Montag, 10. Juni 2024

Quo vadis, Sachsen?

Intro-Mukke

Hey ihr Lieben,

jetzt hab ich es doch wieder ewig nicht geschafft, hier was zu schreiben. Dabei geht mir oft viel durch den Kopf. Ich hatte auch immer mal wieder überlegt, zu schreiben, aber ich konnte mich dann immer nicht aufraffen, den Computer anzumachen. Und dann war es oft auch schon wieder zu spät. Wie geht es euch? Mir geht es heute nicht so gut. Gesundheitlich natürlich schon, aber das Wahlergebnis macht mir echt zu schaffen. Gerade deswegen war es mir heute auch wichtig, was zu schreiben. Ich habe gestern mit die Wahl in Löbau ausgezählt und da deutete sich das Ergebnis, das wir heute alle in der Zeitung sehen, auch schon an, aber dass es so krass wird, hätte ich nicht gedacht. Diese eine Karte, wo der komplette Osten blau ist, ist furchtbar für mich. Wie kann das denn sein? Kann man immer noch sagen, dass das alles Protestwähler sind, oder ist der Großteil tatsächlich überzeugt? Warum geht es den Menschen? Lesen sie das Wahlprogramm? Wissen sie, was die AfD mit Europa oder auch mit ihrem Kreis oder ihrer Stadt vorhat? Tatsächlich muss ich zugeben, dass ich auch das Programm der Partei, die ich gestern gewählt habe, nicht vorher gelesen habe, aber ich hab Samstag immerhin den Wahl-o-mat gemacht. Da stand bei mir die AfD ganz unten. Was bedeutet das Wahlergebnis jetzt also für mich? Tatsächlich wahrscheinlich vorerst wenig. Ich bin privilegiert, das ist mir durchaus bewusst. Ich habe überhaupt kein Problem mit der aktuellen Politik (erst recht nicht mit der Europäischen) und wahrscheinlich werde ich auch in den nächsten Monaten wenig dadurch beeinflusst sein. Ich habe auch überhaupt keine Angst um meinen Lebensstandard. Ich hab eigentlich viel mehr, als ich brauche. Ich bin weiß, ich bin gebildet, ich arbeite und zahle Steuern. Gegen mich hat die AfD nichts. (Außer dass ich eine Frau bin, die noch keine Kinder hat. Das muss natürlich noch geändert werden, denn im Auge der AfD sind wir ja Gebärmaschinen.) Trotzdem macht es mir Angst, wohin sich dieses Land und vor allem der Osten bewegt. Wir haben im Herbst Landtagswahl und da können wir uns auf ein ähnlich fatales Bild einstellen. Ich hab nicht Angst um mich. Ich hab Angst um all die Minderheiten, gegen die hier Politik gemacht wird. Ich habe Angst um junge Menschen, die ihre eigene Identität suchen und nicht wissen, wer sie sind und wo sie hingehören. Dass dort Dinge zerstört werden, die aktuell wachsen. Ein Bewusstsein dafür, Verständnis. Ich hab Angst um Menschen, die nach Deutschland kommen, weil es in dem Land, aus dem sie kommen, für sie nicht mehr lebenswert ist. Die hier eine Zukunft suchen. Dass sie Ablehnung erfahren, dass sie in Schubladen gesteckt werden und sie diese Zukunft hier nicht finden. Ich habe Angst um all diejenigen, die körperlich oder geistig eingeschränkt sind. Dass sie vergessen werden und als Menschen zweiter Klasse gelten. Ich habe Angst um all die Deutschen, die nicht als deutsch angesehen werden, weil sie eine andere Hautfarbe haben, weil sie ein Kopftuch tragen oder einen anderen Namen. Menschen, die seit Jahres Diskriminierung und Rassismus erfahren. Um diese Menschen habe ich Angst, denn es wird noch schlimmer werden für sie. Ich habe Angst um junge Frauen, die von ihren Männern ausgenutzt oder misshandelt werden. Dass sie nicht mehr den Mut finden, für sich einzustehen. Dass sie weniger Gehör finden, weniger Hilfe. Ich habe Angst um unsere Erde. Gerade im Hinblick auf die Menschen an der Donau, die in den letzten Wochen so viel verloren haben, finde ich es absolut zynisch zu sagen, Extremwetter habe es doch schon immer gegeben und es wäre alles nur Panik zu behaupten, die würden sich in der letzten Zeit häufen. Ich habe Angst um Muslime und Musliminnen in Deutschland. Dass sie irgendwann ihre Religion nicht mehr frei ausüben dürfen. Dass sie angefeindet werden. Ich habe Angst um die Ukraine. Dass ihre Kultur, ihre Individualität und Selbstbestimmung geopfert wird, damit wir hier in Deutschland günstigeren Strom haben.

Ja, alles das beschäftigt mich. Und es beschäftigt mich so sehr, dass ich heute in der Bahn auf dem Weg nach Hause sogar mal in das Wahlprogramm der AfD für Europa hineingelesen habe. Da steht zum Beispiel drin, es würde gar nicht stimmen, dass in unserer Gesellschaft Rassismus und Diskriminierung ein strukturelles Problem darstellen. Dazu empfehle ich gerne die Doku "Einigkeit und Recht und Vielfalt", die sehr gut Rassismus im Fußball aufzeigt (sicher habt ihr die Umfrage mitbekommen, wonach 20% der Deutschen mehr Weiße in der Nationalmannschaft sehen wollen). Da steht auch drin, es gäbe keinen menschengemachten Klimawandel. Und dass Förderschulen zum Thema Inklusion absolut ausreichen. Dass Frauen möglichst viele Kinder bekommen sollen und Abtreibung nur in Ausnahmefällen möglich sein soll. Dass Lebensformmodelle außerhalb der Familie zwar anerkannt, aber niemals mit ihr gleichgestellt werden sollen und dass man die EU und den Euro abschaffen sollte. Außerdem sei der Kolonialismus für Deutschland ja gar nicht so schlimm gewesen und wir hätten keinen Grund, uns schuldig zu fühlen oder zu schämen. Auch sollten Ausländer keine Ärzte, Pfleger oder Apotheker werden, wenn sie zu schlecht Deutsch sprechen, man solle Geflüchteten erst Geld geben, wenn sie 10 Jahre in Deutschland ohne staatliche Hilfen gelebt und Steuern gezahlt hätten. Ach ja, und natürlich müsse man sofort alle Corona-Impfungen stoppen, damit die Menschen selbstbestimmt über ihre Gesundheit entscheiden können (es sei denn, sie würden sich gerne gegen Corona impfen lassen). Und die Menschen wählen so etwas und denken tatsächlich, dass das endlich mal sie an erster Stelle stehen, wenn die AfD an die Macht kommt. Es erschreckt mich, wie wenig Menschlichkeit da drin steckt. Also nicht dass ich super viel im Wahlprogramm einer AfD erwartet hätte, aber sind wir wirklich so weit gekommen, dass jeder nur an sich denkt? Können wir nicht auch mal ein wenig an andere denken? Uns geht es doch gut. Wir leben in Frieden. Und wir haben dieses Konstrukt namens Europäische Union, dass den Frieden in Europa stärken soll und uns auch wirtschaftlich nützt. Ein System, in dem man sich gegenseitig hilft und sich unterstützt. Und dann wählen so viele eine Partei, die das alles abschaffen will, nur weil sie mit der Bundesregierung unzufrieden sind, weil sie schnelle, stinkende Autos fahren wollen und das Gefühl haben, man würde ihnen vorschreiben, wie sie zu reden haben. Wo soll das noch hinführen?

Das musste ich mal loswerden. Ich überlege tatsächlich auch, ob ich in eine Partei eintreten sollte, um ein Zeichen zu setzen, aber ob das viel ändert, weiß ich natürlich nicht. Ich hab nun wirklich keine Zeit, auch noch Parteiarbeit zu machen. Bin mit den Gremien der Kirchgemeinde eigentlich schon gut ausgelastet. Jetzt muss ich erst Mal schlafen gehen, damit ich morgen wieder gut rauskomme.

Wegen des ernsten Themas verzichten wir heute auf einen Blick in das Kuriositätenkabinett von wikipedia, aber vielleicht melde ich mich demnächst nochmal und berichte von meinen letzten Erlebnissen. Da schauen wir dann auch wieder dort rein.

Alles Liebe

eure Hannah

Dienstag, 14. Mai 2024

Die große 30

Intromukke

Hey ihr Lieben,

hier ist er nun, der Eintrag über die große 30. Leider eine Woche zu spät, aber eher habe ich es nicht geschafft.



Tatsächlich hat mich die 30 ein wenig ausgeknockt. Seit Dienstag habe ich Halsschmerzen, Donnerstag war dann die Stimme weg und seitdem habe ich fiesen Husten. Sonntag Abend war es dann sogar kurz mein Geschmack weg. Hab ein Glas Wein getrunken und einfach nichts geschmeckt. Das lag aber wohl vor allem dran, dass die Nase zu war. Montag gesellten sich dann auch noch Kopfschmerzen dazu, so dass ich heute zuhause geblieben bin. Zum Glück fühle ich mich heute jetzt wieder besser. Ich hab viel geschlafen und mich ausgeruht. Meine Nase ist schon fast wieder frei und der Kopf schmerzt auch nicht mehr. Der Husten ist noch nicht ganz weg, aber hat deutlich nachgelassen. Eigentlich hätte ich mir für Donnerstag gerne einen Blutspende-Termin geholt, aber wenn man gerade erst erkältet war, sollte man nicht spenden, daher wird es wohl erst nächsten Monat was.

Also: Die große 30. Tatsächlich war ich vor dem Geburtstag irgendwie aufgeregter als sonst. Ich war auch schon kurz nach 4 Uhr morgens wach und konnte nicht mehr einschlafen, so dass ich dann bis kurz nach 6 mehr oder weniger wach im Bett lag. Es lag gar nicht wirklich am Geburtstag, dass ich nicht schlafen konnte. Ich hab mir mehr Gedanken ums Museum gemacht, um die Besucherzahlen, die Kulturraumförderung und das Museumsfest, das zwar gut gelaufen ist, aber finanziell nichts abgeworfen hat, so dass wir die Besucherzahlen gar nicht in den Einnahmen nachweisen können. Dass ich jetzt 30 bin, war trotzdem ein schönes Gefühl. Die 30 fühlt sich ja irgendwie an wie ein Meilenstein. Da blickt man dann zurück auf all die Dinge, die man erlebt hat, reflektiert, was man erreicht hat und was man erreichen wollte. Ich habe weder ein Haus, noch ein Kind oder einen Baum gepflanzt (das sind doch die drei großen Punkte, die man immer so sagt). Ich habe auch keine Million verdient, bin weder verlobt noch verheiratet und zum Dr. hat es auch nicht gereicht. Trotzdem finde ich, dass ich schon einiges erreicht habe. Ich war im Ausland, habe quasi mein eigenes Museum, das ich mehr oder weniger leite, ich habe ein eigenes Auto und einen tollen Freund. Ich bin schon ziemlich zufrieden mit meinem Leben. Und ich muss sagen, nach ein paar Tagen war die 30 schon gar nicht mehr so groß.

Am Tag selber hab ich nicht wirklich viel gefeiert. Ich war auf Arbeit. Dort haben mich Kollegen mit einem Kuchen überrascht. Das fand ich sehr lieb. Zusammen haben wir dann gleich ein wenig Kuchen gegessen. Ich hatte selber auch gebacken: eine Schoko-Windbeutel-Torte. Die ist mega lecker geworden. Ich hatte schon Sorge, dass ich das mit der Gelatine nicht hinbekomme, weil ich das schon mal bei einem Geburtstagskuchen vermasselt habe, aber diesmal lief es gut und die Torte war fantastisch. Sie ist ja oben auf dem Foto zu sehen. Zwei Stücke habe ich eingefroren. Die gibt es dann am Wochenende. Das wird super. 

Mir haben auch echt viele Leute auf Arbeit gratuliert. Ich wusste gar nicht, dass die das alle wissen, dass ich Geburtstag habe. Lange gearbeitet habe ich allerdings nicht. 12 Uhr bin ich nach Hause und dort war ich dann noch mit dem Auto in der Waschanlage. 

Abends war ich noch im Kirchenvorstand. Das war aber sehr anstrengend, weil die Sitzung ewig ging. 

Die eigentliche Feier ging dann am Mittwoch los. Da hatte ich frei und von Mittwoch bis Sonntag haben Leni und ich dann unser Geburtstagswochenende in Dresden gefeiert. Das war richtig schön. Wir hatten Familie von den unterschiedlichsten Seiten dabei, super Wetter und eine richtig schöne Pension, bei der wir morgens Frühstück hatten, aber auch die Küche für Mittags und Abends mit benutzen konnten und wir konnten sogar grillen. Außerdem waren wir fast die einzigen in der Pension und hatten so ganz viel Platz für uns. Das war wirklich toll. Ich werde gar nicht alles einzeln berichten, da es jetzt schon etwas spät ist und ich ins Bett muss, um morgen wieder ganz fit zu sein, aber ich zeige euch ein paar Fotos.









Ich bin sehr dankbar für die schöne Zeit mit so vielen lieben Leuten und für die schönen Geschenke, die ich bekommen habe. Obwohl ich Dresden ja schon kenne, habe ich doch auch viel neues gesehen. Ich war zum Beispiel im Verkehrsmuseum. Das hat mir sehr gefallen. Und lustigerweise habe ich dort einen alten Schulkameraden gesehen, der dort jetzt arbeitet. Ich war auch in Leipzig im RB Stadion. Freue mich sehr, dass Lenis und meine Idee, die wir im September letzten Jahres ausgetüftelt haben, so gut funktioniert hat. Das Wetter konnten wir ja nicht beeinflussen, aber so hätte man es ja nicht schöner haben können.

Jetzt muss ich leider für heute schon wieder zum Ende kommen. Es gab allerdings noch die Frage, was denn ein Knalbani-Konzert war. Knalbani ist ein Duo aus den Namen Knittel und Albani zusammengesetzt. Man kennt sie vor allem in Moritzburg an der Hochschule, da sie dort beide Dozenten waren. Einer davon ist es heute noch. Es war ein Benefizkonzert für das Brüderhaus auf dem Campus der Hochschule und es hat viel Spaß gemacht, dort zu sein. 


Nun muss ich noch mal einen Blick ins Kuriositätenkabinett werfen. Ah ja, das passt zum Geburtstag. Kennt ihr die Biotic Baking Brigade? Ihr Slogan "Torte statt Worte" hat mich gleich angesprochen. Sie nennen sich auch "Zuckerbäcker ohne Grenzen". Klingt zwar fast wie Ärzte ohne Grenzen, ist aber was ganz anderes. Die BBB hat sich zum Ziel gesetzt, Prominente (vor allem Politiker) mit Torte zu bewerfen. Unter anderem haben Sie schon Bill Gates mit Torte beworfen. Die Aktionen sollen dazu dienen, die Prominenten auf "eine normale menschliche Ebene" zurückzuholen. Ist zwar nicht die erwachsenste Art, Kritik an Politikern deutlich zu machen, aber zumindest besser als wenn jemand ernsthaft verletzt wird.

Mal sehen, was wir nächstes Mal entdecken. Ich gehe jetzt ins Bett, damit ich morgen wieder fit bin.

Alles Liebe und bis bald
eure Hannah

Sonntag, 5. Mai 2024

130 Jahre Stadtmuseum Löbau

Intro-Mukke ;)

Hey ihr Lieben,

endlich komme ich mal wieder zum Schreiben. Ich hätte super viel zu erzählen aus den letzten Wochen, könnte euch Fotos von der Tagung des Sächsischen Museumsbundes zeigen, Fotos aus Regensburg, wo ich neulich mal am Wochenende war oder vom Knalbani-Konzert in Moritzburg, aber heute will ich gar nicht groß über die letzten Wochen schreiben, sondern nur über das gerade zu Ende gehende Wochenende.

Schon seit Beginn des Jahres hab ich auf dieses Wochenende geblickt. Das wichtigste Ereignis, das mich dieses Jahr arbeitstechnisch erwartet, stand an: Der Geburtstag des Stadtmuseums Löbau. Das Stadtmuseum ist fast genau 100 Jahre älter als ich und schon als ich das erfahren habe, war mir klar, dass ich dieses Jahr nicht nur meinen 30., sondern auch den 130. Museumsgeburtstag würde groß feiern müssen. Wir (mein Kollege und ich) haben uns also an die Planung des großen Museumsfestes gemacht. Ein Handwerkermarkt sollte stattfinden, Kinderprogramm, natürlich musste es im Museum was zu sehen geben und Essen sollte auch organisiert werden. Es war richtig viel Arbeit. Wir konnten ja super schwer einschätzen, wie viele Leute kommen. Im Endeffekt haben wir zwei Veranstaltungen geplant: den festlichen Geburtstagsempfang für geladene Gäste. Eigentlich hätten wir gerne den Ministerpräsidenten dabei gehabt, aber der hatte keine Zeit. So war es dann doch wieder eine recht kleine Runde, obwohl wir großflächig eingeladen hatten. Von vielen kam leider überhaupt keine Rückmeldung. Aber wir haben uns gesagt, wir freuen uns lieber an denen, die kommen, als dass wir uns über die ärgern, die nicht kommen. Und es war zum Beispiel der Landrat da, die Kulturraumsekretärin, ein Kollege aus der sächsischen Landesstelle für Museumswesen und dann auch einige Stadträtinnen und Stadträte. Insgesamt vielleicht 40-50 Leute. Das war schön. Es gab ein paar Grußworte, tolle Musik von zwei Schülerinnen der Musikschule, die sogar bei Jugend musiziert aktuell am Wettbewerb teilnehmen, eine Rede von mir und von meinem Kollegen und dann ein Buffet mit Geburtstagstorte. Leider habe ich selbst überhaupt keine Fotos von der Veranstaltung vom Freitag, daher kann ich euch da nichts zeigen.

Und heute ging die Feierei dann weiter mit dem Museumsfest für alle Löbauer. Von 9 Uhr bis 18.30 Uhr war ich in Löbau, habe geschleppt, geordnet, Leute angewiesen, Fragen beantwortet und jetzt bin ich zurück auf der Couch und fühle mich geschafft, aber glücklich. Es war ein schönes Fest. Leider gab es gegen 17.10 Uhr ein Gewitter, so dass wir vorzeitig abbauen mussten (eigentlich sollte es bis 18 Uhr gehen), aber da war ja der Großteil des Programms erledigt und weil es davor auch schon zugezogen war, waren gar nicht mehr so viele Leute da. Der Handwerkermarkt war etwas kleiner als gedacht, weil ich tatsächlich riesige Mühe hatte, Leute dafür zu gewinnen. Die haben sich einfach alle nicht zurückgemeldet. Diejenigen, die da waren, haben das aber sehr schön gemacht. Ich habe auch an jedem Stand etwas gekauft. Muss ja auch ein paar Erinnerungen mitnehmen. Ich selbst war meistens am Infostand des Museums und habe dort die Buttonmaschine betreut. Sehr gut gefallen hat mir der Auftritt der Bergmusikanten. Die haben tolle Musik gespielt. Auch der Beginn des Festes mit dem Salutschießen der privilegierten Schützengesellschaft war ein echtes Highlight. 





Das Fest war auch gut besucht. Besonders am Anfang waren sehr viele Leute da, dann hat es sich etwas verlaufen. Ich glaube, viele waren auch im Museum, dadurch konnte man draußen schlecht einschätzen, wie viele Leute insgesamt da waren. Ich habe viele Kollegen aus der Stadt gesehen, die da waren. Darüber habe ich mich sehr gefreut. Ich konnte leider nicht zählen, aber ich denke, dass bestimmt 500 Leute da waren. Nachmittags gab es auch noch schönes Programm mit einer Mundartlesung und einer musikalischen Lesung. Die Seifenblasenaktion am Ende ist dann leider wegen des Gewitters ausgefallen, auch wenn 20 nach 6 schon wieder strahlender blauer Himmel war. Na ja, fürs Wetter kann man ja nichts.

Als ich gerade kurz von der Couch aufgestanden und in die Küche gegangen bin, habe ich festgestellt, wie schwer meine Beine sind. Fühle mich, als wäre ich 10km gelaufen. Die nächsten Tage will ich definitiv auf Arbeit kürzer treten. Muss ja auch noch ein bisschen was für meinen eigenen Geburtstag vorbereiten. Denn so habe ich es heute schon immer gesagt: Jetzt, nachdem das Museum 130 geworden ist, kann ich auch 30 werden. 

Natürlich soll auch heute der Beitrag mit einem Blick in das Kuriositätenkabinett von wikipedia abgeschlossen werden. Vielleicht finde ich ja was, was irgendwie mit einem Museum in Zusammenhang steht. Ah ja, das passt ja ganz gut. Wusstet ihr, dass es im Schwedischen Upsala eine öffentliche Toilette gibt, die als Kunstgalerie genutzt wird? Sie trägt den Namen London, da sie an die Londoner U-Bahnhöfe erinnert. Bisher kann sie allerdings nur temporär genutzt werden. Für eine dauerhafte Kunstgalerie fehlt die nötige Infrastruktur: Soll heißen, es gibt für Besucher keine Toiletten. Sehr kurios, oder? 😂

Für heute soll es das gewesen sein. Gerne würde ich mich übermorgen nochmal melden mit einem Beitrag zur großen 30, aber ich weiß noch nicht, ob ich es schaffe.

Fühlt euch bis dahin alle herzlich gegrüßt.
Alles Liebe
eure Hannah

Dienstag, 16. April 2024

Tag 1 von ... vielen

Intro-Mukke

Hey ihr Lieben,

na, habt ihr mich vermisst? Ich hab es schon wieder nicht geschafft, mich eher zu melden. Irgendwie bin ich abends auch oft zu faul, meinen Laptop nochmal anzumachen. Daher melde ich mich jetzt erst wieder. Ich freue mich, dass ich mal wieder hier bin. Gerade habe ich mir ein Rest-Rührei gemacht und es war ziemlich lecker. Da war ich ganz stolz auf mich. Oft schmecken meine Reste-Pfannen etwas fad. Jetzt bin ich auf der Couch und nebenbei schaue ich "Joko und Klaas gegen Pro 7". Gerade sieht es schlecht aus für Joko und Klaas. Aber bis zum Ende werde ich es eh nicht schaffen zu gucken.

Letztes Mal hatte ich euch noch mehr Fotos von meiner Ausstellung versprochen. Hier sind sie: 





Wer noch mehr sehen will, muss mich wohl besuchen kommen. 😉

Gerade ist die Arbeit wieder stressig. In zwei-einhalb Wochen ist unser großes Museumsfest mit Museumsgeburtstag. Bis dahin ist noch einiges zu tun. Wir kommen zwar jeden Tag ein kleines Stück voran, aber 2 Wochen sind halt auch nicht so viel. Und dann kommen ja immer wieder irgendwelche anderen kleinen Aufgaben dazu. Am Wochenende arbeite ich auch die ganze Zeit. Von Samstag bis Montag bin ich in Plauen zur Jahrestagung des Sächsischen Museumsbundes. Auf die Tagung freue ich mich schon das ganze Jahr. Ich mag es, mich wieder etwas wie eine Studentin zu fühlen, etwas zu lernen und gleichzeitig Kontakte zu anderen Museumsleuten zu haben. Außerdem sieht man da tolle Museen. Und ich bin jedes Mal wieder ein bisschen stolz, dass ich mit so jungen Jahren schon Teil dieser wichtigen Museumsleute aus ganz Sachsen bin. Trotzdem ist es natürlich anstrengend, wenn man kein Wochenende hat. Ich habe deswegen schon einen Tag länger Wochenende gehabt. Trotzdem habe ich heute nach der Arbeit nur gedacht: Tag 1 geschafft, von... vielen. Ich konnte nicht mal innerlich nachrechnen, wie viele Tage es am Stück sind. Ich wusste nur, dass es viele sind. Ich glaube, es sind 11. Also liegen jetzt noch 10 Arbeitstage vor mir. Aber ich schaffe das schon.

An den Wochenenden kann ich mich ja leider auch nicht so entspannen, wie ich gerne würde, denn Dynamo verspielt ja jedes Wochenende seinen Aufstieg ein bisschen mehr. So ärgerlich. Ich bin jedes Mal gefrustet nach dem Spiel. Dann gehe ich wieder und wieder den Tabellenrechner durch und überlege, wo Dynamo landen könnte und dass sie es eigentlich schon schaffen können, wenn sie einfach nur jedes weitere Spiel jetzt gewinnen, aber ich glaube, so langsam muss ich mich von dem Gedanken verabschieden, dass sie es noch schaffen. Na ja, vielleicht spielen wir dann immerhin nächstes Jahr wieder gegen die Kickers.

Ostern war bei mir auch eher stressig als entspannend. Ich hatte ganz viel Besuch da. Als ich noch nicht wusste, dass der ganze Besuch kommt, hatte ich mir aber schon die Tage mit Arbeit, Chor und Kirchendienst zugeplant und so wurde es eben sehr voll. Trotzdem war es schön, Ostern nicht alleine verbringen zu müssen. Wir haben uns die Osterstadt Bautzen angeschaut. Und ein neues Spiel entdeckt. Außerdem waren wir auf einer Geburtstagsfeier. Und natürlich wurden Osternester versteckt. Ich hatte selber welche gebastelt und war ein bisschen stolz auf mich, dass sie so schön geworden sind. 




Nach Ostern habe ich mir ein neues Puzzle gekauft. Es hat 2000 Teile und ich habe es heute fertig gemacht. Das Motiv gefällt mir sehr. Allerdings musste ich ein bisschen umräumen, denn mein Schreibtisch war nicht groß genug für das Puzzle. Jetzt habe ich es auf dem Küchentisch gemacht und es hat gerade so gepasst. Freue mich aber auch, dass ich meinen Tisch jetzt bald wieder zurück in die Küche räumen kann und dann wieder mehr Platz im Wohnzimmer habe.


Letztes Wochenende war ich dann bei der Konfirmation meiner Cousine. Krass, dass sie jetzt auch schon so groß ist. Ich werde wirklich alt. 😅 Mal sehen, ob ich es vor meinem 30. nochmal schaffe, zu bloggen. Eigentlich ist ja noch Zeit, aber es ist eben auch einiges zu tun. Na ja, der erste Mai ist ja frei. Vielleicht habe ich da mal Zeit. Bevor ich mich für heute verabschiede, muss ich natürlich noch eine neue Info aus dem Kuriositätenkabinett von wikipedia heraussuchen.

Habt ihr schon mal von dem Ort Agloe im Bundesstaat New York gehört? Nein? Kein Wunder, den Ort gibt es nämlich nicht... oder vielleicht doch? Es gab in den 1930er Jahren in Amerika zwei Kartographen, die eine neue Firma gegründet hatten. Sie hatten aber große Sorge, dass ihre Karten unerlaubt von anderen nachgedruckt, also plagiiert werden könnten. Daher zeichneten sie einen fiktiven Ort namens Agloe in die Karte ein. Der Name setzt sich zusammen aus den Anfangsbuchstaben ihrer Namen. Einige Jahre später, entdeckten Leute den Ort aber auf der Karte und begannen, dort tatsächlich Häuser zu bauen. Allerdings bestand der Ort nur aus 2 Häusern und irgendwann verschwand er wieder. Scheinbar fahren dort heute immer mal wieder Leute hin, denn der Ort taucht auch in einem Roman namens "Margots Spuren" auf. Es kann sein, dass ich den früher sogar gelesen habe. Gibt glaube ich auch einen Film dazu. Wer sich die genau Lage des Ortes anschauen will, kann den Artikel hier nachlesen.

Ich mache dann jetzt Feierabend und gehe ins Bett. Ich freue mich, wenn euch der Beitrag gefallen hat. Bleibt gesund und habt noch eine schöne Woche.

Alles Liebe

eure Hannah

Mittwoch, 20. März 2024

Lenz, Lenz, Lenz

Intromukke :) (Letztes Mal hatte ich sie tatsächlich vergessen. Aber diesmal habe ich dran gedacht und pünktlich zum Frühlingsanfang kommt mein Lieblings-Sachsensong)

Hey ihr Lieben,

ich hoffe, euch geht es gut. Es tut mir leid, dass ihr so lange nichts von mir gehört habt. Erst war ich im Urlaub und dann war so viel los und manchmal war ich abends auch einfach zu müde zum Bloggen. Aber heute nutze ich mal den unverhofften freien Abend (Chor fällt heute aus) und melde mich mal wieder. Wir stecken auf Arbeit mal wieder tief in den Ausstellungsvorbereitungen. Am Freitag ist schon die Eröffnung unserer nächsten Ausstellung "130 Jahre - 130 Objekte". Auch wenn die Ausstellung noch gar nicht fertig aufgebaut ist, bin ich jetzt schon ganz begeistert. Sie hat eine richtig coole Optik und ist diesmal sogar ein bisschen größer als unsere letzten Ausstellungen. Natürlich war es wieder viel mehr Arbeit als gedacht, aber ich glaube, es hat sich gelohnt. Hier schon mal ein kleiner Teaser. Beim nächsten Mal zeige ich euch dann noch mehr Fotos. 




Ruhe kommt in nächster Zeit wahrscheinlich wenig rein. Ostern wird auch wieder richtig voll mit Arbeit, Chor, Besuch und Kirche. Ich hoffe, ich finde wenigstens ein bisschen Zeit zum Entspannen. Und im April müssen dann schon wieder die nächsten Höhepunkte geplant werden. Manchmal frage ich mich schon, ob das jetzt immer so ist. Im Museum sind wir eigentlich immer im Planungszwang. Urlaub hat man gefühlt auch viel zu wenig im Jahr. Länger als 3 Wochen am Stück habe ich eigentlich nie frei. 2 Wochen sind eher Standard. Und dann hetzt ein Monat auf den nächsten, Termine, Termine. Termine. Was bleibt da? Klar macht die Arbeit auch immer wieder Spaß und es ist schön, wenn man auf eine Ausstellung blicken kann, die man selbst gestaltet hat, aber gelegentlich habe ich das Gefühl, dass das noch nicht alles gewesen sein kann. Dass das Leben irgendwie noch mehr zu bieten haben muss als ein Büro, Termine, Zugfahrten und Abende auf der Couch. Manchmal bin ich um halb 9 schon so müde, dass ich auf der Stelle ins Bett gehen könnte. Ist das einfach das Leben eines Erwachsenen?

Der letzte Urlaub war ganz schön. Leider war es kein richtiger "Winter"-Urlaub, denn es gab kaum Schnee. Eher Regen. Nur auf dem Fichtelberg hat es auch kurz geschneit. Auch dort war aber kein so schönes Wetter. Es war sehr neblig. Nur am Schluss kam für 3 Minuten oder so die Sonne raus und man konnte nochmal ins Tal blicken. 



Auch das Fußballspiel im Aue-Stadion war nicht so erfreulich wie erhofft. Es war schon interessant, das Stadion mal zu sehen und es gab auch eine richtig coole Choreographie, aber ich war die ganze Zeit etwas nervös, dass ich mir als Dynamo-Fan Ärger einhandle und am Ende haben sie auch noch verloren. 
Am Vormittag waren wir auch noch im richtigen Schacht. Da war ich zwar zu Weihnachten schon, aber ich hatte mir die Wege irgendwie doch falsch gemerkt. 😄 Ein Glück hatte ich ja keine Chance, mich zu verlaufen, weil wir als Gruppe da waren. Die Führung hat jemand anders gemacht als das letzte Mal, so dass es auch wieder neue Infos gab. War ein schönes Urlaubserlebnis. 
Und wir haben die Wandlung des Bergaltars miterlebt. Das war auch interessant.

Neulich habe ich eine (wie ich fand) sehr schöne Andacht im Kirchenvorstand gehalten. Eigentlich wollte ich es mir leicht machen und einfach einen Text vorlesen, aber ich habe gar keine Andachtsbücher, aus denen ich Texte nehmen könnte, so dass ich den Text dann kurzerhand doch selber geschrieben habe. Ich war sehr stolz darauf. Er war ein bisschen wie ein Poetry Slam Text.

Jetzt freue ich mich, dass der Frühling kommt. Ich finde das so schön, wenn es wieder heller ist und die Sonne so schön scheint. Außerdem riecht der Frühling anders als der Winter, irgendwie frischer. Ich bin ja auch echt immer sehr erstaunt, wie schnell die Pflanzen wachsen und die Knospen aufgehen. Da frage ich mich dann oft, ob die tatsächlich gestern auch schon da waren und mir einfach nicht aufgefallen sind.

Außerdem freue ich mich auf den Moment, wenn man nicht mehr den dicken Wintermantel anziehen muss und trotzdem nicht friert. Ich habe mir im Winterurlaub neue Schuhe gekauft. Sie sind gelb und bringen so schon ein wenig Frühling mit. Wenn ich das erste Mal wieder Turnschuhe anziehen kann, ist das aber auch immer ein schöner Moment im Jahr.

Bevor ich gleich ins Bett gehe, müssen wir ja noch im Kuriositätenkabinett von wikipedia vorbeischauen. Habt ihr schon mal von Cornelius I. gehört? Er lebte in Kanada und war zwischen 1965 und 1993 Vorsitzer der Parti Rhinocéros. Und natürlich war er ein Rhinozeros, also ein echtes Nashorn. Corne ist nämlich das französische Wort für Horn. Die Rhinozerospartei war eine Satire-Partei. Sie berief sich darauf, dass Politiker und Nashörner sich sehr ähnlich seien: "dickhäutig, gemächlich, trübsinnig, bei Gefahr schnell wie der Teufel und sie hätten große haarige Hörner mitten im Gesicht". (Meinen sie damit Nasen?) Leider konnte Cornelius I. nie ins Unterhaus einziehen. Er wurde später in einen Wildpark in Amerika gebracht. Seine Parteimitglieder waren darüber nicht glücklich, aber sie konnten sich nicht durchsetzen. So endete Cornelius Geschichte mit seinem Tod 2013 im Zoo von Texas. Wer seine Geschichte noch einmal nachlesen will, kann das hier tun.

Ich verabschiede mich für heute und wünsche einen schönen Abend. Vielleicht schaffe ich es ja am Osterwochenende gleich mal, zu bloggen. Gründonnerstag habe ich zwar Kirchendienst. aber mal sehen, was sich machen lässt.

Alles Liebe und bis bald
eure Hannah

Donnerstag, 15. Februar 2024

Das Nadel-Inferno

Hey ihr Lieben,

ich hoffe, euch geht es gut. Ich bin ein wenig im Stress. Morgen ist mein letzter Arbeitstag vor dem Urlaub und es ist noch so viel zu tun. Dann ging heute auch noch unser Mailprogramm nicht, obwohl ich auf wichtige Mails gewartet habe und wichtige Mails verschicken musste. Ich hoffe sehr, dass sich morgen alles fügt und ich dann entspannt in den Urlaub starten kann. Nach richtigem Winterurlaub sieht es ja leider nicht aus. Es soll eher regnerisch werden und nicht richtig kalt, aber auch nicht warm. Nur morgen, da wird es wohl warm. Aber ich glaube, es wird trotzdem ein schöner Urlaub.

Letzte Woche haben wir unsere Weihnachtsausstellung abgebaut. Das war vielleicht eine Sauerei. Überall Nadeln. Die Weihnachtsbäume standen da halt auch schon ewig. 

Das Nadel-Inferno

Abschied von der Weihnachtszeit

Ein letzter Blick

Meine Büro-Wand wurde um ein Plakat erweitert.

Jetzt haben wir ein wenig Luft, weil die nächste Ausstellung erst Ende März eröffnet wird, aber gerade haben wir Ferienprogramm und viele Kinder im Haus. Im März machen wir dann auch mal ein paar Tage ganz zu zum Umbau. Darauf freue ich mich schon, wenn man dann die neue Ausstellung entstehen sieht. Das ist immer viel Arbeit, aber auch sehr schön. Das Ferienprogramm ist diesmal für mich nicht ganz so anstrengend wie sonst, weil ich viel Hilfe habe durch unsere Bundesfreiwillige und unsere Praktikantin. Außerdem bin ich ja eine Woche nicht da, da darf mein Kollege dann die Programme übernehmen und sich mit den Schulklassen rumschlagen. 😊 Dienstag hatte ich aber schon meinen Einsatz beim Faschingsturnier. Das hat Spaß gemacht und ich hab mich sogar verkleidet.

Ich freue mich so sehr darauf, ab Samstag mal ausschlafen zu können. Das Jahr ist zwar noch gar nicht so alt, aber ich kann schon wieder Urlaub gebrauchen. Zur Zeit komme ich morgens auch schlechter aus dem Bett. Ich musste schon öfter einen Zug später nehmen und heute hab ich sogar verschlafen. Ich hoffe, das ändert sich nach dem Urlaub wieder. Es ist auch echt schön zu sehen, dass es morgens jetzt wieder heller ist.

So, was war sonst los in den letzten beiden Wochen? Ich war zum Beispiel beim Dynamo-Spiel mit den vielen Toren gegen Lübeck. Das war ein Erlebnis. Hab noch nie so viele Tore bei einem Spiel gesehen. Und ich konnte auch meinen neuen Schal tragen, den ich zu Weihnachten bekommen habe. Wahrscheinlich gehen wir Sonntag auch zum Spiel gegen Aue, in Aue, im Heimbereich. Das wird seltsam, wenn man sich nicht offen über die Tore von Dynamo freuen darf. Na ja, Hauptsache. sie gewinnen. Dann ist es auch nicht so schlimm, wenn ich nicht jubeln darf. 

Da war es noch leer. Wir waren sehr früh da.

Gestern waren wir von der Arbeit aus bei einer Gedenkstätte ganz in der Nähe von Löbau in Großschweidnitz. Dort wurden während der NS-Zeit Menschen mit Behinderung ermordet. Das war eine sehr interessante Führung, aber eben auch ein echt krasses Thema. Da musste ich immer wieder den Kopf schütteln, weil ich mir gar nicht vorstellen konnte, wie man so was mit Menschen machen kann. Also wenn ihr Mal in der Gegend seid, könnt ihr nach einem Besuch im Stadtmuseum Löbau auch gerne noch dort vorbei schauen.

Fastet ihr eigentlich? Ich möchte die Fastenzeit ja nutzen, um etwas abzunehmen und verzichte deswegen auf Süßigkeiten und die ganzen Naschereien zwischendurch. Das ist mir heute schon enorm schwer gefallen. Ich war so gestresst auf der Arbeit, weil das Mailprogramm nicht funktioniert hat und ich hatte total das Bedürfnis, gegen den Stress was Süßes zu essen. Aber ich habe mich zusammengerissen und bin stark geblieben. Ich hoffe, dass ich es die Fastenzeit durchhalte. Bin mir aber noch nicht sicher, wie streng ich das sehe. Was alles unter "Süßigkeiten" fällt und was nicht. Gehört Kuchen zum Beispiel dazu oder nicht? Oder Müsli mit Schokolade? Ich hab jetzt für mich die Regel aufgestellt, dass es erlaubt ist, wenn es eine richtige Mahlzeit ist, aber nicht, wenn es nur zwischendurch ist. Schokolade zum Nachtisch ist natürlich nicht erlaubt. Pfannkuchen esse ich auch seit Mittwoch keine mehr, obwohl wir noch so viele im Museum haben. Mal sehen, wie oft es in nächster Zeit irgendwo Kuchen gibt. Da muss ich dann wohl im Moment entscheiden, ob es erlaubt ist, oder nicht.

Jetzt fehlt ja nur noch eine Kuriosität aus unserem Kuriositätenkabinett: Wusstet ihr, dass es tatsächlich Leute gibt, die glauben, dass 300 Jahre des Mittelalters nur erfunden wurden? Das ist eine Verschwörungstheorie. Ihre Anhänger gehen davon aus, dass auf das Jahr 614 eigentlich direkt das Jahr 911 folgte. Das bedeutet auch, dass Karl der Große nie existiert hat. Angeblich haben sich drei Machthaber die "erfundenen" Jahre ausgedacht: der römisch-deutsche Kaiser, der byzantinische Kaiser und natürlich der Papst. 😂 Grund war, dass sie selbst im Jahr 1000 leben wollten. Wenn euch das Thema interessiert, könnt ihr gerne hier mehr davon lesen.

Ich verabschiede mich dann mal in den Urlaub. Muss noch packen und die Wohnung halbwegs ordentlich hinterlassen. Ich melde mich dann wohl im März hier wieder oder Ende Februar, wenn ich Lust dazu habe.

Bis dahin alles Liebe
eure Hannah