Samstag, 12. Dezember 2020

12. Dezember: Worauf freust du dich an Weihnachten?

Hey ihr Lieben,

ich hoffe, euch geht es allen gut und ihr genießt euer Wochenende. Ich war heute fast den ganzen Tag bei den Aufnahmen für ein Corona-konformes Krippenspiel dabei. Ich durfte den Verkündigungsengel einsprechen und außerdem während der Videoaufnahmen auf Ton und Bild achten, ob auch alle Kleinigkeiten passen. Hier ein paar Impressionen: 

Das hat Spaß gemacht, war aber auch ein langer Tag. Ich glaube, heute Abend werde ich mich ganz gemütlich mit einer heißen Zitrone und vielleicht ein paar Nüssen und Schokolade auf mein Sofa kuscheln und mir einen schönen Weihnachtsfilm anschauen. Aber vorher muss ich natürlich noch den Beitrag hier online stellen. Da wir heute quasi Halbzeit haben, habe ich mich entschieden, mir heute keine Frage aus dem Internet zu suchen, stattdessen wird es heute ein wenig um die Vorfreude auf Weihnachten gehen. Ich habe mich da vom Christenlehre-Video meiner Mutter inspirieren lassen, in dem diese Frage heute eine Rolle spielt:

Worauf freust du dich an Weihnachten?

Meine Vorfreude auf Weihnachten ist immer sehr groß, denn ich liebe Traditionen. Vielleicht kommt daher auch mein Interesse an Archäologie und Geschichte, aber mir gefällt einfach der Gedanke, dass Dinge weiter getragen werden, dass man an etwas festhält und das immer weiter pflegt. Und bei uns gibt es viele Weihnachtstraditionen. Wir essen zum Beispiel immer an Heiligabend Fondue. Ich kann mir auch gar nicht so richtig vorstellen, das mal zu ändern. Es gehört einfach für mich zu Weihnachten dazu und ich freue mich jedes Jahr sehr auf das Essen am Heiligabend. Früher war es bei uns ja sogar so, dass wir erst am 25. Dezember die Geschenke bekommen haben und da konnte ich mich am 24. dann immer auf das Fondue freuen und am 25. auf die Geschenke. Das war toll.
Außerdem freue ich mich darauf, mich hübsch zu machen. Ich ziehe zu Weihnachten gerne etwas Schickes an und genieße das immer sehr, dass man dann mal wieder eine Gelegenheit dazu hat. Ich plane das auch immer schon einige Tage im Voraus und freue mich dann auch schon vorher sehr darauf, das Outfit endlich zu tragen. So ähnlich wie bei meinem KV-Einführungs-Gottesdiensts-Outfit. Für dieses Jahr bin ich noch nicht ganz entschieden. Da der Gottesdienst in diesem Jahr in Reichenberg draußen stattfinden wird und es da natürlich kalt ist, werde ich mich wohl erst nach dem Gottesdienst umziehen. Ich habe auch nichts Neues für Weihnachten gekauft. Ich muss also mal schauen, was mein Kleiderschrank hergibt. Die Ansprüche an die Mode im Hause Knittel wachsen ja stetig. 😉
Außerdem freue ich mich jedes Jahr darauf, am Ende des Gottesdienstes "Oh du fröhliche" zu schmettern (mein absolutes Lieblingsweihnachtslied). Da wir dieses Jahr aber vielleicht gar nicht singen dürfen im Gottesdienst, werde ich es wohl für mich alleine (oder mit meiner Familie) zusammen zuhause singen müssen. Das wird sicher anders als sonst, aber daran soll Weihnachten jetzt nicht scheitern.
Ich freue mich auch schon sehr auf unsere Weihnachtsstube. Da meine Eltern dieses Jahr ein neues Sofa haben, bin ich gespannt, in wie fern sie anders aussehen wird als sonst, aber ich liebe es, wenn es draußen dunkel ist und unser gelber Stern leuchtet und darunter der Tannenbaum, der jedes Jahr so schön bunt geschmückt ist. Unseren Baum mag ich auch immer sehr. Wir hängen da gerne Äpfel dran, was ich als eine wirklich schöne Art des Baumschmucks empfinde. Außerdem ist der restliche Baumschmuck mittlerweile ein bunter Mix aus altem und neuen und auch ganz vielen Dingen, die über die Jahre von irgendeinem Familienmitglied beigesteuert wurden und daher auch irgendwie eine Geschichte erzählen. Das gefällt mir besonders an unserem Baum, dass er nicht austauschbar ist. Er ist halt der Knittel'sche Baum. Da hängen die alten Strohsterne von Mama und Papa neben Lenis gebastelten Krippenfiguren für den Tannenbaum, Sternen aus Perlen, die Leni und ich früher mal mit einer Freundin gebastelt haben und Antons "Bombe", einer riesigen Christbaumkugel aus Plastik, die Anton mal irgendwann bekommen hat und die wir immer unten am Tannenbaum ein wenig in der Ecke verstecken, weil sie Mama nicht gefällt, wir sie aber unbedingt dabei haben wollen. 😄 Seit einigen Jahren haben wir außerdem Christbaumkugeln aus Glas, in die man Teelichter stellen kann, die dem ganzen Baum noch einen schöneren Glanz verleihen. Unter dem Baum steht auch immer die alte Krippe, die wir schon ewig haben und mit der Leni und ich als Kinder schon gerne gespielt haben. Daran gefällt mir vor allem der Stall, der aus Latten zusammengezimmert ist und mit dem ich immer ein Stück Kindheit verbinde.
Außerdem freue ich mich natürlich auf die Geschenke, auf die, die ich bekomme, aber auch auf die, die ich verschenke, denn ich finde es auch immer so schön zu sehen, wie sich die Leute über das Geschenk freuen, das du speziell für sie rausgesucht hast. Ich muss gestehen, dass ich dieses Jahr ein wenig hinterherhinke mit den Geschenken und noch nicht so viele Ideen habe, aber ich habe zum Beispiel schon eine tolle Idee für Luki und bin sehr gespannt, was er dazu sagen wird. Ich hoffe, dass ich auch für die anderen noch schöne Geschenke finden werde. Neben den großen Geschenken für die Familie verschenke ich auch gerne kleine Geschenke an Freunde oder Kollegen. In Würzburg habe ich zum Beispiel mal meinen Kollegen jedem einen Fröbelstern und ein paar Plätzchen zu Weihnachten geschenkt. Dieses Jahr überlege ich, den Mädels aus meinem Haus eine Tüte Lachgummis zu schenken, aber ich weiß nicht, ob die Mutter was dagegen hat, wenn ich ihnen Süßigkeiten schenke. Aber zu Weihnachten ist das vielleicht ok. 😊

Das sind so unsere Weihnachtstraditionen, auf die ich mich besonders freue. In einem der anderen Blogeinträge, werde ich vielleicht noch mehr darauf eingehen, was Weihnachten für mich bedeutet, aber das hebe ich mir noch ein wenig auf (vielleicht sogar für den Heiligabend). Ich freue mich, wenn es euch gefallen hat. Ich hoffe, ihr freut euch auch dieses Jahr trotz allem auf Weihnachten und auch ihr habt Traditionen, die dieses Jahr nicht ausfallen müssen. Denkt dran, Weihnachten ist auch immer das, was wir draus machen, also machen wir es uns einfach schön. 😊 Passend dazu habe ich noch ein Foto zu unserer gemütlichen JEKK-Weihnachtsfeier gestern über zoom.
Glühwein in der Thermoskanne, Nüsse, Lebkuchen, Schokolade, Kerzenschein, Räucherkerzchenduft
und ich musste noch nicht mal alleine bei mir feiern ;)

Bei uns ist morgen abends Gottesdienst (also 17 Uhr). Vielleicht schaffe ich es ja tatsächlich, davor schon zu bloggen. Da wir aber auch noch ein wenig am Krippenspiel arbeiten müssen, kann ich nichts versprechen. Danke, dass ihr wieder vorbeigeschaut habt. Bleibt gesund und behütet.

Alles Liebe
eure Hannah

Freitag, 11. Dezember 2020

11. Dezember: Was war bisher der schönste Moment deines Lebens?

Hey ihr Lieben,

na, alles gut bei euch? Ich habe gerade mal schön in Ruhe Abendbrot gegessen und habe jetzt noch ein bisschen Zeit für den Blog, bevor ich mich nachher auf die JEKK-Weihnachtsfeier über zoom einloggen werde. (Das Joggen habe ich heute abgesagt. Ich war ja gestern schon und ich brauchte mal ein ruhiges Abendessen.) Da ich mir davor aber auch gerne noch einen Glühwein warm machen wollte, habe ich gar nicht so viel Zeit und starte deswegen direkt mit der heutigen Frage:

Was war bisher der schönste Moment deines Lebens?

Über die Frage habe ich gestern schon ein wenig nachgedacht und ich glaube, der beste Moment meines Lebens war auf jeden Fall meine Geburt, denn sonst wäre ich ja gar nicht hier. Die Frage fragt aber nach dem schönsten Moment und so schön war meine Geburt dann vielleicht doch nicht (für alle Beteiligten). Ich hatte es ja besonders eilig und habe Leni ein wenig geschoben, so dass wir uns im Endeffekt irgendwie verklemmt haben und durch Kaiserschnitt auf die Welt kommen mussten. So hat man mir es zumindest erzählt. Klingt nicht besonders schön, oder? Ich habe in der dritten oder vierten Klasse übrigens mal einen Aufsatz geschrieben, wie ich in der Zeit zurück reise und meine eigene Geburt miterlebe. Er war historisch nicht ganz korrekt, aber ich glaube, es war ein guter Text. Keine Ahnung ob ich den noch irgendwo habe. 😄

Aber kommen wir zurück zum schönsten Moment meines Lebens. Wie bei meinen Lieblingsdingen fällt es mir hier schwer, mich auf eine Sache festzulegen. Der Weihnachts-Gefühl-Moment, von dem ich vor ein paar Tagen schon berichtet habe, wäre definitiv ganz oben mit dabei.
Sehr schön war aber auch der Tag, als Leni und ich bei einem malebox-Konzert in Berlin waren und danach von den Jungs gefragt worden, ob wir noch mitkommen wollen in die Kneipe. Und da saßen wir dann zwischen den vier coolsten Typen aus Berlin (und ihrem Techniker, der auch ziemlich cool war. 😄) in einer Kneipe und haben Cocktails getrunken und uns total nett unterhalten. Einer von ihnen hat uns auch immer noch Dinge erklärt, wenn sie über irgendwas geredet haben, was wir nicht wussten. Das war so ein schöner Abend. Der wäre auf jeden Fall auch mit auf der Liste.
Ein sehr schöner Moment (aber vielleicht nicht der schönste meines Lebens) war auch, als ich das erste Mal in Rom war mit einer Gruppe aus der Uni. Ich weiß noch, dass ich eines Abends dann mit zwei Kommilitonen und einer Flasche Wein stundenlang auf dem Petersplatz gesessen und geredet habe. So richtig ernsthaft und erwachsen kam ich mir da vor, obwohl ich erst 20 war. Abends wird der Platz dann geschlossen und mit Gittern abgesperrt. Da mussten wir dann zurück zu unserem Hotel. Allerdings war der Weg, den wir gekommen waren, schon durch ein Gitter versperrt und wir sind kurzerhand darüber gestiegen (es war kein hohes Gitter, nur so ne hüfthohe Barriere, glaube ich). Dabei hat mir einer der jungen Männer seine Hand hin gehalten um mich beim Klettern zu stützen, was mir sehr gefallen hat. Das war zwar nur so eine kleine Geste, aber ich fand sie total höflich und aufmerksam und habe mich an diesem Abend in diesem Moment ein kleines bisschen in diesen Mann verliebt. Ich hab es ihm nie gesagt und daher ist auch nie was aus uns geworden, aber ich verbinde Rom auch jetzt noch immer mit diesem Sommer und diesem Moment. (Deswegen bin ich vielleicht auch so gerne dort. 😊)
Einer der schönsten Momente in meinem Leben war definitiv auch, als ich während meiner Zeit in Kairo mal eine Ballonfahrt gemacht habe. Dieses Gefühl dort über Ägypten zu fliegen war einfach unbeschreiblich. Ich fliege ja auch schon gerne mit dem Flugzeug, aber in einem Ballon ist man einfach nochmal unmittelbarer in der Luft und fühlt sich viel freier. Es ist gleichzeitig wahnsinnig euphorisch, aber auch angsteinflößend. Das war wirklich eine Erfahrung, die ich so schnell nicht vergessen werde.

Mit dem Glück ist es ja so, dass es einem zwar ein riesiges Hoch gibt, wenn es da ist, aber dass es dann eben oft auch super schnell wieder vorbei ist. Deswegen ist es für mich so schwer, diese Momente in ihrer Schönheit zu vergleichen und festzustellen, wann ich denn jetzt wesentlich glücklicher war als sonst. Es gibt so viele kleine Momente, in denen es mir super ging. Zum Beispiel auch der Moment, als ich damals mit Leni und Papa zur "Drei Fragezeichen"-Livetour in Berlin war und wir am ersten Abend mit einem Freund von Papa durch den Mauerpark gelaufen sind und durch das Viertel und da haben wir dann noch ein Eis gegessen. Das war auch ein sehr schöner Moment meines Lebens.
Und so könnte ich ewig weiter machen. Ich habe zum Beispiel auch an den Moment gedacht, wo ich noch ein Teenager war und wir mit der Familie Urlaub am Gardasee gemacht haben. Und ich weiß noch, dass ich damals die Natur dort gesehen habe und sie als Beweis dafür gesehen, dass es Gott geben muss, denn wer könnte sonst so schöne Landschaften schaffen. Auch dieser Moment steht sicher mit auf der Liste der schönsten Momente meines Lebens.
Es wird einfach immer eine Momentaufnahme bleiben. Ihr könntet mich nächstes Jahr nochmal das gleiche fragen und ich würde euch vermutlich noch 5 andere Situationen aufzählen, die zu den schönsten meines Lebens gehören. Festzuhalten bleibt, dass es "den einen schönsten Moment" nicht gibt, zumindest nicht bei mir. Wüsstet ihr spontan eine konkrete Situation, die ihr für den schönsten Moment eures Lebens halten würdet? Aber irgendwie finde ich das auch sehr schön, dass es eben nicht den einen perfekten Moment gab, denn sonst müsste sich ja alles an diesem Moment messen lassen. Es ist doch viel schöner, wenn es viele kleine Momente sind, bei denen jeder Moment für sich irgendwie perfekt war.

Und mit dieser schönen Erkenntnis verabschiede ich mich für heute von euch. Lasst es euch gut gehen, passt auf euch auf und startet gut ins Wochenende. Ich bin natürlich dann auch morgen wieder für euch hier. Da haben wir dann schon die Hälfte der Tage bis Heiligabend geschafft. Lasst es mich gerne wissen, wenn euch der Beitrag gefallen hat oder teilt mit mir eure Gedanken zu den schönsten Momenten eures Lebens.

Alles Liebe und bis morgen
eure Hannah

Donnerstag, 10. Dezember 2020

10. Dezember: Was würdest du in deinem Leben gerne viel mehr tun?

Hey ihr Lieben,

vielen Dank für die lieben Rückmeldungen zu meinem letzten Eintrag. Es freut mich, dass meine Worte bei euch angekommen sind. Das ist immer ein tolles Feedback für mich. Und ich sehe natürlich nicht viel besser aus als du, liebe Leni, aber auch nicht schlechter. Einfach anders halt. 😉

Heute bin ich die Liste der "24 Fragen an dich selbst" durchgegangen und hatte irgendwie zu ganz vielen Fragen gleich Antworten im Kopf. Ich habe mich dann aber für diese Frage entschieden, weil ich das Gefühl habe, sie bringt noch mal ein anderes Thema in die Dezemberblogeinträge ein, das wir noch nicht so angeschnitten haben:

Was würdest du in deinem Leben gerne viel mehr tun?

Der erste Gedanke, der mir kam, ist Reisen. Ich würde total gerne ab und an nach Ägypten reisen, um meine Freunde zu sehen. So einfach mal ein bis zwei Wochen nach Kairo runterfliegen, alle meine Freunde dort treffen, Kosheri essen (Oh Mann, wie ich das vermisse! Wenn ihr noch eine Idee für ein Weihnachtsgeschenk für mich braucht, hier mein Tipp: Ihr könntet mir ein Kochbuch zur ägyptischen Küche schenken. Dann könnte ich Kosheri selber machen. Oder andere leckere Gerichte, die ich dort gegessen habe. Ich weiß nicht, ob ich sie so gut hinbekommen werde, aber versuchen kann man es ja mal.), Tut Hallo sagen und mich an die Zeiten dort zurückerinnern. Ich glaube, das würde mir gefallen. Aber zur Zeit ist es ja schwierig mit dem Reisen. Ich würde mir auch gerne noch viel mehr Orte anschauen. Ich habe ein Buch zu allen UNESCO-Welterbestätten und würde gerne so viele davon mal sehen. Aber das ist ja auch eine Kostenfrage.
Was würde ich sonst noch gerne mehr tun? Wenn ich jetzt Lesen sagen würde, wäre es ja einfach, das zu ändern. Ich müsste mir einfach die Zeit dafür nehmen. Ich habe immer noch einen Stapel voller Bibo-Bücher, die ich seit 2 Monaten oder so hier liegen habe und nie angefangen habe.
Ich würde gerne mehr Zeit mit meinen Cousins und Cousinen verbringen. Die sehe ich viel zu selten. Dieses Jahr hatten wir eigentlich ein Familientreffen geplant, aber das musste wegen Corona dann leider verschoben werden. Ich hoffe sehr, dass es nächstes Jahr klappt. 😊
Ich würde auch gerne mehr auf basta-Konzerte gehen. Die sind immer ziemlich witzig und ich mag das Konzert-Gefühl der Vorfreude und der Euphorie so sehr. Leider kommen die nicht so oft in meine Ecke und zur Zeit finden ja eh keine Konzerte statt.
Aber wo ich gerade so von den schweren Corona-Zeiten rede, fällt mir ein, dass ich gerne mehr herzliche Umarmungen geben und bekommen würde. Es ist wirklich ein Jammer, dass wir zur Zeit zu so vielen Menschen Abstand halten müssen. Gerade zu Silvester und Weihnachten würde ich gerne so viele Leute einfach mal fest drücken, für die ich dieses Jahr dankbar gewesen bin, aber im Moment ist das ja leider nicht wirklich drin.
Manchmal würde ich gerne viel mehr Helfen. Zum Beispiel habe ich neulich auf der Homepage meiner Kirchgemeinde gelesen, dass sie dieses Jahr sehr auf Spenden angewiesen sind, weil die Kollekten und das Kirchgeld niedriger ausgefallen sind als sonst und ich dachte gleich, ich müsste eigentlich helfen. Ich würde auch gerne für unsere Pfadfinderarbeit spenden, aber ich habe halt einfach nicht das Geld. Und im Grunde helfe ich glaube ich viel mehr, indem ich meine Ideen einbringe und mich engagiere. (Ihr müsst da übrigens auch nicht helfen, wenn ihr jetzt denkt, dass ich das damit sagen wollte. Der Kirchgemeinde Kamenz geht es schon ziemlich gut. Sie haben ja mich. 😉 Und viele andere tolle Leute, die sich engagieren.) Oft reicht es ja, das zu tun, was im Rahmen deiner Möglichkeiten liegt.

Nachdem ich jetzt ein wenig über die Frage nachgedacht habe, stelle ich mal wieder fest, dass es mir richtig gut geht. Ich brauche gar nicht so viel mehr. Ich hab schon ein ziemlich hohes Maß an guten Dingen in meinem Leben. In der Adventszeit geht es ja auch eher darum, eher mal etwas weniger zu tun. Es ist ja eigentlich auch eine Fastenzeit. Ich faste ehrlich gesagt nichts. Ich bin da immer ein wenig zu bequem für. Stattdessen nutze ich die Adventszeit gerne zur Selbstreflexion, wie zum Beispiel durch diese Blogeinträge. So lerne ich aber auch einige Dinge mehr zu schätzen. Und ich merke, wie dankbar ich für viele Dinge in meinem Leben sein kann. Ich wünsche euch, dass die Advents- und Weihnachtszeit für euch auch immer eine Zeit der Dankbarkeit ist. Und dass wir auch gerade jetzt, wo Weihnachten dieses Jahr ganz anders ablaufen wird, als wir es gewohnt sind, nicht vergessen, dankbar zu sein für dieses Fest, für die Menschen, mit denen wir es feiern (wenn auch mit etwas mehr Abstand) und für das Licht, das mit Weihnachten in unsere Welt gekommen ist. 💜

Hach, das klingt jetzt schon so feierlich und weihnachtlich, dabei ist erst der 10. Dezember. 😄 Mal sehen, ob ich da bis Weihnachten überhaupt noch eine Schippe drauf legen kann. Ich muss mir jetzt erst mal was zu Essen kochen und verabschiede mich von euch mit ein klein wenig Weihnachtsstimmung aus dem Büro: 


Heute saß ich nämlich ein paar Stunden lang ganz alleine im Büro und die FÖJlerin hat mir extra ein Räucherkerzchen angezündet, damit ich mich alleine nicht so traurig fühle. Das war schon süß. 😊

Ich freue mich, wenn euch der Beitrag gefallen hat und ihr auch morgen wieder dabei seid. Ich hoffe, dass ich da halbwegs Zeit finden werde. Ich hab nämlich schon wieder einige Termine und heute ist meiner Laufpartnerin auch noch eingefallen, dass sie morgen vielleicht doch Zeit hat mit mir zu laufen. Dabei habe ich das doch heute schon mit dem Chef nachgeholt. Aber wenn ich ihr dann absage, würde ich mich auch schlecht fühlen. Na mal schauen, was sich da noch machen lässt. Wenn es zu viel wird, sage ich halt doch ab.

Bleibt weiterhin gesund und behütet.
Alles Liebe
Eure Hannah

Mittwoch, 9. Dezember 2020

9. Dezember: Worauf bist du stolz?

Hallo ihr Lieben,

da bin ich wieder. Der Abend heute ist überraschender Weise anders verlaufen, als ich geplant hatte, weil mir meine Laufpartnerin für heute abgesagt hat, also hatte ich mal wieder ein bisschen Zeit für mich selbst und zum zur Ruhe kommen. Das war auch mal nötig. Ich bin heute nämlich extra zeitig aufgestanden, um 7 Uhr auf Arbeit zu sein, damit ich 15.30 Uhr gehen konnte um 15.45 Uhr bei der winterschool zu sein. Das Laufen hole ich dann vermutlich morgen nach. Der Chef hat gesagt, er würde mit mir Laufen gehen, also schauen wir mal, wie der sich so schlägt. 😄 Heute sind meine Nikolaus-Päckchen angekommen. Ganz schön spät, wenn man bedenkt, dass ich sie am Samstag zur Post geschafft habe, aber na gut. Hauptsache, die Leute haben sich gefreut. Mir ist übrigens noch eine Person eingefallen, mit der ich gerne wieder Kontakt hätte: Meine Chefin aus der Residenz in Würzburg. Die war immer so lieb. Ein bisschen wie eine Mutti (ich glaube, das sollte sie besser nicht hören, sonst ist sie sauer auf mich. 😄 Aber es ist als Kompliment gemeint. Ich habe sogar damals überlegt, dass sie eigentlich eine coole Patentante für eines meiner zukünftigen Kinder wäre.) Es ist auf jeden Fall sehr schade, dass ich sie gar nicht mehr sehe, seit ich in Kamenz wohne.

Die heutige Frage stammt wieder aus der "24 Fragen an dich selbst" Liste und ist heute mal etwas schwieriger. Zumindest ist mir auf Anhieb erstmal nicht direkt eine Antwort dazu eingefallen, deswegen lerne ich jetzt beim Schreiben auch ein bisschen was über mich selbst:

Worauf bist du (besonders) stolz?

Ich bin zum Beispiel stolz auf mich, dass ich es schaffe, mich täglich hinzusetzen und hier was zu schreiben. Und ich bin auch wirklich sehr zufrieden damit, wie diese Beiträge hier gestaltet sind. Ich finde sie sehr persönlich, aber auf eine lustige Art und Weise. Und dadurch dass ich fast zu jeder Frage irgendeine kleine Geschichte oder Anekdote einstreuen kann, passen die Beiträge ziemlich gut zu meinem restlichen Blog. Das ist allerdings gar nicht das Erste gewesen, was mir zu dieser Frage eingefallen ist. Interessanter Weise war das nämlich mein Uniabschluss. Ich hab einen Masterabschluss mit der Gesamtnote 1,2 und damit einen Master "mit Auszeichnung". Das hört sich so toll an, dass ich darauf sehr stolz bin. Aber irgendwie ist es doch auch bezeichnend, dass das Erste, was mir einfällt, meine Leistungen in der Uni sind. Eben das, womit ich glaube, in der Gesellschaft am meisten zu erreichen. Das gibt dem Ganzen eigentlich einen viel zu hohen Stellenwert, denn meine Leistungen machen ja nicht aus, wer ich bin. Allerdings habe ich bei wikipedia gerade gelesen, Stolz sei "die Freude, die der Gewissheit entspringt, etwas Besonderes, Anerkennenswertes oder Zukunftsträchtiges geleistet zu haben." Also ist sie ja zwangsläufig mit Leistung verbunden, oder? Aber wenn das so ist, ist es dann überhaupt möglich, stolz auf jemand anderen zu sein?
Als Zweites ist mir nämlich meine Schwester eingefallen. In meinem Kopf nenne ich sie übrigens oft "meine wunderschöne Schwester", was sich wahnsinnig stolz anhört, oder? Ich bin stolz darauf, wo sie jetzt ist und dass sie sich durchs Ref durchgebissen hat und jetzt quasi die Jacob'sche Fahne in Bräunsdorf hochhält. Ich bin stolz darauf, dass sich ihre Träume erfüllen. Das ist jetzt wiederum gar nichts, wofür ich etwas geleistet habe, aber man muss ja selbst nichts dafür geleistet haben, um stolz auf eine andere Person zu sein. Und ich hoffe, sie ist genauso stolz auf sich, wie ich.
Dann ist mir eingefallen, dass ich stolz bin, wenn Leute mir etwas zutrauen, vor allem, wenn es etwas Großes ist. Zum Beispiel in der Gemeinde. Deswegen sage ich vielleicht auch so oft Ja, wenn mir irgendjemand eine Aufgabe übergibt. Weil ich stolz darauf bin, dass ich überhaupt gefragt wurde. In dem Fall habe ich aber ja auch noch nichts Besonderes geleistet. Vielleicht ist Stolz dann auch das falsche Wort. Vielleicht bin ich dann eher geehrt und nicht stolz?
Glaubt ihr eigentlich, dass Gott stolz auf Menschen sein kann? Er wird ja immer wie ein Vater beschrieben und die Eltern sind ja meistens die Personen, die wir am ehesten stolz machen wollen. Ist Stolz also ein Gefühl, das in der Beziehung zwischen Mensch und Gott eine Rolle spielt? Glaubt ihr, Maria war stolz, dass sie als Mutter von Jesus ausgewählt wurde?
Zum Thema Stolz fällt mir natürlich auch immer dieses schöne Lied hier ein: https://www.youtube.com/watch?v=5u9tub0zleg. Ich bin mir ziemlich sicher, dass ich es schon mal irgendwann hier im Blog gepostet habe, aber das kann man sich auch mehrfach anhören.
Aber wisst ihr, was mir beim Hören dieses Liedes aufgefallen ist? Wir müssen Gott nicht stolz machen. Wir müssen keine besondere Leistung bringen. Er liebt uns auch so. "Sola Gratia" wie Luther es gesagt hat. Wir müssen es nur noch annehmen. Wie die Geschenke zu Weihnachten. 😊 Und ich bin mir sicher, dass wir alle Menschen kennen, die stolz auf uns sind, auch wenn wir gerade nicht das Gefühl haben, etwas Besonderes geleistet zu haben, sondern einfach, weil wir so sind, wie wir sind. Deswegen seid ruhig ab und an stolz auf euch, auch wenn ihr gerade nicht die Welt gerettet habt.
Da ich heute kein Foto für euch gemacht habe, gibt es zum Abschluss ein altes Foto von einem Moment, wo ich besonders stolz auf mich war:
Lasst euch nicht davon irritieren, dass unter der Startnummer Claudia steht. Ich hab die Nummer damals quasi geschenkt bekommen, weil Claudia selbst für den Lauf ausgefallen ist.

Wenn euch der Beitrag gefallen hat, freue ich mich, wenn ihr auch morgen wieder vorbei schaut. Noch einmal zur Erinnerung: Ihr könnt mir auch gerne selber Fragen stellen, wenn euch da was Gutes einfällt. Ansonsten schaue ich mich einfach weiter im Internet um, was mich anspricht.
Vielen Dank, dass ihr vorbei geschaut habt. Bleibt gesund und behütet.

Alles Liebe
eure Hannah

Dienstag, 8. Dezember 2020

8. Dezember: Mit wem hättest du gerne (wieder) Kontakt und warum?

Hallo ihr Lieben,

schön, dass ihr (wieder) vorbei schaut. (Ich höre zur Zeit eine Adventskalendergeschichte und da heißt es am Anfang immer "Hallo. Schön, dass du mich hörst." Neulich dachte ich, es käme dieses Mal nicht und war schon ganz enttäuscht, aber dann kam es doch noch. Deswegen schreibe ich euch heute auch einfach mal, dass es schön ist, dass ihr (wieder) vorbei geschaut habt. So ein bisschen gute Stimmung im Advent verbreiten ist ja nicht verkehrt. 😊) Ich hab schon wieder so viel zu tun heute. Jetzt habe ich ziemlich genau eine halbe Stunde bis zu meinem zoom-Login in die Würzburg winterschool. Mal sehen, ob ich bis dahin ein bisschen was geschrieben bekomme. Nebenbei krümmele ich übrigens mein Sofa mit Plätzchen voll und warte auf einen Anruf. Multitasking vom feinsten! Heute habe ich folgende Frage auf der "24 Fragen an dich selbst" Liste gefunden:

Mit wem hättest du gerne (wieder) Kontakt und warum?

Die erste Person, die mir da eingefallen ist, ist mein Jugendschwarm. Ich war viele, viele Jahre lang total hin und weg von ihm. Ob er etwas davon wusste, weiß ich gar nicht. Es wussten (durch eine blöde Geschichte, bei der ich dummerweise ausgeplaudert habe, in wen ich verliebt bin) relativ viele Leute davon. Wenn er davon wusste, hatte er es nicht von mir. (Es sei denn, es war mega offensichtlich, aber ich habe die Erfahrung gemacht, dass es, wenn es mir mega offensichtlich vorkommt, für Männer in der Regel nicht offensichtlich ist. 😄) Ein paar Jahre lang hatten wir gar keinen Kontakt, dann haben wir uns mal zufällig wiedergesehen und danach habe ich ab und an versucht, wieder mit ihm in Kontakt zu kommen. Sollten meine Versuche ihn erreicht haben, hat er sie leider ignoriert. Aber ich habe immer noch die fixe Idee im Kopf, dass ich vor meinem 30. irgendwann mal mit ihm ausgehen möchte. Auch wenn vermutlich aus uns nie ein Paar wird. Einfach fürs Gefühl wäre das eine coole Sache. 😄 Nachdem er allerdings meine Kontaktversuche konsequent ignoriert hat, ist die Umsetzung dieser Idee vermutlich in weite Ferne gerückt.

Ansonsten würde mich natürlich von einigen ehemaligen SchulkameradInnen oder KommilitonInnen interessieren, was sie so zur Zeit machen und wo sie gelandet sind. Und von einigen habe ich halt leider keine Kontaktdaten mehr. Das ist dann immer besonders schade, weil man ja dann auch keine Möglichkeit mehr hat, sich wiederzusehen. Neulich habe ich überlegt, ich sollte diese Lockdown-Zeit jetzt viel mehr nutzen, um mal ein paar Kontakte zu pflegen. Zum Beispiel habe ich neulich mal meinem alten Mitbewohner aus Berlin geschrieben. Das war schön. Und am Sonntag habe ich mit einem Freund telefoniert. Das mag ich auch an diesem Blog, dass mir ab und an Menschen schreiben, von denen ich lange nichts gehört habe, dass sie den Blog lesen und so kommt man mal wieder etwas in Kontakt. Meine FÖJlerin auf Arbeit hat mir neulich auch erzählt, dass sie die Wochenenden wirklich dafür nutzt, stetig Kontakte mit ihren Freunden aus der Heimat zu pflegen. Das habe ich bewundert, denn die Zeit nehme ich mir leider selten. Solltet ihr also zu den FreundInnen gehören, bei denen ich mich leider viel zu selten mal melde, entschuldige ich mich hiermit aufrichtig bei euch. Ich mag euch trotzdem. 😊

Soll ich jetzt noch eine Person nennen, mit der ich bisher keinen Kontakt hatte und mit der ich gerne Kontakt hätte? Aber eigentlich bin ich schon sehr glücklich mit den Personen, mit denen ich Kontakt habe. Ich wüsste jetzt gar nicht, wer mir da noch fehlen könnte. Nachher treffe ich mich gleich noch mit dem Chef zum Wein-trinken (und Krippenspiel überarbeiten), natürlich alles ganz Corona-konform über zoom. Den Wein hatte ich dafür heute schon vor der Tür stehen. Toll, wenn man so liebe Freunde hat. 😊


Jetzt werde ich schnell noch was zum Abendessen machen, damit der Wein nachher nicht ganz so schnell zu Kopf steigt. Ich hoffe, euch hat der Beitrag gefallen. Wenn ihr gerne wieder mehr Kontakt mit mir hättet, schreibt mir doch mal oder kommentiert diesen Blog. Dann schreibe ich auch bestimmt zurück. 😉

Alles Liebe
eure Hannah

Montag, 7. Dezember 2020

7. Dezember: Was hilft dir dabei, dich zu entspannen und abzuschalten?

Hey ihr Lieben,

ich fürchte, ich werde heute auch nicht wirklich früh dran sein mit dem Eintrag. Ich fange jetzt mal an, aber ich bin nachher noch zum Joggen verabredet und danach wollte ich mal bei der online-winterschool von Würzburg und Kairo vorbeischauen. Der Vortrag dort geht bis 8 oder so und irgendwann muss ich eigentlich auch noch was essen. Wann soll ich das alles schaffen? Die Adventszeit ist schon irgendwie auch ganz schön stressig. Deswegen passt die Frage hier sehr gut, die ich in dem gestern genannten Adventskalender gefunden habe:

Was hilft dir dabei, dich zu entspannen und abzuschalten?

Ein wenig Besinnung auf die Entspannung tut mir wahrscheinlich gerade ganz gut. Obwohl es in stressigen Zeiten wirklich schwierig ist, abzuschalten, weil man  ja noch so viel zu tun hat. Ich muss aber auch zugeben, dass ich ein wenig Stress eigentlich ganz gerne mag, weil ich dann mehr das Gefühl habe, etwas geschafft zu haben. Und ich gestehe, dass ich auch sehr schlecht Nein sagen kann. Und es gibt aber halt auch wirklich viele Dinge, die ich gerne machen möchte. Ich hab also für diese Woche schon wieder 100 Dinge auf dem Zettel. Wobei da tatsächlich auch Dinge zum Abschalten dabei sind. Joggen zum Beispiel. Danach fühlt man sich ja meistens entspannter. Oder eben bloggen. Das ist eigentlich auch eine entspannte Tätigkeit. Kochen empfinde ich jetzt auch nicht als so anstrengend sondern eher als etwas zum Abschalten. Da stellt sich mir jetzt wiederum die Frage: Können zu viele entspannte Tätigkeiten zu Stress führen? 
Als viel stressiger empfinde ich die Situationen, in denen man die Gedanken im Kopf nicht ruhig bekommt, zum Beispiel wenn man eigentlich schlafen will und man aber einfach nicht abschalten kann. Da höre ich dann tatsächlich gerne Musik. Mein Mp3-Player hat einen Ausschalttimer und außerdem sogenannte "SensMeChannels", die dann in verschiedenen Kategorien passende Musik spielen. Es gibt da die Kategorie Entspannung, aber sehr entspannt und gut zum Einschlafen ist auch die Kategorie "Nacht" (oder wenn es ganz spät ist "Mitternacht"). Die Einteilung in die Kategorien übernimmt der Player übrigens selber und ich habe mich immer gefragt, wie das wohl funktioniert. Vielleicht kann mich ja eine versierte InformatikerIn unter euch aufklären.
Bei innerer Anspannung oder Unruhe hilft mir auch immer eine warme Dusche oder ein warmes Bad. Da schaltet man dann in der Regel auch ab. Früher hatte ich übrigens mal eine Phase, wo ich dabei gerne die Rückseiten der Shampoo-Flaschen gelesen habe. Das fand ich auch irgendwie entspannend. Heute mache ich das allerdings nicht mehr. Aber ich hatte immer mal so lustige Dusch-Rituale. Als Teenager habe ich zum Beispiel oft ein Herzchen von innen auf die beschlagene Dusche gemalt und es dann weggewischt. Da stand allerdings kein Name in dem Herz drin. Das war einfach nur so. 😄
Puzzeln hilft mir auch beim Entspannen und Abschalten. Und manchmal färbe ich ein paar Bilder mit meiner Malen nach Zahlen App ein. Das ist auch entspannend und macht Spaß. Ab und an backe ich auch zur Entspannung. Das hat dann den positiven Nebeneffekt, dass man danach noch was leckeres Essen kann. 😊
Außerdem kann ich mich erinnern, dass ich einmal, während ich meine Bachelorarbeit geschrieben habe (da war ich vermutlich auch im Stress), einfach mal an einem Samstag einen kleinen Ausflug gemacht habe. Da war ich in Potsdam am Schloss Sanssouci (wenn man bedenkt, dass das übersetzt "Ohne Sorgen" heißt, ist das ja ganz passend für einen Entspannungsausflug).

Das war ein richtig schöner Ausflug. Ich bin da stundenlang durch den Park gelaufen und nachmittags war ich dann sogar noch spontan bei der Spielzeiteröffnung des Theaters dort. Also wenn gar nichts mehr geht, einfach mal einen Tag frei machen und irgendwo in die Natur fahren (oder eben ein hübsches Schloss besichtigen). Das wäre mein Tipp.

Jetzt bin ich doch gar nicht so spät dran. Dafür habe ich noch nichts gegessen und werde mir jetzt mal Abendbrot machen. Die Winterschool gerade war übrigens sehr schön. Hab mich richtig gefreut, mal ein paar bekannte Gesichter wieder zu sehen. Ich hoffe, der Beitrag hat euch gefallen. Ihr lernt ja hier jeden Tag ein bisschen mehr über mich und so war die Aktion mit den Fragen ja auch gedacht. Ich freue mich wirklich sehr, dass so viele von euch immer wieder vorbeischauen. Bleibt gesund und behütet und bis morgen in alter Frische (das sagt eine Kollegin von mir immer^^).

Alles Liebe
eure Hannah

Sonntag, 6. Dezember 2020

6. Dezember: Was ist dein Lieblingsbuch / -film / -lied und warum?

Hey ihr Lieben,

ich wünsche euch einen gesegneten 2. Advent und hoffe, ihr hattet einen schönen Tag und einen fleißigen Nikolaus. Wenn man alleine wohnt, gewöhnt man sich ja mit der Zeit daran, einige Dinge einfach nicht zu haben, zum Beispiel Adventskalender oder eben Nikolausgeschenke. Und dann ist es immer umso besonderer, wenn man doch welche bekommt. 

Dass die da jetzt so schön im Schuh arrangiert sind, ist natürlich nur fürs Foto. In Wirklichkeit hatte ich also nichts im Stiefel, sondern habe nach dem Gottesdienst ein paar kleine Geschenke bekommen. In dem Paket sind übrigens Nüsse, was mich sehr gefreut hat, weil ich als Kind auch immer Nüsse und Orangen oder Mandarinen im Schuh hatte (und oft noch ein kleines Geschenk wie eine Kassette).
Es gibt übrigens eine sehr dramatische Geschichte zu einem Nikolausgeschenk, das ich einmal bekommen habe. Es handelte sich um besagte Kassette. Leni und ich waren damals große Bibi und Tina Fans und haben uns vor dem Geigenunterricht (weil wir zwischen Schule und Geigenunterricht immer noch ein wenig Zeit hatten) ganz oft im Müller die Bibi und Tina Kassetten angeschaut und uns überlegt, welche wir denn gerne hätten. Ich wollte unbedingt die Folge "Alex im Internet" haben. Einerseits mochte ich Internatsgeschichten und andererseits fand ich natürlich die Geschichte zwischen Alex und Tina süß. Als ich dann zu Nikolaus tatsächlich die Kassette "Bibi und Tina - Alex im Internat" im Stiefel hatte, war ich total glücklich. Aber als ich die Folge dann hören wollte, musste ich feststellen, dass das gar nicht die Folge "Alex im Internat" war. Es stand auf der Kassette drauf, aber die Folge auf dem Band war "Das Zirkuspony" und die kannte ich schon. Es war furchtbar. Ich war am Boden zerstört. Für mich ging quasi die Welt unter. Weil, wie willst du den Leuten im Geschäft erklären, dass auf der Kassette nicht das drauf ist, was draufsteht? Wie kann so was überhaupt passieren? Ich weiß gar nicht mehr, ob meine Eltern die Kassette dann zurückgegeben haben. Ich glaube, ich durfte die falsche Folge sogar behalten, und irgendwann habe ich tatsächlich noch die richtige Folge bekommen (die ich dann wirklich auch sehr mochte), aber ich glaube, das hat dann doch noch eine Weile gedauert.

Ja, das war meine dramatischste Nikolausgeschichte. Jetzt muss ich mir mal schnell eine Frage suchen, damit ich nicht zu spät ins Bett komme. Ah, schön, hier habe ich gerade einen Blog gefunden mit einem Adventskalender namens "24 Fragen an dich selbst" (Link: https://wertvoll-blog.de/2019/11/15/24-fragen-an-dich-selbst-oder-lieber-besinnliche-und-entspannte-adventstage-zwei-adventskalender-zum-ausdrucken/). Die Datei habe ich mir jetzt einfach mal heruntergeladen und heute beantworte ich davon eine Frage, für die ich hoffentlich nicht zu lange überlegen muss. Das ist jetzt mehr so eine Basic-Kennlern-Frage, aber ist ja auch mal schön:

Was ist dein Lieblingsbuch / -film / -lied und warum?

Ich glaube, das schwierigste an diesen Fragen wird sein, sich auf eine Sache festzulegen. Wenn ich mich nicht entscheiden kann, nenne ich einfach mehrere, ok? Also meine Lieblingsautorin ist ja Petra Hülsmann. Die schreibt immer ganz süße Liebesgeschichten, bei denen man richtig das Kribbeln im Bauch spürt. Das finde ich immer schön. Ich denke dann immer, wenn sich Verliebt sein irgendwann mal so anfühlt, wie in einem Petra-Hülsmann-Buch, müsste ich den Mann vermutlich heiraten. Mich da jetzt konkret auf ein Buch festzulegen, wird schwierig, aber ich mochte "Wenn's einfach wär, würd's jeder machen", weil die Geschichte da besonders schön war (es ging um eine junge Lehrerin, die in einer Brennpunktschule ein Musical mit den Kindern einstudiert) und weil es da nicht den einen Mann gab, den sie auf jeden Fall bekommt, sondern es gab zwei Männer in der Geschichte, die in Frage kamen und man wusste lange Zeit nicht, für wen sie sich im Endeffekt entscheidet. Also hat das ganz gute Chancen darauf, mein Lieblingsbuch zu sein. Sehr schön ist aber auch "Feel again" von Mona Kasten, weil sich die Liebesgeschichte da so schön entwickelt und die männliche Hauptperson da einfach sehr liebenswert ist. Und wer mal eine Liebesgeschichte lesen will, bei der es um zwei Jungs geht, dem kann ich "Nur drei Worte" empfehlen. Eine wirklich schöne Geschichte mit tollen Charakteren, die viel über das E-Mail-Format geht, was ich auch immer sehr gerne lese. (Tut mir leid, wenn ihr keine Liebesromane mögt, ist mein Buchgeschmack wohl eher nichts für euch.)

Beim Lieblingsfilm wird es einfacher, denn da habe ich eine klare Antwort. Mein Lieblingsfilm ist definitiv "Oceans 11". (12 und 13 sind auch gut, aber der Erste ist schon der Beste.) Ich mag so ziemlich alles an diesem Film: seine Handlung und wie das alles aufgebaut ist, seinen Cast (Brad Pitt, George Clooney und Matt Damon zusammen in einem Film ist schon wirklich was fürs Auge. 😉), die Dialoge, die oft so komplett sinnfrei sind, seine Musik ("A little less conversation, a little more action please!") und dass er gleichzeitig spannend und witzig ist. Und es ist ein Film, den man gut auch mal mit einem Date anschauen kann ohne sich gleich als totaler Kitsch-Fan zu outen. 😄

Ein einziges Lieblingslied zu nennen, wird wieder kompliziert. Da kommt es ja total auf die Stimmung und den Zeitpunkt an, in dem man das Lied hört. Außerdem gibt es so viele schöne Lieder. Es gibt jetzt auch kein Lied, das ich wirklich ständig höre. Das wechselt immer so Phasenweise. Es gibt auch viele wirklich schöne Lieder, die ich viel zu selten höre. Ich schreib einfach mal eine kleine Auswahl der Lieder, die ich mit zu meinen Lieblingsliedern zählen würde:
- "Martha" von Tom Waits: Das habe ich mal im Theater bei einem Liederabend das erste Mal gehört und ich finde die Geschichte dahinter so rührend. Früher mochte ich Tom Waits Stimme nicht so sehr wie die, von dem Schauspieler, der das damals gesungen hat, aber mittlerweile finde ich auch gerade diese kratzige Stimme zu dem Lied einfach sehr schön.
- "Hey there Delilah" von den Plain White T's: Da finde ich die Gitarrenbegleitung dazu einfach sehr schön. Außerdem hat der Sänger auch eine sehr schöne Stimme.
- "Schlaflied" von den Prinzen: Das hat mir Mama früher manchmal zum Einschlafen vorgesungen und ich mag den Text einfach sehr, vor allem die Zeile "Weißt du wie schön das ist, wenn du fröhlich bist? Niemand lacht wie du." und es hilft tatsächlich beim Einschlafen, auch jetzt noch. 😊
- "Schnulze" von malebox: Damit ich meine Fan-Ehre nicht total verliere, muss natürlich noch ein Lied aus der Feder von Frederik Corth auf die Liste. Ich gebe zu, ich hatte neulich kurz vergessen, dass dieses Lied existiert, aber dann habe ich es wiedergefunden auf meinem Mp3-Player und es ist einfach so witzig, dass ich es gleich drei Mal hintereinander hören musste. Und außerdem habe ich ein wenig das Gefühl, es handelt auch von mir, deswegen mag ich es natürlich auch. 😉

Ja, ich glaube, das sind vier Lieder, die definitiv zu meinen Lieblingsliedern gehören. Man merkt, dass meine Lieblingsdinge viel mit Liebe und Romantik zu tun haben, oder? Liebesromane, Liebeslieder, na ja immerhin habe ich keinen Liebesfilm als Lieblingsfilm genannt. 😄 Ich hoffe, es war ein wenig interessant für euch, etwas zu meinem Buch-, Film und Musikgeschmack zu erfahren. Zum Schluss gibt es noch zwei Fotos, quasi als Impressionen vom Tag. 

Der Sonnenaufgang

Der Tannenbaum mit den lachenden Schneebällen

Ich freue mich, wenn euch der Beitrag gefallen hat und ihr auch morgen wieder vorbeischaut. Tut mir leid, dass ich heute etwas spät bin. Ich habe noch geputzt. Bleibt gesund und habt morgen einen guten Start in die Woche. Ich werde mir Mühe geben, nicht zu spät aufzustehen, um zeitig mit der Arbeit fertig zu sein und dann nicht zu spät bloggen zu müssen.

Alles Liebe
eure Hannah