Hey ihr Lieben,
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| Ein kleines Arbeitsbild von letzter Woche. Da habe ich Scherben sortiert in Vorbereitung auf die Inventarisierung. |
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| Zum Beispiel Fotos vom Wein im Garten machen ;) |
Hey ihr Lieben,
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| Ein kleines Arbeitsbild von letzter Woche. Da habe ich Scherben sortiert in Vorbereitung auf die Inventarisierung. |
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| Zum Beispiel Fotos vom Wein im Garten machen ;) |
Hey ihr Lieben,
jetzt ist es passiert: die Sommerferien sind endgültig vorbei. Und mit ihnen ist auch das gute Wetter verschwunden (obwohl sich das ja schon in der letzten Ferienwoche verabschiedet hat). Ich weiß nicht, wie es euch geht, aber bei mir drückt das graue Wetter ganz gewaltig auf die Stimmung. Ich habe Lust, mich zuhause zu verkriechen. Gleichzeitig will ich aber auch ungern alleine sein. Auf Arbeit sind meine beiden FÖJ-Jungs ja jetzt weg und da sie bisher irgendwie meine besten Freunde in Kamenz waren (immerhin haben wir uns fast täglich gesehen und meistens, wenn mir etwas besonders lustiges oder ärgerliches passiert ist, habe ich ihnen geschrieben), vermisse ich sie sehr. Es kommt also gerade einiges zusammen und der Herbst-Blues schlägt zu. Trotzdem versuche ich, mich auf die schönen Dinge zu konzentrieren. Vorhin habe ich mir zum Beispiel beim Einkaufen einen Brownie gegönnt und er war herrlich schokoladig (und vermutlich voller Geschmacksverstärker 😄). Außerdem habe ich heute beschlossen, am Wochenende einen Spieleabend mit Freunden zu machen und jetzt habe ich die ganze Woche etwas, auf das ich mich freuen kann.
Ansonsten gab es natürlich auch in der letzten Woche viele schöne Erlebnisse (es gab auch einige nicht so schöne Erlebnisse, aber ich habe ja gerade gesagt, dass ich mich auf das Positive konzentrieren will). Zum Beispiel war ich gestern im Gottesdienst und habe danach spontan noch dem Kirchvorsteher bei seinem Kirchnerdienst geholfen. Da sprach mich auf einmal eine Frau an und gratulierte mir. Es hätte sich ja schon herumgesprochen, dass ich für den KV kandidiere. Ich habe gesagt, dass ich ja noch gar nicht gewählt bin, aber sie wollte scheinbar schon meine Bereitschaft zur Kandidatur loben. Ich fand das ja sehr nett, aber ich hatte überhaupt keine Ahnung, wer die Frau war und woher sie mich kannte. Vielleicht ist sie bei mir im Chor. Oh weh, wenn ich eine gute Kirchvorsteherin werden möchte, muss ich die Leute in der Gemeinde wirklich noch besser kennen lernen. Aber immerhin scheint man ja mich zu kennen. Das ist doch eine ganz gute Voraussetzung für die Wahl. 😄 Am Sonntag ist nach dem Gottesdienst die Vorstellung der Kandidaten und ich bin schon etwas nervös, weil ich noch keine Ahnung habe, was ich sagen soll. Was, wenn ich mich schlecht präsentiere und mich die Leute dann nicht mehr wählen wollen? Oder vielleicht halten sie mich für zu jung? Oder denken, es lohnt sich nicht, mich zu wählen, weil ich ja vielleicht gar nicht die vollen 6 Jahre da bin. Aber eigentlich glaube ich, dass ich eine richtig gute Kirchvorsteherin sein könnte und jetzt muss ich nur noch die Leute davon überzeugen, dass ich klug und engagiert bin und dass ich wahnsinnig große Lust habe, das Gemeindeleben und die Zukunft der Kirche mitzugestalten. Der Chef hat übrigens neulich gesagt, dass ich ja dann seine Chefin sein würde, wenn ich im KV bin. Dann kann ich ihn gar nicht mehr Chef nennen. Und so richtig chefig werde ich mich sicher gar nicht fühlen, weil wir ja eine Gruppe sind. Bei dem Vorbereitungskurs vom StaJuPfa hieß es schon, dass es manchmal ganz schön frustrierend sein kann, im Kirchenvorstand zu sein. Na ja, wir werden sehen. Noch bin ich wie gesagt ja nicht gewählt.
Letzten Mittwoch war ein richtig guter Tag. Ich war sehr produktiv auf Arbeit und richtig glücklich über das, was ich geschafft hatte, als ich nachmittags nach Hause gegangen bin. Dann war ich nur ganz kurz zuhause und bin dann zum Mitarbeiter-Nachtreffen der Paddelrüstzeit abgeholt worden. Es war richtig schön, alle wiederzusehen und wir haben eine Kuchen-Party gemacht. Lasst mich euch eines sagen: vier Stücke Kuchen sind irgendwie doch zu viel auf einmal. Ich habe mich noch am nächsten Morgen total überfressen gefühlt und konnte erst mal nichts Süßes mehr sehen. Aber wie ihr an der Brownie-Geschichte von heute merkt, habe ich mich doch recht schnell wieder erholt. 😄
Der Kirschkuchen war übrigens von mir. Ich hatte extra gefragt, ob jemand keine Kirschen mag und es hatte keiner was gesagt. Dann meinte doch tatsächlich einer bei der Party, er wäre "Nicht so der Kirschenfan". Dabei hatte ich doch extra gefragt. Und ich hatte extra keinen Apfelkuchen gemacht, weil einer der Mitarbeiter keine Äpfel verträgt und dann erfahre ich auch noch, dass er Äpfel auf dem Kuchen hätte essen können und er meinte "Ein Apfelkuchen wäre richtig toll gewesen". Leute, ihr könnt doch nicht mein Back-Selbstbewusstsein innerhalb von 5 Minuten so zerstören. Ich war danach fest davon überzeugt, den komplett falschen Kuchen gebacken zu haben. Das könnt ihr doch mit mir nicht machen. Trotzdem war es noch ein schöner Abend. Wir haben alle als Dankeschön eine Karte und eine Packung Merci vom Chef bekommen.
Und wir haben stundenlang die Rüstzeit ausgewertet. Kennt ihr das, wenn man dann so selbstkritisch wird? Wie hätte ich in dieser Situation besser reagieren können? Hätte ich dieses und jenes noch besser erklären sollen? Ich kann mich da total reinsteigern. Ich hatte sogar am nächsten Tag immer noch manchmal das Gefühl, ich müsste dem Chef eine Nachricht schreiben und Dinge aus meiner Sicht erklären. Vermutlich bin ich doch ein bisschen perfektionistisch. 😄 Aber hey, es gibt einfach Dinge, die erzählt eine Frau auch dem nettesten Gemeindepädagogen der Welt nicht. Ich habe trotzdem für mich mitgenommen, dass, wenn ich Dinge nicht klar sagen kann oder will, ich trotzdem klarer machen sollte, was ich gerne möchte. Und dass, genauso wie ich manche Dinge nicht erzählen will, auch die Kinder Dinge haben, die sie nicht erzählen und die sie gerade wütend oder traurig machen. Und dass wir eben manchmal nicht wissen, was gerade in den anderen vorgeht und ihr Handeln beeinflusst. Vielleicht ärgert sich das Kind, über das ich mich gerade ärgere, ja eigentlich noch über etwas ganz anderes, was gar nichts mit mir zu tun hat und reagiert deswegen so extrem. Wir sollten uns also auch immer wieder die Zeit nehmen, uns in den anderen reinzufühlen und versuchen, seine Sicht der Dinge zu verstehen.
So, und damit habe ich jetzt genug kryptische Andeutungen gemacht. Es ist schon wieder richtig spät und ich sollte mal mit dem Kochen anfangen, wenn ich heute noch was Warmes zum Abendbrot essen will. Also, während mein Essen kocht, schreibe ich schnell noch über die anderen Dinge, die so diese Woche los waren. Am Donnerstag hatte ich mal wieder einen Fototag auf Arbeit. Das war schön. Am Montag oder Dienstag habe ich übrigens ein lustiges Gefäß inventarisiert. Es hat am Boden geglitzert. Ich hatte totale Probleme, das zu benennen, weil es mir zu unwissenschaftlich vorkam, in die Datenbank zu schreiben, dass es glitzert. Es gibt ja immer mal so leicht glitzernden Ton, das nennt man dann "Glimmerhaltig", aber das sah wirklich aus, als hätte es in Glitzerstaub gestanden.
Am Freitag habe ich mal nur einen halben Tag gearbeitet und bin danach nach Chemnitz gefahren. Es gab Schienenersatzverkehr, was natürlich (wie hätte es auch anders sein können) zu Verspätung geführt hat, aber ich bin ja dann doch irgendwann bei Leni und Luki angekommen. Erst haben wir noch ein bisschen was gespielt, dann was gegessen und dann sind wir zur Küchwaldbühne aufgebrochen, wo wir uns "Hair" angeschaut haben. Hättet ihr gewusst, dass das Stück Hair eigentlich ganz anders ist als im Film? Nun, Leni und ich haben es nicht gewusst und waren ziemlich verwirrt. Ich fand es trotzdem ziemlich gut, weil es emotional war und stark rüberkam, aber ich muss auch ehrlich zugeben, dass ich einiges nicht verstanden habe. Trotzdem war es toll, mal wieder im Theater gewesen zu sein. Freilichtbühnen liebe ich sowieso. Und das Wetter hat auch durchgehalten (es war zwar abends etwas kühl, aber immerhin hat es nicht geregnet).
Durch den Schulanfang an dem Wochenende hatten Leni und Luki leider nicht so viel Zeit, so dass ich Samstag gleich nach Kamenz zurück gefahren bin. Trotzdem fand ich es schön, dass mir mein Wochenende dadurch so lang vorkam. Ich war Samstag Abend total glücklich, dass ich schon so viel erlebt und trotzdem noch den ganzen Sonntag vor mir hatte. Ich habe am Wochenende mal wieder ein Hörbuch meiner Lieblingsautorin gehört (vielleicht höre ich jetzt einfach alle ihre Bücher mal wieder als Hörbuch durch. So verkürze ich die Zeit bis zum nächsten Buch. 😊) und Sonntags war ich wie schon gesagt im Gottesdienst. Nach dem Gottesdienst hat der Kantor noch Fotos vom Altarraum gemacht, weil der Taufstein so hübsch geschmückt war (wir hatten eine Taufe im Gottesdienst) und ich habe mich kurzerhand angeschlossen und auch ein paar Fotos gemacht.
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| Meinen Kommentar, dass "das komische Ding" halt blöderweise direkt vorm Altar hänge, fanden übrigens sowohl der Kantor als auch der Kirchvorsteher sehr lustig. 😄 |
Das war also meine Woche. Ich habe übrigens den Link vom letzten Mal nochmal richtig reingesetzt (da hatte sich scheinbar durch die Formatierung etwas verändert), so dass es jetzt funktioniert hat. Das Lied, das ich euch heute zeigen will, ist ein Schlaflied. Ich erinnere mich an zwei Schlaflieder, die mir meine Mutter damals als Kind öfter vorgesungen hat und in den letzten Jahren habe ich festgestellt, dass es mich, wenn ich abends traurig bin, ab und an tröstet, diese Lieder zu hören und ich habe fest vor, sie später auch meinen Kindern zum Einschlafen vorzusingen. Bei dem Lied hier bin ich mir nicht sicher, ob Mama wirklich diese Textvariante gesungen hat, weil ich mich nur noch an die Melodie und an Textbruchstücke erinnere, aber weil ich die Geschichte (und das Video dazu) so schön finde, teile ich sie mit euch: https://www.youtube.com/watch?v=L3Ug-UR9iDM.
So, jetzt esse ich gerade mein Essen und habe eben nochmal den Eintrag gelesen. Wenn jetzt noch Fehler drin sind, sind sie halt da. Ich wünsche euch eine schöne Woche und freue mich, wenn ihr auch nächste Woche wieder meinen Blog lest.
Hallo ihr Lieben,
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| Es ist über die Jahre ganz schön dreckig geworden. Ich habe es irgendwann mal eingescannt. Die orangenen Flecken und der Punkt auf meinem Gesicht gehören mittlerweile zum Bild dazu. 😄 |
Hey ihr Lieben,
vor etwas mehr als einer halben Stunde habe ich schon einmal angefangen, diesen Blogeintrag zu tippen. Er fing ganz anders an. Es ging darum, dass ich Hunger habe und es aber noch gar nicht Abendessenszeit ist. War ziemlich belanglos, aber das ist mein Blog ja öfter. 😄 Dann fiel mir ein, dass ich ja noch meine Bücher in der Bibliothek verlängern musste, weil ich sie sonst heute hätte abgeben müssen. (Die Bibo macht 18 Uhr zu und es war 17.38 Uhr.) Und natürlich kam es, wie es kommen musste: Ich konnte zwei Bücher nicht verlängern, weil sie vorbestellt waren. Ich also fix auf die Uhr geschaut, überschlagen, ob ich es noch pünktlich schaffen könnte, meine Sachen zusammengepackt, rauf aufs Fahrrad und hoch in die Stadt. Ich habe es tatsächlich pünktlich geschafft, dafür habe ich aber auch die kürzeste und steilste Strecke genommen. Schön im 1. Gang den Berg hochgestrampelt. Das schöne am Fahrrad fahren hoch in die Stadt ist ja, dass man zwar hinzu etwas strampeln muss, dafür kann man sich dafür aber rückzu quasi die ganze Zeit rollen lassen. Daher bin ich zur Zeit echt gerne mit dem Fahrrad unterwegs. Man ist so viel schneller. Und danach fühlt man sich immer richtig gut. (Es macht nämlich echt Spaß, den Berg dann runter zu fahren. 😊) Und jetzt freue ich mich richtig, dass ich noch mal los bin, denn so fühle ich mich, als hätte ich schon richtig was erledigt heute.
Die erste Arbeitswoche war anstrengend. Ich habe schon wieder einiges an Überstunden gemacht, wegen dem Vortrag am Dienstag, der Dienstberatung am Donnerstag und dem Wochenenddienst am Samstag. So ist außerhalb der Arbeit gar nicht viel passiert, was ich euch erzählen kann. Aber ich gehe trotzdem mal Schritt für Schritt die Woche durch. Am Dienstag Abend war ja, wie ich schon letztes Mal angekündigt hatte, der archäologische Vortrag im Museum.
Es ging um Funde der Schnurkeramik und war echt interessant, allerdings auch sehr wissenschaftlich und manchmal schwer zu folgen. Ich sollte davor eigentlich noch an der Kasse helfen, habe dann aber die Aufgabe bekommen, dem Referenten schon mal den Raum zu zeigen und die Technik einzurichten und so haben wir uns noch etwas unterhalten. Er hat mich gefragt, was ich nach dem Volontariat machen möchte und da auch meine Chefin das ja am Donnerstag in der Dienstberatung wissen wollte, war das eine Frage, die mich in der letzten Woche viel beschäftigt hat. Eine klare Antwort habe ich trotzdem noch nicht gefunden. Als ich angefangen habe zu studieren, war ich immer der Meinung, dass es nicht den einen richtigen Weg oder die eine richtige Entscheidung gibt, sondern dass es nur darauf ankommt, dass ich mit meinen Entscheidungen zufrieden bin, also was ich daraus mache. Aber jetzt habe ich irgendwie viel mehr das Gefühl, mich falsch entscheiden zu können. Irgendwie habe ich Angst, mich zu sehr festzulegen und mir dadurch Chancen zu verbauen. Ja, eine Promotion reizt mich schon und natürlich öffnet sie auch Türen, aber was, wenn die Jobs, für die ich dann qualifiziert wäre, sich irgendwie alle als langweilig herausstellen? Und woanders würde man mich nicht mehr nehmen, weil ich überqualifiziert bin? Dann wäre ich entweder eine traurige arbeitslose Doktorin oder (was vielleicht noch schlimmer wäre) eine unglückliche arbeitende Doktorin. Ist das irgendwie nachvollziehbar? Und die Frage bleibt ja immer, wie ich mir eine Promotion finanzieren kann. Bei dem Gespräch am Donnerstag haben wir eine Möglichkeit besprochen, die vielleicht genau richtig für mich sein könnte. Und am Samstag beim Wochenenddienst habe ich ein wenig gelesen und eventuell ein Feld gefunden, das mich thematisch interessiert. (Ich hatte zwar schon vorher ein Thema im Kopf, aber das hat sich bei der Besprechung als doch recht kompliziert herausgestellt. Ich bin echt schlecht in der Themenfindung. Ich denke vermutlich zu abstrakt. Und ich will mir aber auch nichts von jemandem vorgeben lassen. Es ist echt gar nicht so leicht, ein Promotionsthema zu finden.) Ihr merkt also, dass ich schon eher in Richtung Promotion tendiere. Ich muss mich wohl nur noch trauen, mich festzulegen. Und vielleicht sollte ich mir doch wieder sagen, dass es keine falschen Entscheidungen gibt. Ich meine, es gibt so viele Möglichkeiten und vermutlich auch Möglichkeiten, an die ich jetzt noch nicht mal denke. Irgendetwas wird sich schon finden. Und schließlich habe ich ja für alle Fälle ein Kamel dabei.
Na gut, jetzt bin ich irgendwie von der Woche abgekommen, aber die Gedanken wollte ich heute unbedingt im Blog loswerden. Jetzt werde ich aber mal vom Rest der Woche erzählen. Mittwoch war glaube ich nichts besonderes und Donnerstag war eben die besagte Dienstberatung über meine Zukunft (und die nächste Ausstellung). Die Chefin hat mir gesagt, ich solle noch etwas mehr Verantwortung für meine Aufgabenbereiche übernehmen und jetzt habe ich irgendwie immer das Gefühl, noch besser sein zu müssen. Ich hasse Arbeiten, wenn ich mich selber unter Druck setze. Zum Glück geht das bestimmt in den nächsten Tagen wieder vorbei und ich kann wieder lockerer sein. Freitag und Montag habe ich Objekte fotografiert, was ich schon seit Ewigkeiten mal vorhatte. Da komme ich ganz gut voran. Freitag Abend habe ich die Leute aus dem JEK zum Pizza backen zu mir eingeladen, aber weil Ferien sind, hatten nur sehr wenige Zeit und wir waren nur zu zweit. (Letzte Woche waren wir auch schon nur zu zweit. Wenn ich so weiter mache, habe ich bald mit jedem aus dem JEK mal ein Treffen nur zu zweit gehabt. 😄) Es war trotzdem ein schöner Abend und die Pizza war sehr lecker. Samstag hatte ich Wochenenddienst und es lief gut. Es waren nicht so viele Leute da, aber ich habe mich gut mit den Kolleginnen unterhalten und wie gesagt ein wenig zu potentiellen Promotionsthemen recherchiert. Sonntag habe ich dann entspannt und fast den ganzen Tag ein Hörbuch meiner Lieblingsautorin gehört (das Buch kannte ich zwar schon und habe es selber zu Hause, aber ich hatte eben mal Lust auf das Hörbuch).
Heute früh klingelte es dann plötzlich an meiner Tür kurz bevor ich zur Arbeit loswollte und davor stand meine kleine Nachbarin, die immer Süßigkeiten von mir haben möchte. In letzter Zeit habe ich leider nichts gehabt, was ich ihr geben konnte, aber ich habe ihr mal erzählt, ich hätte Eis für sie und das wollte sie heute früh haben. Ich habe dann aber gesagt, dass es nicht die richtige Zeit für Eis ist (ich will ja auch keinen Ärger mit der Mutter bekommen, wenn sie frühmorgens Eis isst) und meinte, sie könne ja mal am Nachmittag vorbeikommen. Heute Nachmittag kam sie allerdings nicht. Ich glaube, ihre Mutter will auch nicht, dass sie Eis bei mir schnorrt und erlaubt ihr deswegen nicht, runterzukommen, aber ich war überrascht, dass sie heute morgen tatsächlich mal bei mir geklingelt hat. Sonst hat sie mich immer nur angesprochen, wenn wir uns im Flur über den Weg gelaufen sind. Hoffentlich läuft das jetzt nicht aus dem Ruder und sie klingelt jeden Morgen und fragt nach Süßigkeiten.
Bevor ich jetzt zum Ende komme, sollte ich euch heute endlich mal wieder ein Lied mit Geschichte empfehlen. Apropos Lied, da fällt mir übrigens gerade ein, dass ich Freitag nach der Arbeit einfach mal spontan ein wenig zu High School Musical Liedern durch die Wohnung getanzt bin. Das hat Spaß gemacht. Ich sollte vielleicht öfter mal tanzen. Ja, es hat schon Vorteile, wenn man eine eigene Wohnung hat. 😊 Ok, also... Lieder mit Geschichte... da muss ich erst mal überlegen. Ah, ich habe eines. Das ist auch einer meiner All-Time-Favorit Lieblingslieder. Ich glaube, ich mochte es vorher auch schon, aber es gibt auch eine schöne Geschichte dazu. Silvester 2011 habe ich in Berlin verbracht beim Europäischen Jugendtreffen von Taizé aus. Den Herbst davor war ich mit Leni und einer Gruppe aus Dresden in Taizé gewesen und es hatte uns so gut gefallen, dass wir beschlossen, mit einigen Freunden, die wir dort kennen gelernt hatten, bei dem Treffen an Silvester in Berlin teilzunehmen. Wir hatten uns als 5er Gruppe angemeldet: 4 Mädels und ein Junge. Schon im Herbst hatten wir es immer sehr gemocht, miteinander zu singen. Wir nannten uns "OhneBass" weil wir nur einen Tenor hatten und auch bei dem Empfang in unserer Gastgemeinde haben wir ganz viel gesungen. So lernten wir einen weiteren Jungen in unserem Alter kennen, der aus Hamburg kam. Er sang mit uns und so kam es, dass OhneBass schließlich doch einen Bass bekam. Tatsächlich hatten wir es geschafft, eine bzw. zwei Gastfamilien zu bekommen, die direkt nebeneinander wohnten (sie waren glaube ich auch verwandt), und uns zu sechst aufnahmen (die zwei Jungs waren in einer Gastfamilie untergebracht und wir Mädels in der anderen). Die Familie war super. Sie hatten drei Kinder, die ein bisschen jünger als wir waren und wir verstanden uns alle sehr gut. Ich habe sogar später nochmal bei einem Berlinbesuch dort übernachtet, als ich mir die Uni angeschaut habe. Auf jeden Fall hatten wir Mädchen ein Matratzenlager im Wohnzimmer bezogen, wo es richtig gemütlich war. Die beiden Jungs hatten jeder eine Gitarre dabei und ich weiß noch, wie wir abends gemeinsam zusammensaßen, wir Mädeln schon in die Schlafsäcke gekuschelt und stundenlang zusammen gesungen haben. Und da haben wir unter anderem dieses Lied gesungen: https://www.youtube.com/watch?v=h_m-BjrxmgI. Es war so schön. Es gibt auch Fotos davon, aber da ich die Erlaubnis der anderen nicht habe, die Fotos hier zu teilen, kann ich sie euch leider nicht zeigen. Oh ja, das war schon eine echt tolle Zeit dort. Leider habe ich nur noch sehr wenig Kontakt zu den Freunden, die ich damals in Taizé kennen gelernt hatte, aber falls sie das hier zufällig lesen sollten, gehen ganz liebe Grüße raus.
So, mit dieser schönen Erinnerung verabschiede ich mich für heute. Lasst es mich gerne wissen, wenn euch der Beitrag gefallen hat. Ansonsten wünsche ich euch eine schöne Woche, passt auf euch auf, genießt die Zeit, wenn ihr noch Ferien habt und schaut auch gerne nächste Woche wieder vorbei.
Alles Liebe und bis bald
eure Hannah
Hey ihr Lieben,
na, alles gut bei euch? Ich hab nach dem letzten Eintrag eine ganz nette Mail von einer Freundin bekommen, von der ich lange nichts gehört hatte. Das sind immer meine Lieblings-Blog-Momente. 😊 Gerade habe ich aus einer Laune heraus meinen alten Blog aus Kairo und die ersten beiden Einträge hier gelesen. Wow, ist seitdem viel passiert. Ich blogge jetzt schon seit fast 4 Jahren und auch wenn die Zahl meiner LeserInnen nicht mehr ganz so groß ist, wie am Anfang, macht es mich jedes Mal sehr glücklich, dass ich das machen kann und Leute mir sagen, dass es ihnen gefällt. Also, auch wenn ich es bestimmt schon oft gesagt habe: Danke, danke, danke für euer Interesse, euer Lob, eure Fragen, eure Kommentare (es sind übrigens schon fast 200, da fehlen nur noch 5 😊) und eure Geduld, wenn ich mal wieder zu spät bin.
Es ist schon seltsam, aber gestern Abend hatte ich total das Gefühl, dass nicht nur mein Urlaub, sondern auch mein Sommer vorbei ist. Und obwohl mir mein Urlaub (wie es ja immer so ist) einerseits viel zu kurz vorkam, kommt es mir heute wiederum so vor, als sei in den letzten 3 Wochen so wahnsinnig viel passiert, dass es mir so lang vorkommt. Zeit ist wirklich etwas seltsames. Umso mehr freue ich mich darauf, heute nochmal meine letzte Urlaubswoche Revue passieren zu lassen (das ist heute definitiv die Phrase, die wir wieder mehr benutzen sollten. Klingt sie nicht elegant?). Also gehen wir mal gedanklich zurück zu meinem letzten Blogeintrag. (Aber vorher mache ich mir glaube ich einen Wein auf. Wenn ich schon an Urlaub denke, kann ich es mir auch gut gehen lassen. 😊) Ich weiß, nur ein Schwein trinkt allein, aber ich bin ja gar nicht allein, weil ich mich ja gerade beinahe mit euch unterhalte. Und außerdem ist der Wein lecker. Sehr süß und sehr sommerlich. 😋 So lässt sich gleich meine erste unerfreuliche Begebenheit am letzten Mittwoch leichter verkraften. Da bin ich nämlich total zum Bus gehetzt, stand pünktlich mit online-Fahrkarte an der Haltestelle und dann kam der blöde Bus zu spät und ich habe meinen Zug in Klotzsche verpasst und musste dann 55 Minuten auf den nächsten Zug warten. Das war vielleicht ätzend. Zum Glück hat der Schaffner meine Fahrkarte noch akzeptiert, obwohl die Fahrtzeit die 2 Stunden, die der Schein gültig war, um 10 Minuten überschritten hatte. Das wäre echt die Krönung gewesen, wenn ich dann auch noch hätte nachzahlen müssen. Hat aber ja funktioniert und der Nachmittag in Kamenz war dann auch wieder schön. Ein Freund von mir kam mit Kuchen und Donuts vorbei und ich habe ihn gnadenlos im Rommee besiegt. Er hatte aber auch echt komische Regeln. Die konnte ich einfach nicht gelten lassen. Zum Beispiel dass jeder zwar immer am Anfang seines Zuges eine Karte zieht, aber am Ende seines Zuges keine mehr abwerfen darf. Dann geht das Spiel ja ewig. Und er meinte auch, man könne die 30 Punkte zum Rauskommen mit mehreren Sets (also beispielsweise mit drei Achten und einer Reihe aus 8-9-10) erreichen. Da musste ich in meiner Funktion als diejenige, die für Ordnung und Regeln zuständig ist, aber wirklich einschreiten. Apropos Ordnung, am Donnerstag war ich im Pfarramt und wollte eigentlich nur kurz was abgeben, was unterschreiben und mich kurz in die Technikanlage der Kirche einweisen lassen (weil ich doch seit kurzem Kirchnerdienst mache) und es endete damit, dass ich zwei Stunden Kisten von der Paddelrüstzeit aufgeräumt und ausgewaschen habe. Ich frage mich echt, wann aus Hannah, die dabei zuschaut wie ihre Zwillingsschwester das Zimmer aufräumt, Hannah, die Hüterin über Ordnung und Sauberkeit geworden ist? Aber wenn ich so darüber nachdenke, war das vielleicht schon immer so, dass ich woanders kein Problem habe, stundenlang aufzuräumen, zu ordnen und zu sortieren, nur bei mir zuhause mache ich halt nicht so gerne Ordnung (und ich würde jetzt auch nicht unbedingt bei euch allen zuhause putzen wollen 😄). Aber wenn es der Allgemeinheit dient, mache ich es ganz gerne. Ich kann mich noch erinnern, dass ich als kleines Mädchen in der 3. oder 4. Klasse immer mit Hingabe die Blätter auf dem Schulhof zusammengerecht habe, wenn wir Schulgarten hatten. Oder wie wir als Kinder beim Friedhofseinsatz geholfen haben. Ich glaube, mir hat auch mal irgendwer (war das in der Uni oder in der JG?) gesagt, ein Besen würde mir stehen, als ich nach irgendeiner Fete fleißig gekehrt habe. Vielleicht mache ich es, weil ich mir ein Lob davon verspreche? Oder weil ich will, dass mich die Leute für fleißig und ordentlich halten? Aber es macht mir auch tatsächlich Spaß. Ich mag es, zu sehen, wie die Dinge nach und nach wieder sauber werden. Und ich habe ein Fladenbrot mit Käse und Antipasti dafür zum Mittag spendiert bekommen (und vielleicht eine Stimme mehr für meine KV-Kandidatur 😄). Es hat sich also gelohnt, zumal ich zuhause eh nichts besseres zu tun gehabt hätte.
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| Eisgekühlte Limo und ein Schaukelstuhl. So kann der Urlaub enden. |
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| Das war bevor ich gekentert wurde. Da war ich noch gut drauf. |