber dafür muss ich ein wenig ausholen. Im Großen und Ganzen würde ich mich für einen sehr positiven Menschen halten. Ich glaube an das Gute in den Menschen und würde eigentlich schon von mir behaupten, dass ich einen eher positiven Blick auf die Welt habe. Es gibt aber auch Dinge und Situationen, die ich für mich tendenziell eher schwarz male und wo ich dann doch oft Zweifel habe. Das sind meist Situationen, in denen es um mich und meinen Wert geht. Bin ich gut genug für diesen Job? Halten die Leute mich für kompetent genug, um Kirchvorsteherin zu werden? Im Grunde läuft es auf die Frage hinaus: Ist das was ich tue und was ich bin, gut genug in den Augen der Anderen? Und irgendwie bin ich da sehr unsicher und selbstkritisch. Ich bin jetzt nicht mega unzufrieden mit mir. Ich bin mir schon dessen bewusst, was ich gut kann und was meine Stärken sind und auf die bin ich stolz. Ich mag mich. Aber es klang ja schon ab und an in diesem Blog an, dass ich dazu neige, mich klein zu machen. Das betrifft unter anderem meine Leistungen, aber zum Beispiel auch meine Attraktivität. Manchmal fühle ich mich attraktiver (zum Beispiel wenn ich das Gefühl habe, dass anderen Menschen mich für attraktiv halten, wie als ich zum Essen eingeladen wurde), aber ich würde mich jetzt nicht für eine 10 auf einer Skala von 1 bis 10 halten. Und dass ich eigentlich ganz gut aussehe, außerdem noch nett und witzig und intelligent bin, heißt ja auch noch lange nicht, dass sich die Leute (vor allem natürlich die Männer) deswegen für mich interessieren müssen. Konkret geht es natürlich nicht um "die Männer" im Allgemeinen, sondern um einen ganz bestimmten. Er ist super nett, sieht gut aus und ich halte ihn ehrlich gesagt für außerhalb meiner Liga. Aber am Sonntag habe ich ja lange mit dem Chef telefoniert und wir haben uns unter anderem über dieses Thema unterhalten und der Chef meinte einfach, ich solle mir darüber klar werden, was ich genau von diesem Mann will und mich dann einfach bei ihm melden. Als wäre das so einfach. Als wäre damit die komplette Sache erledigt. Denn warum sollte er mich denn nicht gut finden? Und seitdem denke ich über diese Frage nach. Weil es natürlich nicht die Art ist, wie ich an diese Situation herangehen würde. Ich würde fragen: Warum sollte er sich denn für mich interessieren? Er könnte schließlich jemanden haben, der viel toller ist als ich. In meinen Augen gibt es viele Gründe, warum er sich nicht für mich interessieren sollte. Aber vielleicht ist das die falsche Herangehensweise. Vielleicht sollte ich wirklich viel öfter mal davon ausgehen, dass ich eine 10 bin. Dass ich natürlich gut genug bin. Ich meine das jetzt gar nicht im Sinne davon, dass man sich selbst für unantastbar und absolut großartig halten sollte. Sondern mehr davon, die Situation aus einer anderen Perspektive zu sehen. Nicht darauf zu schauen, was man alles leisten müsste, um etwas bestimmtes zu erreichen, sondern sich die Gründe vor Augen zu führen, warum man es erreichen wird.

Ihr kennt ja nun mittlerweile alle den Spruch, dass es kein Problem gibt, das man nicht mit einem Kamel lösen kann, aber ich glaube, ich habe euch nie konkret gesagt, wo er herkommt. Das ist nämlich ein Zitat aus einem Theaterstück. Da möchte einer einem anderen ein Kamel verkaufen und bringt natürlich viele Argumente, warum der andere dieses Kamel braucht. Und eines der Argumente war dann, dass es kein Problem gäbe, das man nicht mit einem Kamel lösen kann. Darauf sagt der andere natürlich, dass das ja gar nicht stimmt und bringt ein Problem an, das man seiner Meinung nach nicht mit einem Kamel lösen kann (ich glaube, es war die Klimakrise). Darauf sagt der Verkäufer: "Aber ohne ein Kamel kannst du es lösen? Was stört dich denn das arme Tier dabei?" Und das ist ja eine ganz ähnliche Herangehensweise an ein Problem, wie die Frage "Warum nicht?". Da steckt in meinen Augen drin, dass man immer erst mal davon auszugehen sollte, dass Dinge funktionieren: Dass man eine Lösung für dieses Problem findet. Dass man den Job bekommt, für den man sich beworben hat. Dass man zur Kirchvorsteherin gewählt wird. Oder eben dass ein gut aussehender Mann Ja sagt, wenn ich ihn nach einem Date frage.

Und deswegen möchte ich mich und euch dazu ermutigen, auch gerade jetzt in der Adventszeit, weniger auf die Zweifel zu hören, sondern stattdessen zu sagen: Warum sollte ich es denn nicht schaffen? Das passt vielleicht nicht in jeder Situation, aber ich glaube, es hilft uns, selbstbewusster zu sein und manche Dinge leichter zu nehmen. Ich hab den jungen Mann zwar noch nicht nach einem Date gefragt, aber ich soll mir ja auch erst mal darüber klar werden, was ich von ihm will. Und wenn ich es weiß, vielleicht sag ich es ihm dann wirklich einfach. Was soll schon schief gehen? 😊

Jetzt muss ich los zur KV-Sitzung.
Alles Liebe
eure Hannah

P.S. Heute hat es in Kamenz geschneit.


Montag, 30. November 2020

Ein bisschen schick

Hey ihr Lieben,

es ist kurz nach 17 Uhr und ich fange jetzt an zu schreiben, damit ich den Blog irgendwann heute Abend hochladen kann (wenn möglich nicht zu spät. Ich muss nämlich eigentlich etwas Schlaf nachholen, sonst hänge ich morgen Abend in der KV-Sitzung total durch). Es gibt so viel zu erzählen. Ich weiß gar nicht, wo ich anfangen soll. Gerade bin ich ziemlich gut gelaunt. Ich habe zwar ein bisschen Hunger und die Plätzchen, die ich hier nebenbei schnabuliere, machen mich eher hungriger als satt, aber wenn ich jetzt mit dem Kochen anfange, kommt der Beitrag heute wieder so spät. Also muss ich erst mal fasten. Wie geht es euch denn so? Seid ihr noch gesund? Ich hatte es am Wochenende erstmals, dass mir meine Corona-Warnapp erst eine und dann sogar zwei Begegnungen mit niedrigem Risiko angezeigt hat. Das war schon ein seltsames Gefühl, zu wissen, dass man irgendwo jemandem begegnet ist, der jetzt Corona hat. Man fragt sich dann gleich, wann das wohl war. Ich vermute, beim Einkaufen, denn sonst treffe ich ja wirklich kaum andere Leute und wenn es jemand auf Arbeit hätte, wüsste ich das doch. Ich fühle mich auf jeden Fall in den letzten Tagen sehr gesund und deswegen mache ich mir wegen der 2 Begegnungen eigentlich wenig Sorgen. Man hat dann aber schon das Gefühl, dass das Virus näher kommt.
Eigentlich könnten wir ja jetzt gemeinsam überlegen, wo ich die Begegnungen gehabt haben könnte, denn ich berichte ja heute von den letzten zwei Wochen, da ich letzte Woche mit dem 200. Beitrag einen Sonderbeitrag hatte. Ich hoffe, ich kriege überhaupt noch halbwegs zusammen, was so passiert ist. Vielleicht hole ich mir mal besser meinen Kalender zu Hilfe. 😄 Wir waren ja vor zwei Wochen dort stehen geblieben, dass ich die Muffins fürs Pfarramt zusammengepackt habe. Da ich am Dienstag dann eh eine Dienstberatung oben in der Stadt hatte, bin ich danach kurz mit dem Fahrrad dort vorbei gefahren und habe sie vor die Tür gelegt. Wie die Reaktionen ausfielen, habe ich euch ja schon erzählt. Da habe ich mich wirklich gefreut und habe gleich Lust bekommen, viel öfter mal Menschen in meinem Umfeld eine kleine Freude zu machen. Ist das eigentlich egoistisch, weil man es ja schon irgendwie für die Anerkennung macht? Ich hätte es ja auch irgendwie lustig gefunden, wenn das im Gottesdienst unter den Spenden mit abgekündigt worden wäre: "Außerdem wurden 100€ für die Kirchenmusik gespendet, 50€ für die Restaurierung des Taufsteins und 7 Muffins fürs Pfarramt. Allen Spendern sei herzlich gedankt." 😄 Das wäre doch witzig gewesen, oder? (Da fällt mir gerade auf, dass meine Freunde mit dem "Das ist doch so, oder?" sich speziell auf das "oder?" bezogen haben könnten. Das scheint mir tatsächlich ziemlich typisch für mich zu sein. So eine Feststellung und dann ein quasi rhetorisches "oder?" dahinter, auf das ich eigentlich nur Zustimmung erwarte. Das klingt tatsächlich sehr nach mir. 😄 Der Chef meinte nämlich neulich auch, als ich ihm von dem Spruch erzählt habe, dass ich das öfter sagen würde. Auch gut, haben wir wieder ein Rätsel gelöst.) Ich habe den Chef jetzt übrigens still und heimlich zu meinem besten Freund in Kamenz erklärt. Ich weiß nicht, ob er das überhaupt sein will, aber da muss er jetzt durch. Abgesehen von den Leuten auf Arbeit sehe ich ihn glaube ich am häufigsten, wir quatschen über total viele Dinge, verstehen uns richtig gut und neulich hat er sich beschwert, dass ich, als ich ein Problem hatte, ihn nicht direkt angerufen habe. "Tschuldigung, aber die Verknüpfung 'Mist, ich habe den Zug verpasst.' und 'Dann rufe ich am besten erst Mal den Chef an.' existiert noch nicht in meinem Gehirn." Also falls ihr euch schon gefragt habt, warum er eigentlich so oft in meinem Blog auftaucht, ist das wohl die Antwort. Am Mittwoch, den 18. (also am Buß- und Bettag) habe ich übrigens auch was mit dem Chef gemacht. Wir haben uns zum Kaffee trinken getroffen, Muffins gegessen und gepuzzelt. Das war ein richtig schöner Nachmittag, auch wenn es mich bis heute wurmt, dass wir den Berg auf dem Puzzle am Ende nicht fertig bekommen haben. Aber es war dann einfach Zeit zu gehen. Und das Puzzle war echt schwer. Da waren ganz viele sehr ähnliche Farben an unterschiedlichen Stellen.
Am Donnerstag, den 19. November war auf der Arbeit eine archäologische Exkursion angesetzt. Wir haben wieder eine Geomagnetische Untersuchung gemacht. Wenn ihr nicht wisst, was eine Geomag ist, dann empfehle ich den Blogeintrag "Die Geomag" vom 11. Mai 2020, da erkläre ich genau, wie das funktioniert. Nachdem die letzte Geomag ja wirklich ziemlich stressig war, fing die jetzige auch nicht besser an. Irgendwie hatten wir scheinbar im Vorfeld ziemlich aneinander vorbei kommuniziert und es war alles sehr holbrig am Donnerstag morgen. Dann hat es auch noch geregnet und war sehr kalt und ich hatte meine Handschuhe dummerweise in meinem Fahrradhelm auf Arbeit vergessen. Und eine Mütze hatte ich leider auch nicht dabei. Ich bin dann die ganze Zeit mit Kapuze rumgelaufen, auch wenn es nicht mehr geregnet hat. Während wir letztes Mal ja auch noch die Bohrstockuntersuchungen gemacht haben, hatten wir diesmal nicht wirklich was zu tun (außer am Ende in Ostro), so dass wir oft einfach frierend im Regen standen. Eigentlich ist es ja schon schön, als Archäologe auch mal rauszukommen, aber wenn man selber nichts machen kann und nur rumsteht, kommt man sich auch etwas Fehl am Platz vor.





Der kleine orangene Punkt da, ist übrigens derjenige, der da gerade das Gelände für uns vermisst. Man schiebt dann diesen Wagen vor sich her mit den Sensoren dran und am Ende hat man ein Bild mit verschiedenen Graustufen, das man dann interpretieren kann. Es ist eigentlich wirklich ganz spannend, sich das mal anzuschauen, aber in dem Fall konnten wir ihn halt nicht wirklich bei der Arbeit unterstützen.




Da unser Vermesser möglichst nicht zu lange in Bautzen bleiben wollte, sondern abends wieder nach Hause fahren, haben wir tatsächlich an einem Tag drei Orte vermessen. Eigentlich dachten wir ja, wir machen das über zwei Tage, aber wie gesagt: Da ist in der Kommunikation ein bisschen was schief gelaufen. Wir waren also erst in Brohna (siehe die Fotos oben), dann in Biehla und am Ende in Ostro. Die Orte, die wir uns da angeschaut haben, sind alles Plätze, an denen man Spuren von alten Burganlagen von wir 3000 Jahren entdeckt hat und wir wollen durch die Geomagnetik halt schauen, was man davon vielleicht noch im Boden sieht. Von außen sieht man nämlich meist sehr wenig. In Brohna hat es noch geregnet, aber in Biehla kam tatsächlich die Sonne raus. Auch dort konnten wir leider wenig helfen (ich habe nur eine Messstation aufgestellt und mich dabei wenigstens etwas hilfreich gefühlt. 😄) und dann habe ich ein Schild zum Archäologischen Radweg, das dort stand, auf Fehler durchgelesen (und es waren einige dabei).

Das Ding habe ich aufgestellt. 😊

Ich hab nicht auf dem Schild rumgekritzelt. Nur auf dem Foto im Handy. 😄



Weil wir in Ostro dann tatsächlich ein bisschen was zu tun hatten, sind wir dann schon mal von Biehla aus vorgefahren und haben noch ein Schild abgemessen, ein Foto gemacht und dann angefangen, Messpunkte in den Boden zu schlagen, an denen man das GPS orientieren kann, falls die Technik wegen der dichten Bäume nicht richtig arbeiten könnte. Mittlerweile war es dann auch schon dunkel und es war wirklich nicht leicht, das alles im Dunkeln abzumessen und zu koordinieren. Es hat auch ewig gedauert, die Pfähle an die richtige Stelle zu bekommen. Im Endeffekt waren wir dann gerade fertig, als unser Vermesser endlich kam und er meinte, er testet jetzt kurz, ob sein Gerät auch bei dem dichten Bewuchs funktioniert und dann wären die Pfähle, die wir da mühsam eingeschlagen haben, ja gar nicht notwendig. Es hat dann tatsächlich mit dem Gerät funktioniert, was zwar unsere Vorbereitung nutzlos gemacht hat, aber wenigstens ging es dadurch schneller, denn es war dunkel und kalt und wir wollten irgendwann auch einfach alle nach Hause.



Ich war ja auch total durchgefroren. Am Ende habe ich mich nur noch mit heißem Tee warm gehalten und war sehr froh, dass ich um 7 dann endlich wieder zuhause war. Dort habe ich erst mal 40 Minuten in der warmen Wanne gelegen, dann was gegessen und mich danach mit einem Wein in eine Decke eingekuschelt und youtube-Videos geschaut. Es war also mal wieder eine ziemlich anstrengende Exkursion, aber so ist eben das Leben als Archäologin. 😊
Freitag habe ich Post auf Arbeit bekommen. Ich kriege sonst nie auf Arbeit direkt an mich adressierte Post, also war ich schon mal sehr gespannt. Und dann habe ich mich noch viel mehr gefreut (ja, ich glaube, ich habe sogar kurz gequietscht), als ich gesehen habe, dass die Post von einer guten Freundin von mir aus Würzburg kam, mit der ich studiert habe und die mir Prospekte von ihrer jetzigen Arbeit geschickt hat. Das wäre echt cool, wenn sich da mal eine Zusammenarbeit ergibt. 😊Nach dem stressigen Donnerstag habe ich Freitag den Arbeitstag etwas verkürzt und wollte eigentlich direkt nach der Arbeit in der Stadt noch Bastelzeug kaufen, ich hatte das Fahrrad schon am Rossmann angeschlossen, da merkte ich, dass ich mein Portemonnaie zuhause vergessen hatte. Das war vielleicht ärgerlich. Da musste ich erst mit dem Rad wieder nach Hause fahren, mein Geld holen und dann nochmal hoch in die Stadt laufen. Im Endeffekt war ich aber mit meinem Einkauf sehr zufrieden und konnte dann das ganze Wochenende Fröbelsterne basteln.


Freitag Abend war dann noch JEK-zoom-Treff und da ging es um das Thema "Christ sein in Beziehungen", was ich sehr interessant fand. Da haben wir auch über die 5 Sprachen der Liebe geredet, von denen ich letztes Mal ja schon kurz etwas erwähnt habe. Die 5 Sprachen machen deutlich, wie unterschiedlich Menschen ihre Liebe oder Zuneigung ausdrücken und dass es dann ab und an zu Missverständnissen führt, weil man sich nicht geliebt fühlt, dabei spricht der andere vielleicht einfach nur eine andere Sprache der Liebe. Die 5 Sprachen der Liebe sind: Zweisamkeit, Lob & Anerkennung, Zärtlichkeit, Hilfsbereitschaft und Geschenke. Falls ihr dazu mehr wissen wollt, müsstet ihr euch mal separat einlesen. Das führt hier sonst zu weit. Ich habe an dem Freitag noch behauptet, dass ich wahrscheinlich viel über Hilfsbereitschaft gehe, mir für mich aber Lob und Anerkennung sehr wichtig ist. Normalerweise spricht man auch die Sprache, die man selber gern empfangen möchte, aber ich könnte mir auch gut vorstellen, dass es da Unterschiede gibt. Wir haben uns also eine Weile über dieses Thema unterhalten und auf den ersten Blick war mir die Sprache "Geschenke" immer suspekt. "Wer definiert seine Liebe denn an materiellem Wert?" habe ich immer gedacht, bis ich dann am Wochenende doch nochmal drüber nachgedacht habe und festgestellt habe, dass das vielleicht doch eine Sprache ist, die ich spreche. In meinen Beziehungen war es mir zum Beispiel immer sehr wichtig, möglichst persönliche und individuelle Geschenke zu Weihnachten oder zum Geburtstag zu machen. Da musste schon eine Idee dahinter stecken. Und ich mache ja auch gerne kleine Geschenke einfach so (siehe die Muffins fürs Pfarramt). Aber ich habe dann einen Test gemacht und da kam raus, dass meine Sprache "Lob und Anerkennung" ist, was ja auch sehr gut möglich ist. Oben habe ich ja vorhin schon festgestellt, dass ich mir von den Geschenken ja auch irgendwie Lob und Anerkennung verspreche. Ein "Ich bin stolz auf dich." rührt mich zum Beispiel immer sehr, wenn mir das jemand sagt. Aber dann kann es tatsächlich gut sein, dass ich eine andere Sprache spreche als die, die ich empfangen möchte, denn was Lob und Anerkennung angeht, bin ich eigentlich nicht so freigiebig in Beziehungen. Ich glaube, ich drücke meine Zuneigung tatsächlich viel über Hilfsbereitschaft und Geschenke aus, vielleicht tatsächlich, weil ich mir dann im Gegenzug Anerkennung und Lob erhoffe. Schwierig, wirklich schwierig. Wüsstet ihr auf Anhieb, welche Sprache der Liebe ihr sprecht? Wir können uns gerne mal darüber austauschen. Das fände ich interessant.
Samstag habe ich wie gesagt viel Fröbelsterne gebastelt und war außerdem bei Kaufland einkaufen, wo ich vermutlich eine Begegnung mit niedrigem Risiko hatte und außerdem leckere Karamellcreme als Brotaufstrich gekauft habe.
Am Totensonntag habe ich dann übrigens im Gottesdienst gesungen (scheinbar meldet sich immer kein anderer Sopran, deswegen darf ich dann immer in der kleinen Besetzung mitsingen 😄). Dann habe ich nochmal gebacken. Ich wollte ja für das Treffen mit den Pfadfindermitarbeitern etwas Gebackenes dabei haben. Ich habe Apfelkekse gebacken mit einem Rezept aus einem Buch von Petra Hülsmann. Erst war ich skeptisch, weil der Teig sehr klebrig und eben voller Äpfel war, aber die sind wirklich sehr lecker diese Kekse.

So, jetzt mache ich kurz mal eine Pause und bereite mein Abendessen vor. Es ist schon wieder um 7. Ich sag doch, dass es heute lange dauern wird. So, Kartoffeln sind im Ofen, jetzt kann ich weitermachen.
Am Montag, also genau heute vor einer Woche, war ich mit unserer Archäologie-FÖJlerin und dem Museumstransporter voller Kisten in Görlitz. Ich glaube ja, ich war vorher noch nie in Görlitz. Leider hatten wir nicht wirklich Zeit, uns die Stadt anzuschauen, da wir im Museum waren, um Funde zurück zu geben, über meine mögliche Promotion zu reden (schwieriges Thema) und Akten durchzugehen. Da waren wir dann eine Weile beschäftigt. Das Haus, in dem die Museumsverwaltung untergebracht ist, ist aber auch ganz hübsch, so verwinkelt. Und am Ende konnten wir auf dem Rückweg zum Auto noch 1-2 Bilder machen.



Mittlerweile fahre ich ja ganz gerne Auto. Ich habe immer ein wenig Angst, bevor es losgeht, aber wenn ich dann fahre, macht es Spaß. Ich war auch ziemlich stolz, wie ich mit dem riesigen Transporter durch die engen Gassen von Görlitz gekommen bin. Trotzdem war ich ziemlich geschafft, als ich zuhause ankam. Wahrscheinlich schlaucht das Autofahren doch mehr, als gedacht. Ich habe mich dann erst mal eine Weile hingelegt und war abends dann noch Joggen. 
Dienstag sollte ja dann das Pfadfinder-Mitarbeitertreffen sein, für das ich extra gebacken habe und für das ich extra eher von der Arbeit heim bin. Dann war ich pünktlich fertig, mit Wanderschuhen, dicker Jacke und allem ausgerüstet und dann ruft mich doch tatsächlich der Chef an und sagt, das Treffen sei kurzfristig abgesagt worden. Dabei hatte ich doch schon die zweite Woche in Folge extra gebacken! Ich habe mich ein wenig geärgert, auch wenn der Nachmittag dann nett mit Kuchen, Keksen und Kaffee endete und es entspannt war, mal nicht so lange auf Arbeit gewesen zu sein. Aber ich finde schon, dass man etwas mehr Respekt vor meiner Zeit haben könnte. Wenn ich schon meine Überstunden einsetze und eher von der Arbeit heim gehe. Daher bin ich eigentlich auch ganz froh, dass jetzt durch die Ausgangsbeschränkungen das Treffen erst mal auf unbestimmte Zeit verschoben wurde. Ich kann nicht ständig Dienstags eher von der Arbeit gehen und dann findet das Treffen gar nicht statt. (Dafür hatte ich dann mal wieder Zeit für ein schönes Telefonat mit meiner Schwester. Das war auch mal wieder nötig.)
Dienstag Abend war das "The Masked Singer" Finale. Ich war sehr gut vorbereitet und es waren tatsächlich alle meine Finalen Tipps richtig (auch wenn ich mich im Finale selbst tatsächlich nochmal um entschieden habe. Da habe ich mich überzeugen lassen und im Endeffekt war die finale Wahl richtig). Besonders stolz war ich immer, wenn ich es an den Indizien festmachen konnte. Das ist die Siegermaske der Staffel mit einem sehr schönen Lied: https://www.youtube.com/watch?v=3_m9LABJOsQ. Freue mich schon, auf die nächste Staffel. Aber diese Staffel ist auch genau pünktlich zu Ende gegangen, denn ich hätte ja diese Woche gar keine Zeit am Dienstag gehabt. Da bin ich ja bei meiner ersten KV-Sitzung. 😊
Apropos KV, ich hatte letzte Woche Mittwoch dann schon total Sorge, dass der Gottesdienst zu meiner Einführung doch noch abgesagt wird, weil ja mal im Gespräch war, die Anzahl der Gottesdienstbesucher auf 50 zu beschränken. Und mein Gedanke war die ganze Zeit: "Die können den Gottesdienst nicht einfach absagen. Ich weiß doch schon genau, was ich anziehen will." 😨😄 Das war tatsächlich mein Argument. Ich meine, wann hat man schon mal die Möglichkeit, sich hübsch zu machen, so dass Viele es sehen? Ich hatte die Strickjacke extra neu gekauft. Und natürlich musste das Outfit von Papa als Modeexperte für gut befunden worden sein. Alles war da, alles war perfekt. Der Gottesdienst musste einfach stattfinden. Der Gottesdienst fand dann auch statt und das Outfit kam gut an, aber dazu später mehr.
Am Donnerstag habe ich nochmal Apfelkekse gebacken und außerdem Schoko-Crossies, da für Sonntag nach dem Gottesdienst ein Kuchenbasar geplant war. Das war eine entspannte Abendbeschäftigung, nachdem ich auf Arbeit schon die ganze Zeit Kopfschmerzen gehabt hatte. Ich hatte schon Sorge, dass ich krank werde. Das wäre auch sehr kontra-produktiv für meine Einführung (und mein Outfit!!!) gewesen. Besonders warm war dieses Outfit nämlich nicht. Es war dafür ausgelegt, gut auszusehen, nicht warm zu halten. Wer schön sein will, muss eben manchmal leiden. Die Kopfschmerzen sind dann aber zum Glück wieder weg gegangen.
Am Freitag bin ich nach der Arbeit direkt nach Reichenberg gefahren, um den Advent ein wenig mit Mama und Papa einzuläuten. Es war schön, dort zu sein, auch wenn es nur kurz war. Philipp und Alex waren auch da und wir haben gespielt, Glühwein getrunken und Mama und Papa haben mir eine Serie gezeigt, die sie gerne schauen. Außerdem hat Mama mir die Haare geschnitten, damit ich gut aussah bei meiner Einführung. Samstag bin ich dann nachmittags wieder Richtung Kamenz aufgebrochen und eigentlich wollte ich noch in Pulsnitz vorbei fahren, um dort in den Advents-Jugo der eja zu gehen, aber dann hatte leider mein Bus Verspätung und ich habe den Zug in Klotzsche knapp verpasst. Da durfte ich dann eine Stunde in Klotzsche am Bahnhof warten, bzw. bin ich etwas durch die Gegend gelaufen und habe geschaut, ob ich mir noch einen Adventskranz kaufe, aber in Klotzsche gab es keine schönen. Dafür habe ich dann Sonntag in Kamenz noch einen sehr Hübschen gekauft. Und statt des Advents-Jugos habe ich dann zuhause eine Kerze angezündet und den Adventskalender, den das Stajupfa mir geschickt hat, gelesen. Das war auch sehr schön.


Ich wusste erst gar nicht, womit ich das Päckchen verdient habe, aber vielleicht weil ich im Herbst ja beinahe mit dem Stajupfa nach Taizé gefahren wäre. Oder das hat einfach jeder bekommen. Auf jeden Fall habe ich mich sehr über den lieben Gruß gefreut.
Nachdem ich Samstag dann noch ewig Fäden an Fröbelsterne gefitzelt habe, hätte ich tatsächlich beinahe verschlafen. Ich war nicht super spät dran, ich hatte extra großzügig geplant, aber ich wollte vor dem Gottesdienst gerne noch zum Blumenladen, um mir einen Adventskranz zu kaufen und deswegen musste ich mich etwas beeilen. Ich sah auch noch ganz zerknautscht aus vom Schlafen. Aber durch den Spaziergang hoch zur Kirche hat sich das dann zum Glück wieder beruhigt und ich war genau pünktlich die 20 Minuten eher da, die ich geplant hatte. Der Gottesdienst war durch Corona natürlich anders, als er vielleicht sonst gewesen wäre. Wir sind zum Beispiel nicht eingezogen und saßen auch alle verstreut in der Kirche, aber ich fand trotzdem, dass es ein schöner Gottesdienst war. Ich habe so eine hübsche rote Weihnachtsstern-Blume bekommen und einen Kalender für 2021, den ich mir schon unter meinen anderen Kalender im Flur bereit gehängt habe. Außerdem hat die Pfarrerin zu mir gesagt, sie freut sich sehr, dass ich im KV bin und zu dem Mann nach mir hat sie nur gesagt, sie freut sich. Da habe ich auch gedacht: "Ha, ich hatte ein sehr mehr." 😁 Nach dem Gottesdienst haben wir Fotos gemacht und leider ist mir erst später aufgefallen, dass meine Stiefel auf dem Foto nicht zu sehen sind, die natürlich auch zum Outfit gehören, daher kann ich euch noch das Anprobe-Bild mit dazu zeigen, dann seht ihr noch die Schuhe:


Um das Thema Outfit abzuschließen, möchte ich euch gerne noch an folgender Konversation mit einer hier namenslosen Person X teilhaben lassen, die sich am Sonntag zugetragen hat und die ich hier im exakten Wortlaut wiedergebe (nach bestem Wissen und Gewissen):
Ich: "Na ja, ich hab gedacht, bei der Einführung, da kann ich mich ja auch mal ein bisschen schick machen."
Person X: "Ein bisschen? Alter, sahst du heiß aus!"
Und ja, genau für solche Worte hat es sich 100% gelohnt, da ohne Jacke und Schal vor zu laufen und mal 10 Minuten zu frieren. 😁😁😁
Der Kuchenbasar nach dem Gottesdienst verlief auch super. Wir haben richtig viel Umsatz gemacht, sogar meine Fröbelsterne sind sehr gut weggegangen und die Leute aus dem JEK waren ganz süß und meinten, sie hätten bei der Einführung extra für mich angefangen zu klatschen, als ich meinen Kalender überreicht bekommen habe und dann haben einfach alle mitgemacht. 😊 Das war wirklich schön, diese Unterstützung zu erleben und wie sich alle für mich gefreut haben und ich habe mich einmal mehr angekommen gefühlt in dieser Gemeinde. Das ist mir in der letzten Woche immer mal wieder aufgefallen. Ich liebe diese Gemeinde, ich will hier nicht mehr weg. Ich habe Freunde hier, ich weiß, wie ich mich einbringen kann und ich will weiter in diese Gemeinde hineinwachsen. Ich will in dieser Kirche heiraten, ich möchte, dass meine Kinder hier getauft werden, ich hab das Gefühl, das hier ist mein Platz. Das heißt nicht, dass ich für immer dort arbeiten will, wo ich gerade arbeite, aber ich möchte in Kamenz wohnen bleiben. Arbeiten könnte ich ja auch irgendwo in der Region. Da bräuchte ich dann zwar ein Auto, aber das ließe sich ja vielleicht einrichten. Klar gibt es sicher auch nochmal Momente, wo sich das wieder verändern könnte und ich würde nicht ausschließen, dass ich irgendwann doch nochmal aus Kamenz wegziehe (für den Traumjob oder den Traummann), aber vorerst fühle ich mich hier in dieser Gemeinde sehr wohl und mein Ziel ist es, die gesamten 6 Jahre, die ich jetzt im KV bin, auch hier zu leben. Da wäre ich dann 32. Es ist natürlich super schwer, Jobs zu finden, wenn man auf einen Ort festgelegt ist, aber es gibt ja viele Möglichkeiten, die ich jetzt vielleicht einfach noch nicht sehe. Ich könnte auch in Dresden arbeiten und in Kamenz wohnen. Ich wünsche mir einfach, dass es funktioniert.
Der restliche Sonntag war übrigens auch noch sehr schön. Ich habe erst etwas gekocht und meine Wohnung dekoriert und die erste Kerze auf meinem neuen Adventskranz angezündet.



Dann habe ich etwas gepuzzelt und eine Folge "Die drei Fragezeichen" gehört und dann hatte ich meine erste inoffizielle Arbeitssitzung als KV-Mitglied mit einem Ideenaustausch darüber, ob und wie ein Krippenspiel in Corona-Zeiten möglich ist. Dazu gab es Plätzchen, Tee und Glühwein und nette Gesellschaft. Danach war ich noch ein wenig beim Chef, wir haben Bolognese gegessen (sehr lecker), Wein getrunken und gequatscht (leider nicht gepuzzelt, aber er meinte, er wäre eh schon ein Stück weiter gekommen, also hat er den Berg vielleicht schon alleine fertig gemacht). Da wir wirklich noch sehr, sehr lange gequatscht haben (da war ich schon zuhause, da haben wir dann noch telefoniert und kamen vom 100. ins 1000.), war meine Nacht entsprechend kurz und ich sollte jetzt ins Bett gehen. Es hat wie vermutet ja auch ewig gedauert, diesen Blogeintrag über zwei Wochen zu verfassen. Und soll ich euch was verraten? Wenn ihr Glück habt, habt ihr mich morgen schon wieder am Hals. Ich möchte nämlich wieder jeden Tag im Dezember bis Heilig Abend was kleines schreiben. Dabei soll immer eine Frage als Ausgangsimpuls dienen. Ihr könnt mir gerne selber Fragen schreiben, die ich dann nutzen kann, ansonsten habe ich mir extra von Mama eine Talkbox ausgeliehen und suche mir dann ein schönes Thema raus. Ich freue mich auf jeden Fall, wenn ihr da dann auch immer mal vorbeischaut und hoffe, ihr schaffe es, jeden Tag was kurzes zu schreiben. Wenn euch dieser Beitrag gefallen hat, lasst es mich gerne wissen. Bleibt gesund, lasst euch nicht stressen und schaut ab und an im Dezember hier rein.

Alles Liebe
eure Hannah

Montag, 23. November 2020

Der Fragebogen

Hallo ihr Lieben,

Das Kamel hat sich für euch schick gemacht.

200!!! Wir sind tatsächlich schon beim 200. Blogeintrag angekommen. Wusstet ihr, dass der 100. erst am 22. April 2019 erschienen ist? Das ist gerade mal 581 Tage her. Das heißt, ich habe im Durchschnitt aller 5,81 Tage einen Beitrag veröffentlicht. Da haben vermutlich die Adventstage, in denen ich häufiger als einmal die Woche geschrieben habe, den Durchschnitt etwas nach oben gezogen. Ich freue mich auf jeden Fall sehr, dass ich so fleißig war und dass ihr den Blog hier immer noch lest. Und irgendwie passt der Spruch von Shakespeare da oben, oder? Ich wusste auch am Anfang nicht, wohin dieser Blog geht (und vielleicht weiß ich es bis heute noch nicht 😄), aber dafür sind wir schon ziemlich weit gekommen. Ich freu mich!
Eigentlich wollte ich euch zum 200. Beitrag etwas schenken, aber die Idee ist leider noch nicht so ausgereift, wie ich gehofft hatte, daher wird es wohl noch eine Weile dauern. Aber ich verrate euch trotzdem, was ich vor hatte/habe. Ich würde gerne als Dank für meine LeserInnen ein Set Postkarten entwerfen. Darauf sollte ein Kamel zu sehen sein und ein Spruch. Es soll drei verschiedene Motive geben. Wie genau die aussehen sollen, steht noch nicht ganz fest, aber ich fände es schön, wenn auf einer "Alles Liebe" steht, auf einer "Schön, dass wir Freunde sind" und vielleicht auf der dritten "Es gibt kein Problem, das man nicht mit einem Kamel lösen kann." Mein Problem ist noch, dass ich echt nicht gut malen kann (oder gestalten) und ich hätte es gerne, dass das Kamel auf der Karte gemalt ist. Und deswegen bin ich noch nicht so weit gekommen. Ich kenne zwar jemanden, der so was sicher für mich zeichnen könnte, aber ich habe mich noch nicht getraut, ihn zu fragen. (Eigentlich kenne ich sogar mehrere Leute, aber irgendwie wäre es ja auch schön, wenn ich es selbst gestaltet hätte.) Aber auch dieses Problem werden das Kamel und ich sicher noch lösen. Also seid gespannt.
Damit der 200. Beitrag aber doch noch irgendwie besonders ist, müsste es eigentlich noch irgendein cooles Special geben. Beim 100. Blogeintrag gab es immerhin "10 Dinge, von denen ich nicht mehr wusste, dass sie in meinem Blog vorkommen". Dafür ist es heute leider schon etwas zu spät. Dafür habe ich mir gedacht, ihr könntet ja heute noch ein bisschen was über mich erfahren. Meine liebe Schwester hat mir damals, als ich aus Berlin weggezogen bin, eine Freundebuchseite für meine Freunde konzipiert und natürlich habe auch ich damals eine ausgefüllt. Die Antworten, die hier stehen, sind also die von 2016. Ich würde einfach mal die alten Antworten hier mit abtippen und möglichst auch zu jeder Frage noch eine aktuelle Antwort dazu schreiben (das ist dann die in Klammern und Fett). Viel Spaß mit Vergangenheits- und Gegenwartshannah. 😊

Ich heiße: Hannah (stimmt auch 2020 noch)

Mein Künstlername ist/wäre: Die Hannahelenen (im Duo mit Leni) (2020: kairokamel)

So alt wäre ich gerne nochmal: 19 Jahre und 361 Tage (2020: 21)
Weil: ich für den Tag noch jemandem einen Kuss schulde (2020: man damals noch zu malebox und High Five Konzerten gehen konnte)

3 Worte, die mich beschreiben: lustig, aufgedreht, kreativ (2020: lustig, engagiert, freundlich)

Das wollte ich werden, als ich 6 war: Töpferin (2020: jap, stimmt)

Und das bin ich nun geworden: Latein- und Archäologiestudentin mit Hang zum Museum (2020: Volontärin im Fachbereich Archäologie)

Das tue ich mit Begeisterung: Gutaussehende Männer anhimmeln (2020: in der Kirchgemeinde mitarbeiten, obwohl ich auch gut aussehende Männer immer noch gerne anschaue 😄)

Das schiebe ich immer wieder auf: lästige Telefonate (2020: einen Termin beim Frauenarzt ausmachen)

Da hab ich dich (Anmerkung: also mich) kennen gelernt: ähm... ja (2020: irgendwie lernt man sich selbst ja immer wieder neu kennen, oder? 😉)

Dein (Anmerkung: also mein) coolster Spruch: "Es war ziemlich warm, aber ich fand schon, dass ich echt heiß aussah." (Straßburg 2011) (2020: Mache ich noch coole Sprüche? Keine Ahnung. Meine Freunde haben damals übrigens angegeben, ich würde gerne "Das ist doch so, oder?" sagen. Daran kann ich mich gar nicht erinnern.)

So erreichst du (Anmerkung: also ich) mich am besten: Folgt mir auf Twitter! (Hannahelenen) (2020: Im Allgemeinen, wenn man mal außer acht lässt, dass ich mit du gemeint bin, erreicht man mich tendenziell am besten über Whatsapp.)

Zu diesem Ereignis erwarte ich unbedingt eine Nachricht von dir (Anmerkung: also von mir): - (2020: Wann ich eine Nachricht von mir erwarte? Ihr merkt, es ist schwierig, seinen eigenen Fragebogen auszufüllen.Vielleicht wäre die Antwort: Wenn ich mir Sorgen machen muss.)

Eine Sache, die auf meinem Schreibtisch nicht fehlen darf: Mein Frosch auf dem Vesuv-Stein (2020: Stift und Zettel)

Zu dieser Musik halten meine Beine nicht still: 80er (Die Fete endet nie!) (2020: ja, das würde ich so noch unterschreiben)

Das sammle ich: Theaterkarten (2020: Erfahrungen^^)

Das würde ich mit einer Million anstellen: malebox-Konzerte in meiner Nähe organisieren (2020: vermutlich ein Auto kaufen und diverse andere Sachen, die nützlich wären)

Wenn das Leben eine Torte wäre, wären das meine Zutaten:
So sieht die Torte aus.

    blau: Freude
    grün: Liebe
    gelb: Gesundheit
    orange: Sonstiges
(2020: Das lass ich jetzt einfach mal so stehen. Ist doch irgendwie süß. Vor allem Sonstiges. 😄)

Dorthin möchte ich unbedingt noch reisen: Athen
Um: Die Akropolis zu sehen (2020: auch das erscheint mir heute noch passend)

Mein weises Wort zum Schluss: Am Ende ist alles gut und wenn es nicht gut ist, dann ist es nicht das Ende. (2020: Es gibt kein Problem, das man nicht mit einem Kamel lösen kann.)

Datum: 24.02.16 (spät... sehr spät) (2020: 23.11.20 (spät...sehr spät))

So, ihr Lieben. Jetzt habt ihr mehr über mich erfahren, aber ihr wisst immer noch nicht, was ich so in der letzten Woche gemacht habe und wie meine Muffins angekommen sind. Und es ist wirklich schon spät und ich sollte bald ins Bett gehen. Deswegen nur kurz zu den Muffins. Ich habe sie Dienstag beim Pfarramt vorbei gebracht und nachmittags schon eine ganz liebe Nachricht von einer Pfarramtsmitarbeiterin bekommen, wie sehr sie sich gefreut haben und dass sie eigentlich gerade von einer Trauerfeier kamen und meine Karte sie wieder aufgebaut hat. Das hat mich so gefreut. Am Mittwoch habe ich dann auch noch eine Mail von der Pfarrerin bekommen, die sich auch noch einmal bedankt hat und geschrieben hat, dass mein "lieber Gruß" ein "Lichtschein" war. Das war also eine wirklich tolle Idee und ich freue mich, dass ich so viel Freude ins Pfarramt bringen konnte. Alles weitere, was die Woche so passiert ist, werde ich euch nächste Woche erzählen, ok? Dann handeln wir einfach zwei Wochen mit einem Mal ab. Das wird dann sicher ein längerer Eintrag, weil einiges schon passiert ist und diese Woche jetzt auch wieder einiges passiert, aber so werde ich den Dingen einfach besser gerecht (und bekomme ausreichend Schlaf. Ich wollte nämlich eigentlich morgen mal etwas eher auf Arbeit sein, weil ich nach dem Mittag schon wieder los muss). Ich hoffe also, euch hat dieser 200. Beitrag gefallen auch wenn er etwas anders war als sonst. Ich fand die Idee, den Fragebogen mal wieder zu verwenden, ganz nett. Wenn ihr Lust habt, könnt ihr ihn auch gerne selber mal ausfüllen (zum Beispiel in den Kommentaren). Zum Schluss sage ich nochmal von Herzen vielen Dank, dass ich mich bei meinem Blog so unterstützt, indem ihr mir immer wieder so tolles Feedback dazu gebt, bei facebook auf "gefällt mir" klickt oder indem ihr ihn einfach still lest. Es ist wirklich ein Geschenk, dass ich hier schon den 200. Beitrag schreiben kann. Apropos Geschenk: Erinnert mich bitte daran, dass ich beim nächsten Mal auch über die 5 Sprachen der Liebe sprechen will. Es könnte nämlich sein, dass meine Sprache der Liebe Geschenke sind. Vielleicht ist es aber auch Lob und Anerkennung. Das hat zumindest der Test gesagt, den ich gemacht habe. Aber dazu nächste Woche mehr.
Habt eine schöne Woche, bleibt gesund, lasst es euch gut gehen und wer in der Nähe ist, kann gerne am Sonntag 10 Uhr nach Kamenz in die St. Marien Kirche kommen und meine Einführung als Kirchvorsteherin miterleben. Danach gibt es übrigens noch einen Kekse- und Bastelverkauf vom JEKK, also bringt gerne etwas Kleingeld mit.

Alles Liebe
eure Hannah

P.S. Musiktipp der Woche: https://www.youtube.com/watch?v=KJI0D9hhuwM. Ist schon älter, aber klingen sie nicht toll zusammen?